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Xenoblade Chronicles 2

Xenoblade 2 in 4K — doch die Figuren stechen zu glatt hervor

Das Switch-2-Upgrade liefert stabile Bilder und clevere Komfortfunktionen, ein Remaster ist es laut Kritik aber nicht

Republic of Pixels Redaktion15. August 2026 · 09:09 Uhr3 Min. Lesezeit
Xenoblade 2 in 4K — doch die Figuren stechen zu glatt hervor
Bild: Eurogamer.de

KURZFASSUNG

  • Xenoblade Chronicles 2 erscheint als Switch-2-Fassung mit 4K-Ausgabe, stabiler Bildrate, HDR und kürzeren Ladezeiten
  • Die Kritik lobt vor allem die Quality-of-Life-Änderungen: Feldfertigkeiten hängen jetzt an allen Schwertern, das Sammeln geht schneller
  • Neu ist das Söldnerkommando, das blaue Söldner-Missionen direkt abschliessen lässt; alle DLC-Extras inklusive Torna sind enthalten
  • Kritikpunkte: zu glatte Figuren vor den älteren Landschaften und der weiterhin schleppende Einstieg ins Kampfsystem

Fast ein Jahrzehnt nach dem Original schickt Nintendo Xenoblade Chronicles 2 in einer aufgewerteten Fassung auf die Switch 2 — mit 4K-Ausgabe, stabiler Bildrate, HDR und einer Reihe von Komfortfunktionen. Die Kritik von Eurogamer.de kommt nach den ersten Stunden zu einem zwiespältigen Ergebnis: Technisch läuft das Rollenspiel-Epos so sauber wie nie, eine optische Offenbarung ist es deshalb aber noch lange nicht.

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10 €

kostet der Erweiterungspass für die aufgewertete Fassung

1. Okt.

erscheint die physische Version der Switch-2-Edition

2017

kam das Original für die erste Switch auf den Markt

Hohe Auflösung, alter Unterbau

Die Stabilität ist der offensichtlichste Gewinn: Kürzere Ladezeiten und eine konstante Bildrate sorgen dafür, dass selbst überladene Kämpfe mit vielen Charakteren, Gegnern, Effekten und Schadensmarkern kein Problem mehr darstellen. Die Kritik relativiert das allerdings gleich selbst — schon 2017 habe der Titel ordentlich performt, der Sprung sei also spürbar, aber kein Systemwechsel.

Deutlich zwiespältiger fällt das Urteil zur Auflösung aus. Die hochpolierten Figuren und hochskalierten Gegner stechen laut Eurogamer.de zu aalglatt aus den plastischen Landschaften hervor. Die früher weniger scharfe Bildqualität habe schwammige Kanten und flache Texturen besser kaschiert; die neue Klarheit legt genau diese Schwächen offen. Der Cast selbst — entstanden aus den Zeichnungen von Masatsugu Saito und Tetsuya Nomura — bleibt davon unberührt sehenswert.

Da wünscht man sich fast gleich ein aufwendigeres Remaster.
Eurogamer.de

Wo die Technik dann doch beeindruckt, ist die Beleuchtung: Verbesserte Lichtdarstellung, Reflexionen, Lichtpartikel und HDR lassen die Schauplätze der Titanenwelt spürbar schöner wirken. Das Fazit der Kritik: hübscher ja, überwältigend nein.

Die Komfortfunktionen sind das eigentliche Argument

Rechtfertigen dürften den kleinen Aufpreis vor allem die Eingriffe ins Regelwerk. Sie zielen genau auf jene Reibungspunkte, über die sich die Fanbase seit 2017 beschwert hat:

  • Feldfertigkeiten sind jetzt direkt an alle Schwerter gekoppelt — lästige Menü-Odysseen vor jedem Hindernis entfallen
  • Die Sammelfähigkeit läuft spürbar schneller ab
  • Der neue Modus Söldnerkommando erlaubt es, blaue Söldner-Missionen direkt abzuschliessen, statt sie passiv im Hintergrund laufen zu lassen
  • Ein neues Schwert und zusätzliche Outfits liegen als Extras bei

Dazu kommt der Umfang: Der Erweiterungspass enthält sämtliche DLC-Extras. Wer 2018 das Prequel Torna – The Golden Country verpasst hat, bekommt es hier ohne Zusatzkosten mitgeliefert — allein das relativiert die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis erheblich.

