The Legend of Zelda
Ocarina of Time zeigt sich - und Link kann endlich springen
Nintendo nennt den 5. November als Termin für das Switch-2-Remake und zeigt im Jubiläums-Direct erstmals echte Spielszenen

- Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint am 5. November exklusiv für Nintendo Switch 2
- Nintendo zeigte im 40-Jahre-Jubiläums-Direct erstmals echtes Gameplay - inklusive Kokiri-Wald und Deku-Baum
- Neu sind unter anderem eine Sprungtaste, freie Kamera in Hyrule-Stadt und die Übersichtsfunktion «Threads of Time»
- Der Zelda-Realfilm heisst schlicht The Legend of Zelda und startet am 30. April 2027
Nintendo hat im Rahmen eines Directs zum 40-jährigen Bestehen von The Legend of Zelda die ersten echten Spielszenen aus dem Remake von Ocarina of Time gezeigt - und gleichzeitig einen Termin genannt: Am 5. November erscheint die Neuauflage exklusiv für Nintendo Switch 2. Es ist damit die erste Zelda-Veröffentlichung, die ausschliesslich auf der neuen Konsole läuft.
5. Nov.
Release exklusiv für Nintendo Switch 2
1998
Erschien das Original für Nintendo 64
99
Metacritic-Wertung des Originals - Platz 1 der Bestenliste
Vom Standbild zum Spielgeschehen
Angekündigt hatte Nintendo das Projekt bereits im Juni, damals allerdings ohne jede Substanz: Zu sehen war nicht mehr als der junge Link, der in seinem Baumhaus im Bett liegt. Das Jubiläums-Direct liefert nun nach. Die gezeigte Sequenz beginnt am Anfang des Abenteuers, im Kokiri-Wald, und führt bis in den Deku-Baum, der auch in der Neuauflage als erster Dungeon dient. Optisch ist der Abstand zum Nintendo-64-Original deutlich: Der Deku-Baum wirkt spürbar bedrohlicher, und Links Kleidung wurde neu gestaltet - sie sieht aus, als sei sie aus Blättern und anderen Materialien des Waldes gefertigt. Auch sein Hut hat eine sichtbar aufwendigere Gestaltung erhalten.
Was sich am Spielgefühl ändert
Die auffälligste Änderung dürfte jene sein, über die Fans seit Jahrzehnten diskutieren: Link bekommt eine Sprungtaste. Im Original sprang er automatisch, sobald er das Ende einer Kante erreichte. Auch die Kamera wird freier - in Hyrule-Stadt gibt es keine feste Perspektive mehr, das Areal lässt sich vollständig erkunden. Dazu kommt ein Detail, das im Original technisch nicht möglich war: In Hyrule-Stadt kann nun auch die Nacht hereinbrechen, während dies früher nur in bestimmten Gebieten geschah.
- Sprungtaste statt automatischem Absprung an Kanten
- Zielen mit der Schleuder wahlweise per Bewegungssteuerung oder Stick
- Freie Kamera und vollständig begehbare Hyrule-Stadt
- Tag-Nacht-Wechsel auch innerhalb der Stadt
- Bereits gelernte Lieder lassen sich einsummen, statt sie über den Controller zu spielen
«Threads of Time» als Wandteppich des Abenteuers
Neu im Menü ist eine Funktion namens «Threads of Time». Sie protokolliert, was Link auf seinem Weg bereits getan hat, damit Spielerinnen und Spieler den Überblick behalten - gerade bei einem Abenteuer, das sich über zwei Zeitebenen erstreckt. Erreicht man bestimmte Meilensteine der Geschichte, füllt sich ein Wandteppich weiter und zeichnet so den bisherigen Verlauf nach. Für ein Spiel aus einer Zeit ohne Questlogs ist das eine der pragmatischsten Modernisierungen des Pakets.
Was bewusst unangetastet bleibt
Bemerkenswert ist, was Nintendo nicht wegoptimiert hat. Die Ladebildschirme zwischen bestimmten Gebieten bleiben erhalten - laut Nintendo, um das Gefühl des Originals zu bewahren. Im gezeigten Material ist das beim Übergang vom Kokiri-Wald auf die Hylia-Ebene zu sehen. Auch Navi kehrt als Links Feen-Begleiterin zurück und gibt weiterhin Hinweise zu Gegnern und markanten Punkten. Serien-Produzent Eiji Aonuma ordnete das Projekt entsprechend ein.
Eine getreue Interpretation mit modernen Technologien.
Ein Klassiker mit Rekordakte
Ocarina of Time erschien 1998 für den Nintendo 64 und gilt bis heute als eines der einflussreichsten Videospiele überhaupt - es war das erste 3D-Zelda und definierte Konventionen, an denen sich Action-Adventures bis heute abarbeiten. Auf Metacritic steht das Spiel mit einer Wertung von 99 an der Spitze der Bestenliste aller Zeiten. Eine erste Neuauflage gab es bereits 2011 auf dem Nintendo 3DS, damals mit überarbeiteter Steuerung und Touchscreen-Unterstützung. Das Switch-2-Remake geht sichtbar weiter, hält sich strukturell aber eng ans Original.
Der Rest des Jubiläums-Directs
Die rund 30-minütige Sendung hatte noch weitere Neuigkeiten im Gepäck. So bestätigte Nintendo, dass der kommende Realfilm schlicht The Legend of Zelda heissen wird; Kinostart ist der 30. April 2027. Und es bleibt nicht bei diesem einen Stream: Für den 9. September kündigte Nintendo ein zweites, 45-minütiges Direct an, das sich auf Switch-2-Spiele für den weiteren Verlauf von 2026 konzentriert. Wer also mit dem 5. November bereits einen Fixpunkt im Kalender hat, sollte damit rechnen, dass das Jahresende noch voller wird.
Einordnung
Nintendo geht hier einen bewussten Mittelweg: genug Modernisierung, um das Spiel 2026 spielbar zu halten - Sprungtaste, freie Kamera, Fortschrittsübersicht -, aber kein Umbau der Struktur. Dass sogar Ladebildschirme als Stilmittel überleben, ist ein deutliches Signal an die Puristen. Ob das reicht, um Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger zu überzeugen, die mit Breath of the Wild sozialisiert wurden, wird sich ab dem 5. November zeigen. Für die Switch 2 ist der Termin jedenfalls strategisch gesetzt: mitten im Weihnachtsgeschäft, mit einem Namen, der keine Erklärung braucht.
Ocarina of Time gilt vielen als das einflussreichste 3D-Spiel überhaupt - entsprechend genau schaut die Community hin, wie viel Nintendo am Original antastet. Das Remake ist zugleich die erste Zelda-Veröffentlichung, die exklusiv auf der Switch 2 läuft, und damit ein Systemverkäufer für das Weihnachtsgeschäft.
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