The Duskbloods
The Duskbloods wird ranked - doch Veteranen sollen Neulingen helfen
Hidetaka Miyazaki erklärt, wie FromSoftware Profis und Einsteiger trennt - und später wieder zusammenbringen will

- The Duskbloods bekommt laut Hidetaka Miyazaki ein rangbasiertes Matchmaking, das starke und neue Spielende voneinander trennt
- Später will FromSoftware Veteranen und Einsteiger gezielt zusammenbringen - unter anderem über das Alliance-System und seltene Match-Events
- Fortschritt gibt es auch ohne Siege: Story-Inhalte und Charakter-Anpassungen lassen sich allein durchs Spielen freischalten
- Zwei zentrale Systeme - Virtue und die Sigils - stammen laut Miyazaki direkt aus seinen Brettspiel-Erfahrungen
FromSoftware mischt sich in eine der hitzigsten Multiplayer-Debatten der letzten Jahre ein: The Duskbloods bekommt ein rangbasiertes Matchmaking. Game Director Hidetaka Miyazaki bestätigte gegenüber IGN, dass starke und neue Spielende im PvPvE-Titel getrennt einsortiert werden sollen - damit Soulslike-Veteranen Einsteiger nicht reihenweise aus dem Spiel prügeln. Gleichzeitig arbeitet das Studio bereits an Mechaniken, die genau diese beiden Gruppen später wieder gezielt zusammenführen.
2
Systeme, die Miyazaki direkt aus Brettspielen abgeleitet hat: Virtue und die Sigils
Dieses Jahr
geplanter Release exklusiv für Nintendo Switch 2
Gute zu Guten, Neue zu Neuen
Auf die Frage, ob es ein System zur Trennung von Profis und Frischlingen gebe, wurde Miyazaki ungewöhnlich deutlich.
Wir planen definitiv, das Matchmaking-System so zu gestalten, dass es rangbasiert ist - Spielerinnen und Spieler, die richtig gut sind, werden tendenziell mit anderen sehr guten zusammengebracht, und Neulinge tendenziell mit anderen Neulingen.
Der Hintergedanke ist offensichtlich: The Duskbloods erscheint exklusiv für Switch 2, und viele werden die Konsole erst Monate nach dem Launch kaufen. Wer dann in ein Online-Spiel springt und sofort auf eine eingespielte Kernspielerschaft trifft, ist schnell wieder weg. Das Matchmaking soll diesen Späteinstieg abfedern.
Fortschritt auch ohne Siege
Zusätzlich betont Miyazaki, dass der Sieg in einem Match oder das Überleben bis zum finalen PvP-Showdown nicht der einzige Weg zum Fortschritt sei.
Es gibt Dinge, die man einfach durchs Spielen freischalten kann, etwa Story-Inhalte und Anpassungen für die eigene Figur - das sollte es ermöglichen, das Spiel auch abseits des eigentlichen Kampfes zu geniessen.
Veteranen als Mentoren statt Schreckgespenster
Interessanter als die Trennung ist der zweite Teil des Plans. Miyazaki will Profis und Neulinge irgendwann wieder zusammenbringen - freiwillig und mit Anreizen. Das müsse nicht zwingend zum Start fertig sein, sagt er, sondern könne auch später nachgereicht werden. Angedacht sind laut dem Director unter anderem:
- Event-Anpassungen: bestimmte Match-Ereignisse treten seltener oder deutlich häufiger auf, wenn jemand mit sehr langer Spielzeit in der Partie ist
- Ein Alliance-System, über das man sich gezielt mit hochrangigen Mitspielenden paaren lassen kann
- Umgekehrt die Option für Profis, in den Einstellungen bevorzugt Neulinge zugewiesen zu bekommen, um ihnen zu helfen
Den Vergleich liefert Miyazaki gleich selbst: Das Ganze funktioniere ähnlich wie das Hinterlassen von Zeichen vor einem Boss in FromSoftwares anderen Spielen. Ziel sei eine Beziehung zwischen erfahrenen und neuen Spielenden, die positiv ist «und nicht immer nur beängstigend oder etwas, dem man aus dem Weg gehen will».
Was der Brettspieltisch beigesteuert hat
In demselben Gespräch nennt Miyazaki zwei Punkte, die sich direkt aus Brettspielen ableiten lassen. Der erste ist Virtue: Statt schlicht alle anderen niederzuschlagen, verdient man Punkte über Nebenziele, das Erledigen von Mini-Bossen, die über die Karte stapfen, oder das Halten von Zonen im King-of-the-Hill-Stil. Ein solches indirektes Bewertungssystem sei in vielen Brettspielen üblich und habe durch seine eigene Spielerfahrung auf ihn abgefärbt.
Der zweite Punkt sind die Sigils, die matchspezifische Beziehungen und Ziele zwischen Spielenden herstellen. Ein Sigil kann dazu führen, dass man einer anderen Person mit einem Blumenstrauss einen Heiratsantrag macht - die darf selbstverständlich mit der Klinge antworten. Ein anderes stellt zwei Parteien gezielt gegeneinander.
Das ist sehr ähnlich zu vielen RPG-Elementen, wie man sie in einem Pen-and-Paper-Rollenspiel findet.
Früher habe sich das allerdings weitgehend im Würfeln für Charakterwerte erschöpft. Für The Duskbloods wollte er auch die Beziehungen zwischen den Spielenden steuerbar machen - und weitere Elemente, die über den Rahmen eines Tabletop-Rollenspiels hinausgehen.
Einordnung
Skill-based Matchmaking ist vor allem in Shootern ein Dauerstreit: Mal wird die Verbindungsqualität an den Rändern der Skala bemängelt, mal beklagen starke Spielende härtere Partien als Strafe für ihr Können. Dass die Diskussion nicht eindeutig ist, zeigte Activision, als der Publisher SBMM einmal heimlich abschaltete - und dafür breite Ablehnung erntete. In einem Titel wie The Duskbloods, der auf Nebenziele und wechselnde Rollen statt reines Ausschalten setzt, dürften ausgeglichene Lobbys vor allem eines bringen: bessere Matches. Die geschlossenen Netzwerktests laufen bereits, der vollständige Release ist noch für dieses Jahr auf Switch 2 geplant.
The Duskbloods ist FromSoftwares erster grosser PvPvE-Versuch und exklusiv für Switch 2 - eine Plattform, auf der viele erst Monate nach Release einsteigen dürften. Wie das Matchmaking Profis und Neulinge sortiert, entscheidet darüber, ob Spätzünder überhaupt eine Chance haben. Und die geplanten Mentoren-Mechaniken könnten das Online-Miteinander so prägen wie einst die Beschwörungszeichen in Dark Souls.
COMMUNITY-UMFRAGE
Rangbasiertes Matchmaking in The Duskbloods - richtige Entscheidung?
Anonym abstimmen und sehen, was die Community denkt.
HYPE-METER
Noch keine Stimmen - gib die erste ab
QUELLEN (2)
- FromSoftware enters the skill-based matchmaking debate with The Duskbloods: "We definitely plan on having the matchmaking system work in a way so that it's ranked" - GamesRadar
- Parts of The Duskbloods are "very similar to a lot of RPG elements you might find in a tabletop RPG," says FromSoftware boss Hidetaka Miyazaki - GamesRadar
MEHR ZU DIESEN THEMEN
WEITERLESEN
Kommentare
Kommentare werden geladen …