Der zähe Einstieg bleibt — und das hat Folgen

Am grundsätzlichen Charakter des MMO-artigen Echtzeit-Kampfsystems ändern die Anpassungen laut Kritik wenig. Wer neu einsteigt, muss sich zu Beginn erneut auf eine schleppende Warteschleife einstellen, in der Angriffe mehr abgewartet als gesteuert werden. Erst wenn nach und nach neue Team-Mitglieder mit eigenen Techniken dazustossen,, blüht das System zu dem Klingenrausch auf, für den die Reihe bekannt ist. Wer das Original damals genau an dieser Stelle abgebrochen hat, sollte also wissen, worauf er sich einlässt.

Erhalten bleibt dafür auch, was Xenoblade Chronicles 2 trotz seines teils übertriebenen Fanservice getragen hat: eine emotionale, überraschend tiefgründige Erzählung, die die Kritik ausdrücklich als gealtertes, aber intaktes Epos beschreibt.

Digital sofort, physisch ab dem 1. Oktober

Die Switch-2-Edition ist digital bereits erhältlich, eine physische Fassung folgt am 1. Oktober — ein Detail, das nach den jüngsten Diskussionen um Nintendos Datenträger-Politik für Entspannung sorgen dürfte. Für alle, die ohnehin digital kaufen, positioniert sich die Erweiterung als günstigster Weg zurück in die Welt der Titanen, gerade mit Blick auf das kommende Xenoblade Genesis.

Einordnung: Das Upgrade ist kein Neubau, sondern eine sehr gezielte Politur. Wer eine grafische Neuauflage erwartet, wird enttäuscht — wer dagegen die bequemste, stabilste und in Sachen Licht auch schönste Version dieses Rollenspiels sucht, bekommt sie hier zu einem Preis, der kaum zur Diskussion steht. Die entscheidende Frage bleibt, ob die Komfortfunktionen genügen, um über die ersten zähen Stunden hinwegzuhelfen.

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WARUM DAS WICHTIG IST

Das Upgrade kostet als Erweiterungspass nur einen kleinen Betrag und richtet sich an alle, die das Epos 2017 verpasst oder abgebrochen haben. Wer sich auf das kommende Xenoblade Genesis vorbereiten will, bekommt hier die bequemste Version des zweiten Teils — muss aber wissen, dass ein echtes Remaster ausbleibt.

DAS SAGT DIE FACHPRESSE

Empfehlenswert

Die Kritik von Eurogamer.de bewertet das Switch-2-Upgrade als technisch sauber, aber optisch nicht überwältigend: Der eigentliche Wert liegt in den Quality-of-Life-Änderungen und im kompletten DLC-Paket. Die Erzählung trägt fast ein Jahrzehnt später weiterhin, der zähe Einstieg und die inkonsistente Optik bleiben laut Test jedoch bestehen.

STÄRKEN

  • +Konstante Bildrate und kurze Ladezeiten, selbst in überladenen Kämpfen
  • +Deutlich verbesserte Lichtdarstellung, Reflexionen, Lichtpartikel und HDR
  • +Clevere Komfortfunktionen: Feldfertigkeiten an allen Schwertern, schnelleres Sammeln, neues Söldnerkommando
  • +Alle DLC-Extras inklusive Torna – The Golden Country enthalten

SCHWÄCHEN

  • Hochpolierte Figuren wirken vor den älteren Landschaften zu glatt und fehl am Platz
  • Der Einstieg ins Kampfsystem bleibt schleppend
  • Kein vollwertiges Remaster — flache Texturen werden durch die höhere Auflösung sichtbarer

FÜR WEN?

Für alle, die das Epos 2017 verpasst oder abgebrochen haben und sich vor Xenoblade Genesis in bequemer Form einlesen wollen.

KAUFEMPFEHLUNG

Zum geringen Aufpreis ein klarer Griff für Rückkehrer und Neueinsteiger — wer auf ein echtes Remaster hofft, wartet vergeblich.

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