The Legend of Zelda
«Ihr werdet verstehen, warum» - Zelda-Film ohne Untertitel
Miyamoto bestätigt eine eigenständige Geschichte aus 40 Jahren Serienideen - und stellt eine Frage zur Triforce

- Die Realverfilmung heisst offiziell nur «The Legend of Zelda» - ohne Untertitel
- Miyamoto beschreibt den Film als Originalgeschichte, die auf 40 Jahren Serienideen aufbaut statt auf einem einzelnen Spiel
- Der Dreh in Neuseeland ist abgeschlossen, in der Direct gab es dennoch weder Trailer noch neue Bilder
- Kinostart ist weltweit der 30. April 2027, später folgt eine Auswertung auf Netflix
Nintendo hat in der Direct zum 40. Jubiläum von The Legend of Zelda den finalen Titel der Realverfilmung bestätigt - und der ist kürzer, als viele erwartet hatten: Der Film heisst schlicht «The Legend of Zelda». Kein Zusatz, kein Verweis auf ein bestimmtes Spiel. Serienschöpfer Shigeru Miyamoto trat kurz auf, um zu erklären, warum das kein Zufall ist.
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30. Apr. 2027
weltweiter Kinostart der Realverfilmung
40 Jahre
Seriengeschichte, aus der sich der Film bedient
Warum der Untertitel fehlt
Miyamotos Begründung ist gleichzeitig die grösste inhaltliche Information des Auftritts: Der Film erzählt keine Nacherzählung eines einzelnen Serienteils, sondern eine eigenständige Geschichte, die sich aus den Motiven der gesamten Reihe speist. Ein Untertitel würde ihn damit fälschlich einer bestimmten Spielvorlage zuordnen.
Der Titel lautet The Legend of Zelda. Sobald ihr den Film gesehen habt, werdet ihr verstehen, warum es keinen Untertitel gibt. Das ist ein Originalfilm, der auf den vielen Geschichten, Ideen und Konzepten der Serie basiert, die über 40 Jahre in den Spielen entstanden sind.
Einen zweiten Hinweis liess Miyamoto ebenfalls fallen: Er stellte die Frage in den Raum, welche Rolle die Triforce im Film wohl spielen werde. Eine Antwort blieb er schuldig - dass das Artefakt überhaupt erwähnt wird, ist bislang aber der einzige konkrete Story-Anhaltspunkt.
Wer vor und hinter der Kamera steht
An der Besetzung ändert sich nichts, sie ist mit der Titelbestätigung aber erstmals gebündelt öffentlich. Regie führt Wes Ball, bekannt für «Kingdom of the Planet of the Apes» und die «Maze Runner»-Filme. Produziert wird gemeinsam mit Columbia Pictures.
- Benjamin Evan Ainsworth («House of the Dragon») als Link
- Bo Bragason («Renegade Nell») als Zelda
- Uli Latukefu als Ganondorf
- Dichen Lachman als Impa
- Yvonne Strahovski als eine Königinnenfigur
- Regie: Wes Ball
Dreh abgeschlossen - Trailer weiter Fehlanzeige
Die Dreharbeiten begannen im Oktober 2025 in Neuseeland und sind inzwischen abgeschlossen. Trotzdem blieb die Direct bei Bildmaterial ausgesprochen sparsam: Nach ersten Fotos früher im Jahr zeigte Nintendo diesmal weder einen Trailer noch neue Aufnahmen. Weitere Informationen wurden für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.
Am Termin ändert sich nichts: Der Kinostart ist weltweit für den 30. April 2027 angesetzt. Danach soll der Film auf Netflix laufen - wann genau, ist offen. Wer also auf einen schnellen Streaming-Nachschlag hofft, hat bislang keine belastbare Zeitangabe.
Ein Link, der mit der Serie aufgewachsen ist
Hauptdarsteller Benjamin Evan Ainsworth erzählte GamesRadar+ bereits früher im Jahr, dass er beim Erscheinen von Breath of the Wild schlicht zu jung war, um es selbst zu spielen - er habe stattdessen viele Playthroughs geschaut. Zum Filmstart wird er 18 sein, gut zehn Jahre nach dem Switch-Debüt des Spiels. Zuletzt war er in der dritten Staffel von «House of the Dragon» als Daeron Targaryen zu sehen.
Als ich dann das Glück hatte, diese Rolle zu bekommen, eine so ikonische Figur, bin ich zurückgegangen und habe die 40 Jahre Vermächtnis und Geschichte begriffen, die unterschiedlichen Tonlagen, die unterschiedlichen Geschichten, die unterschiedlichen Fassungen und Sprechleistungen dieser Figur. Ja, ich bin ein grosser Fan und einfach sehr aufgeregt, denn der Dreh war eine grossartige Sache.
Einordnung
Unterm Strich ist das Update klein, aber richtungsweisend. Nintendo legt sich darauf fest, dass die erste grosse Realverfilmung der Marke keine Adaption von Ocarina of Time, Twilight Princess oder Breath of the Wild wird, sondern eine eigene Erzählung mit vertrauten Bausteinen - vergleichbar mit dem Ansatz, den der Konzern bereits bei seinen Animationsfilmen verfolgt hat. Für Fans heisst das: Kein Vorwissen nötig, aber auch keine Szene-für-Szene-Wiedererkennung. Bis Bewegtbild kommt, bleibt es bei einem Titel, einem Termin und einer offenen Frage nach der Triforce.
Die Zelda-Realverfilmung ist nach dem Erfolg der Mario-Filme Nintendos nächster grosser Schritt ins Kino - und der erste in Realbild. Dass es keine Adaption eines bestimmten Spiels wird, entscheidet darüber, wie viel Vorwissen Fans mitbringen müssen und wie frei das Team mit der Serienmythologie umgehen darf.
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