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The Duskbloods

Nur eine von drei Karten - was im Duskbloods-Test fehlt

From Software beziffert erstmals, wie klein der Ausschnitt im Netzwerktest wirklich ist - und Miyazaki verspricht für die Vollversion so viel Lore wie in den Solo-Spielen

Republic of Pixels Redaktion22. August 2026 · 11:49 Uhr3 Min. Lesezeit
Nur eine von drei Karten - was im Duskbloods-Test fehlt
Bild: VGC
Kurzfassung
  • Der Netzwerktest zu The Duskbloods enthält laut From Software nur eine von drei Startkarten und sechs von zehn Charakteren
  • Balance, Virtue-Belohnungen sowie Waffen und Fertigkeiten können sich bis zur Vollversion noch ändern
  • Charakter-Anpassung, Belohnungen und die Story rund um den Hub 'House of Night' fehlen im Test komplett
  • Miyazaki verspricht eine mit früheren From-Titeln vergleichbare Menge an Text und Lore

From Software hat den Netzwerktest zu The Duskbloods auf Nintendo Switch 2 am Freitag gestartet - trotz Anlaufproblemen, die die erste Session mit Login-Fehlern belasteten. Wer eine Partie erwischt hat, bekommt allerdings deutlich weniger zu sehen, als das fertige Spiel bieten soll. Das Studio hat gegenüber VGC beziffert, wie klein der Ausschnitt tatsächlich ist: Enthalten ist eine von drei Karten, die zum Launch bereitstehen, sowie sechs der zehn geplanten Charaktere.

1 von 3

Karten sind im Netzwerktest spielbar

6 von 10

geplanten Charakteren stehen zur Auswahl

Ein Ausschnitt, der sich noch verschieben kann

Nicht nur der Umfang, auch die Feinabstimmung ist vorläufig. From Software weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Balance bis zur Veröffentlichung ändern kann - darunter die Menge an Virtue, die für bestimmte Aktionen vergeben wird, sowie Anpassungen an Waffen und Fertigkeiten. Wer im Test also eine Waffe als überlegen oder eine Belohnungsschleife als zäh empfindet, urteilt über einen Zwischenstand, nicht über das Endprodukt.

Das betrifft auch den Aufbau einer Partie selbst. In der Vollversion kann die finale Phase eines Matches laut Studio ein Bosskampf sein, der sich von den bereits in der Spielwelt umherstreifenden Gegnern unterscheidet. Statt eines Dreikampfs treten dann drei Spielerinnen und Spieler gemeinsam gegen diesen Gegner an - eine Struktur, die im Test schlicht nicht vorkommt.

Der grösste Brocken: Anpassung, Fortschritt, Hub

Am schwersten wiegt jedoch, was rund um die Kämpfe fehlt. In der fertigen Fassung verdienen sich Spielende Belohnungen für die Teilnahme an den sogenannten Dusk Battles, schalten Elemente zur Charakter-Anpassung frei und treiben die Handlung im Hub-Bereich voran, dem House of Night. Im Netzwerktest sind die Loadouts dagegen fest vorgegeben.

Man muss seinen Bloodsworn anpassen: mit welchen Waffen und Fertigkeiten er in eine Partie geht. Eines dieser Anpassungselemente ist tatsächlich, welches Event man bevorzugt. Also welches Event häufiger auftauchen soll - und eines dieser Events könnte sein, dass die finale Phase ein Bosskampf ist statt eines Dreikampfs.
Hidetaka Miyazaki, Director, gegenüber VGC

Diese Vorlieben fliessen laut Miyazaki direkt in die Partnersuche ein: «Diese Spielertendenzen - das ist ein Bereich, den das Matchmaking betrachtet und bei dem es versucht, Spielerinnen und Spieler mit ähnlicher Ausrichtung zusammenzubringen.» Wer lieber kooperativ gegen einen Boss antritt als gegeneinander, soll also häufiger auf Gleichgesinnte treffen - ein System, das sich im Test naturgemäss nicht beurteilen lässt.

So viel Lore wie in Elden Ring?

Die zweite grosse Leerstelle ist die Erzählung. Trotz Mehrspieler-Fokus stellt Miyazaki eine Textmenge in Aussicht, die sich mit den Solo-Titeln des Studios messen soll - also mit Elden Ring oder Bloodborne. Die zehn Bloodsworn seien mit eigenen Hintergründen, Persönlichkeiten und Beziehungen zu ihren Blutsfamilien angelegt.

Im Netzwerktest gibt es nicht viele dieser Lore-Elemente. Aber es ist etwas, worauf wir uns für die vollständige Veröffentlichung konzentrieren, und wir freuen uns darauf, dass Spielende viel über diese verschiedenen Charaktere herausfinden.
Hidetaka Miyazaki, Director, gegenüber VGC

Zur Menge sagt er: «Was das schiere Volumen an Text und Lore zum Durchstöbern angeht, kommt es meinem Gefühl nach an unsere bisherigen Titel heran.» Je mehr man über die Charaktere freischalte, desto mehr Zusammenhänge zwischen den Bloodsworn und ihren Geschichten liessen sich entdecken.

Einordnung

Netzwerktests sind Belastungsproben für Server, keine Demos - und genau das ist hier der Knackpunkt. From Software hält mit Anpassung, Progression und Hub-Story ausgerechnet jene Systeme zurück, die aus einem Match-Baukasten ein Spiel machen, das man über Wochen spielt. Was im Test bleibt, ist der reine Kampf: solide zu beurteilen, aber ohne die Motivationsschleife dahinter. Wer den Test spielt, sollte das im Hinterkopf behalten - ebenso wie die Tatsache, dass die Login-Probleme des Auftakts eher ein Serverthema sind als ein Urteil über das Spiel. The Duskbloods soll noch in diesem Jahr für Nintendo Switch 2 erscheinen.

Warum das wichtig ist

Der Netzwerktest ist für viele der erste Kontakt mit From Softwares Switch-2-Exklusivtitel - und damit die Grundlage für ein Urteil über ein Spiel, das noch dieses Jahr erscheinen soll. Wer weiss, wie klein der gezeigte Ausschnitt ist, bewertet den PvPvE-Ansatz und die fehlende Erzählung fairer.

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