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Wardogs

Fast 500'000 Spieler in der Wardogs-Beta - trotz Call of Duty

Der 100-Spieler-Milsim von Bulkhead übertrifft im Testwochenende die Steam-Rekorde von Squad, Hell Let Loose und Arma

Republic of Pixels Redaktion25. August 2026 · 05:11 Uhr2 Min. Lesezeit
Fast 500'000 Spieler in der Wardogs-Beta - trotz Call of Duty
Bild: PC Gamer
Kurzfassung
  • Rund 500'000 Spieler nahmen laut Bulkhead an der Closed Beta von Wardogs teil
  • Am Sonntag waren über 100'000 Personen gleichzeitig auf Steam aktiv - mehr als Squad, Hell Let Loose oder Arma je erreicht haben
  • Der Test lief zeitgleich mit der Call-of-Duty-Beta und einem grossen Battlefield-6-Update
  • Der Early Access startet am 10. September, die Vorbestellung kostet 40 US-Dollar

Ein Shooter, über den bis vor Kurzem kaum jemand sprach, hat am vergangenen Wochenende Zahlen geliefert, die etablierte Genre-Grössen alt aussehen lassen: Rund 500'000 Spielerinnen und Spieler haben laut Entwickler Bulkhead die Closed Beta von Wardogs ausprobiert. Der 100-Spieler-Milsim erreichte am Sonntag über 100'000 gleichzeitige Nutzer auf Steam - mehr, als Squad, Hell Let Loose oder Arma auf dem PC je gleichzeitig verzeichnet haben.

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~500'000

Spieler nahmen insgesamt an der Closed Beta teil

100'000+

gleichzeitige Steam-Spieler am Sonntag

10. Sept.

Start des Early Access

Ein Testwochenende im denkbar härtesten Umfeld

Bemerkenswert ist nicht nur die Grössenordnung, sondern der Zeitpunkt. Die Beta lief parallel zur Testphase von Call of Duty und zu einem umfangreichen Update für Battlefield 6 - also in einer Woche, in der die Aufmerksamkeit der Shooter-Community bereits mehrfach verteilt war. Game Director Howard Philpott ordnete das Ergebnis in einem Beta-Rückblick per Video ein.

Die Reaktion der FPS-Community war der Wahnsinn - fast eine halbe Million einzelner Spieler haben in der Closed Beta vorbeigeschaut, und das in derselben Woche wie die Call-of-Duty-Beta und das riesige Battlefield-6-Update.
Howard Philpott, Game Director bei Bulkhead

Der Zugang war dabei nicht offen für alle: Spielen durfte nur, wer die Early-Access-Fassung für 40 US-Dollar vorbestellt hatte. Dass sich unter dieser Hürde trotzdem eine halbe Million Menschen versammelten, sagt einiges über das Interesse aus, das Bulkhead über das vergangene Jahr aufgebaut hat. Zuletzt knackte Wardogs auf Steam die Marke von einer Million Wunschlisten-Einträgen.

Warum sich der Milsim plötzlich verkauft

Wardogs ist weder Battle Royale noch Extraction-Shooter - profitiert aber sichtbar von deren Erfolg. Seit PUBG und Escape From Tarkov haben sich Elemente etabliert, die früher als abschreckend galten: realistische Ballistik, weitläufige Karten, ein streng begrenztes Inventar. Was einst als Spezialistenkost für Squad- und Arma-Veteranen galt, ist heute für ein deutlich breiteres Publikum lesbar. Genau diese Verschiebung im Geschmack erklärt, weshalb ein derart sperriger Shooter schon vor dem Verkaufsstart eine so grosse Zuschauerschaft besitzt.

Geld als Motor für Teamplay

Der auffälligste Kniff des Spiels ist seine Ökonomie. Jede Person besitzt ein dauerhaftes Guthaben, das über Matches hinweg bestehen bleibt. Damit werden Waffen gekauft, Ausrüstung freigeschaltet, Piloten mit Trinkgeld versorgt oder Sanitäter bestochen, damit sie einem das Leben retten. Verdient wird das Geld durch praktisch jede nützliche Handlung.

  • Gegner ausschalten
  • Teamkolleginnen und -kollegen wiederbeleben
  • Zielpunkte einnehmen
  • Andere über die Karte transportieren

Das Ergebnis ist ein System, das Zusammenarbeit nicht moralisch einfordert, sondern über Eigennutz organisiert: Wer seinem Team hilft, füllt die eigene Brieftasche. Gerade in einem Genre, in dem Kooperation sonst häufig an schweigenden Zufallsgruppen scheitert, ist das ein pragmatischer Ansatz - und einer der Gründe, weshalb die Beta so viel Gesprächsstoff erzeugt hat.

Was jetzt ansteht

Der Early Access von Wardogs startet am 10. September. Bis dahin muss Bulkhead die Erkenntnisse aus dem Testwochenende umsetzen - ein Ansturm dieser Grössenordnung ist für ein Studio dieser Kategorie zugleich Bestätigung und Belastungsprobe.

Einordnung: Die Zahlen taugen nicht für einen direkten Vergleich mit Call of Duty oder Battlefield, dafür sind die Spielarten zu unterschiedlich. Aussagekräftig sind sie trotzdem. Ein Milsim mit 100 Spielern pro Partie, komplexer Ausrüstungsverwaltung und einer eigenen Binnenwirtschaft erreicht heute Spielerzahlen, die vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären. Ob dieses Interesse den Early Access übersteht, entscheidet sich ab dem 10. September - dann zählt nicht mehr der Andrang, sondern die Serverstabilität und der Inhalt.

Warum das wichtig ist

Milsim-Shooter galten lange als Nische für Hardcore-Fans mit viel Geduld. Wardogs zeigt, dass komplexe Systeme wie realistische Ballistik und begrenztes Inventar inzwischen ein Massenpublikum finden - und dass ein kleineres Studio im selben Zeitfenster wie Call of Duty und Battlefield bestehen kann. Wer nach dem nächsten grossen Team-Shooter sucht, sollte den 10. September im Kalender haben.

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