Skyrim
Ikea baut ein Regal in Skyrim ein - und Matt Berry spricht es
Der Gratis-Mod «Kallax Storageborn» bringt eine eigene Questreihe, einen neuen Thu'um und einen Fleischbällchen-Helm

- Ikea hat mit «Kallax Storageborn» einen offiziellen Skyrim-Mod auf Bethesdas Creations-Seite veröffentlicht - gratis.
- Matt Berry spricht ein empfindungsfähiges Regal, das als Begleiter mit riesiger Traglast dient.
- Dazu gibt es eine eigene Questreihe rund um ein verlassenes Dwemer-Emporium, einen neuen Thu'um und Beute wie den Fleischbällchen-Helm und die Allenblade.
- Fachpresse wertet die Aktion als Werbung - lobt aber den ungewöhnlich hohen Aufwand.
Ikea hat einen offiziellen Mod für The Elder Scrolls V: Skyrim veröffentlicht. «Kallax Storageborn» verwandelt ein Regal in einen empfindungsfähigen Begleiter, der von Matt Berry gesprochen wird - und liefert dazu eine komplette Questreihe, einen neuen Thu'um sowie neue Beutestücke. Der Mod ist kostenlos über Bethesdas Creations-Seite erhältlich.
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0 €
kostet der Mod auf Bethesdas Creations-Seite
1
neuer Thu'um, mit dem sich das Regal jederzeit rufen lässt
2
neue Beutestücke: Fleischbällchen-Helm und Allenblade
Überladung als Startschuss
Der Einstieg ist so simpel wie treffsicher: Auslöser ist die Überladung - jener Zustand, in dem in Skyrim früher oder später jede und jeder landet, weil sich Rüstungsteile, Kochtöpfe und Drachenknochen im Inventar stapeln. Ist das Traggewicht erreicht, öffnet sich die Gelegenheit, ein verlassenes Dwemer-Emporium aufzusuchen. Dort beginnt eine Aufgabe, die laut Beschreibung «die Ursprünge eines geheimnisvollen Meisters» ergründen soll.
Am Ende der Quest wird Kallax Storageborn zusammengebaut - ein Gag, den sich ein Möbelhaus kaum entgehen lassen konnte. Der Begleiter verfügt über eine «unergründliche Lagerkapazität» und lässt sich per neu hinzugefügtem Thu'um herbeirufen, selbst wenn er nicht der aktive Begleiter ist. Das erklärte Ziel der Reise: das Chaos aufzuräumen, das im Reich der Nord und des Drachenblut herrscht.
Fleischbällchen-Helm und Allenblade
Neben Begleiter und Quest legt Ikea auch Beute nach. Wer den Mod installiert, kann sich auf folgende Inhalte einstellen:
- Kallax Storageborn als Begleiter mit enormer Lagerkapazität, gesprochen von Matt Berry
- Ein neuer Thu'um, der das Regal auf Zuruf erscheinen lässt
- Eine eigene Questreihe rund um ein verlassenes Dwemer-Emporium
- Den Fleischbällchen-Helm - eine Anspielung auf das bekannteste Gericht der Möbelhaus-Restaurants
- Die «Allenblade», deren Name auf den berüchtigten Inbusschlüssel aus jedem Ikea-Bausatz verweist
Werbung, die sich Mühe gibt
Dass es sich um eine Marketingaktion handelt, verschweigt niemand. Auffällig ist eher, wie viel Arbeit darin steckt. PC Gamer beschreibt die Quest als echten Spielinhalt - nicht auf dem Komplexitätsniveau von The Witcher 3, aber als etwas, das man tatsächlich spielen kann. Auch Matt Berry hat demnach deutlich mehr Text bekommen, als man bei einem Werbeclip in Modform erwarten würde. Kotaku nennt die Aktion aufwendig und ehrlich witzig.
Warum Ikea so viel Aufwand in einen derart albernen Mod steckt? Das kann ich nicht sagen - ausser, nun ja, hier schreibe ich gerade wohlwollend über Ikea. Oh nein, ich bin in ihre Falle getappt.
Zwischen Charme und Werbeflut
Ganz ohne Stirnrunzeln kommt die Aktion trotzdem nicht davon. GameSpot verweist auf eine Zukunft, in der Spiele und Abo-Dienste zunehmend von Werbung durchsetzt sein könnten - und räumt im selben Atemzug ein, Skyrim nun neu installieren zu wollen, um eine ausführliche Ikea-Werbung zu spielen. Genau darin liegt die Spannung dieses Falls: Der Mod ist Reklame, liefert aber Inhalte, die man sonst in der Modding-Szene sucht.
Die Bausteine stammen dabei durchgehend aus der realen Markenwelt. Kallax ist eine tatsächlich existierende Regalserie des Konzerns. Und Matt Berry, dessen Stimme dem Regal seine Persönlichkeit gibt, hat neben zahlreichen bekannteren Rollen unter anderem schon ein Movember-Voiceover für die kanadische Sportsendung Hockey Night in Canada eingesprochen.
Einordnung
Skyrim ist seit Jahren die Bühne, auf der Bethesda seine Creations-Plattform am Leben hält - und «Kallax Storageborn» zeigt, dass diese Bühne inzwischen auch für Marken interessant ist, die mit Spielen sonst nichts zu tun haben. Solange solche Aktionen kostenlos bleiben, freiwillig installiert werden und tatsächlich Spielinhalt mitbringen, dürfte der Widerstand überschaubar bleiben. Wer den Mod nicht selbst installieren, aber sehen möchte, wie das Ganze abläuft: YouTuber ESO hat einen kompletten Durchlauf gestreamt.
Der Mod ist Werbung, aber Werbung mit echtem Spielinhalt: Questreihe, Begleiter, neuer Schrei und Beute, alles kostenlos über Bethesdas offizielle Creations-Plattform. Damit rückt eine Frage in den Vordergrund, die Spielerinnen und Spieler in den nächsten Jahren häufiger beschäftigen dürfte: Wie viel Markenpräsenz in Spielen ist okay, solange sie unterhält?
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