Alien Isolation 2
Alien Isolation 2 angespielt - der Xenomorph zeigt sich früher
20 Minuten Demo auf der Gamescom 2026 zeigen einen Sturm, ein bekanntes Wrack und ein deutlich brutaleres Debüt des Aliens

- Alien Isolation 2 war auf der Gamescom 2026 spielbar - dieselbe Demo wie zuvor beim Summer Games Fest, rund 20 Minuten lang
- Gespielt wurde auf PC mit DualSense-Controller; als Zielplattform steht die PS5 im Raum, geplant für 2027
- Die Handlung setzt nach dem ersten Teil an: Neue Hauptfigur Blake untersucht ein abgestürztes Objekt - das abgesprengte Sevastopol-Labor
- Art Director Anastatia Sopikova bestätigt Zugriff auf die Archive von 20th Century Studios; Vorlage bleibt ausschliesslich der Film von 1979
Auf der Gamescom 2026 stand Alien Isolation 2 erstmals in Europa für die Fachpresse bereit - und zwar in derselben Fassung, die Creative Assembly bereits beim Summer Games Fest gezeigt hatte. Rund 20 Minuten dauerte die Sitzung, gespielt wurde auf einem PC, aber mit DualSense-Controller. Push Square bezeichnet den Auftakt nach dieser Runde als persönliches Highlight der Messe und als meisterwartetes PS5-Spiel für 2027.
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20 Min.
Länge der spielbaren Gamescom-Demo
2027
erwartetes Erscheinungsjahr auf PS5
1979
der Film, an dem sich das Studio ausschliesslich orientiert
Vom APC hinaus in den Sturm
Der Einstieg beginnt mit einem kurzen Monolog von Ripley, der die Ereignisse am Ende des ersten Teils zusammenfasst. Danach sitzt man in einem APC, dessen Innenraum vom Schein alter CRT-Monitore beleuchtet wird. Schon der Fahrer zeigt, wie deutlich die Gesichtsanimationen zugelegt haben - sein Modell erinnert entfernt an Dallas aus dem Originalfilm.
Anders als der Vorgänger schickt der Nachfolger die Spielenden früh nach draussen. Ein Objekt stürzt auf den Planeten, eine Führungskraft von Weyland-Yutani schickt das Team zu Fuss los. Vor der Luke wartet eine karge Waldlandschaft, zerschnitten von Regen und Sturmböen - und die Warnung, dass ein Unwetter aufzieht, das mit irdischen Massstäben nichts zu tun hat. Blitze werfen scharfe Astschatten über den Boden, eine Leuchtfackel taucht die Szene in Rot, und der Donner wird über die Haptik des Controllers spürbar.
Ein Wrack, das Serienfans sofort erkennen
Verkohlte, geknickte Äste führen zum abgestürzten Schiff - und dabei handelt es sich um jenes Labormodul der Sevastopol, das Amanda Ripley im ersten Teil abgesprengt hat. Blake weiss nicht, was im Inneren lauert, das Publikum sehr wohl. Genau daraus zieht die Demo ihre Spannung: Die Innenräume wirken vertraut, sind aber sichtbar aufpoliert, vor allem bei der Beleuchtung. Der Eindruck laut Anspielbericht: ein modernes Spiel, das sich trotzdem nahtlos an den Vorgänger anschliessen liesse. Selbst der gedämpfte Sturm hinter den Wänden bleibt hörbar.
Kleine Handgriffe, mehr Anspannung
Auf Systemebene ändert Creative Assembly wenig, aber gezielt. Mehrere Eingaben verlangen jetzt bewusste Aktionen statt Automatik - und genau das erhöht den Druck in Situationen, in denen jede Sekunde zählt.
- An den ikonischen Speicherpunkten muss die Quadrat-Taste gehalten werden
- Türen öffnen sich nicht mehr automatisch, sondern erst auf Knopfdruck
- Eine Flasche dient als Ablenkung für den Xenomorph
- Versteckt wird sich unter Schreibtischen und in Schächten unter dem Boden
- Die Schritte des Aliens rumpeln über den DualSense - auch dann, wenn es sich in einem anderen Teil des Labors bewegt
Dieses ständige Grollen erinnert im Bericht an Mr. X aus Resident Evil 2. Der Auftritt des Xenomorphen selbst fällt deutlich abrupter aus als die langsame Enthüllung von 2014 - und wird als gelungener Moment aus Spannung und Staunen beschrieben. Das Design profitiert sichtbar vom Generationssprung, vor allem durch die Art, wie Licht auf dem glänzenden Panzer bricht. Zur Wehr setzen kann man sich weiterhin nicht.
Requisiten direkt aus dem Filmarchiv
Project Art Director Anastatia Sopikova bestätigte im Gespräch, dass das Studio Zugriff auf die Archive von 20th Century Studios hat und Requisiten direkt aus dem Originalfilm übernehmen kann. Betont wurde ausserdem, dass sich das Team ausschliesslich auf den Film von 1979 stützt - trotz der Erfolge anderer Serienableger wie Alien: Romulus aus dem Jahr 2024 oder dem frisch veröffentlichten Aliens Fireteam Elite 2.
Einordnung
20 Minuten aus dem Auftakt beantworten längst nicht alles: Wie sich der Xenomorph über eine ganze Kampagne verhält, wie gross die Areale ausfallen und wie viel Neues die Handlung um Blake bietet, bleibt offen. Klar ist nach dieser Runde nur, dass der Nachfolger die Stärken des Vorgängers nicht ersetzen, sondern schärfen will - mit demselben Ausgeliefertsein, aber dichterer Kulisse. Ein konkretes Erscheinungsdatum nennt Creative Assembly weiterhin nicht.
Der erste Teil gilt seit 2014 als Massstab für Horror mit einem einzelnen, unberechenbaren Gegner. Die erste ausführliche Anspielrunde zeigt, wie stark Creative Assembly am bewährten Konzept festhält - und an welchen kleinen Stellschrauben das Studio dreht, um die Anspannung zu erhöhen. Für alle, die auf einen Nachfolger warten, ist das der bislang konkreteste Blick auf das fertige Spielgefühl.
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