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Peter Cullen

Peter Cullen ist tot - die Stimme, die zuerst Mario sprach

Der Optimus-Prime-Sprecher stirbt mit 85 Jahren - seine Spuren in Videospielen reichen bis zu einer Zeichentrickkatze und einem gestrichenen Blizzard-Adventure

Republic of Pixels Redaktion30. August 2026 · 08:03 Uhr2 Min. Lesezeit
Peter Cullen ist tot - die Stimme, die zuerst Mario sprach
Bild: PC Gamer
Kurzfassung
  • Peter Cullen ist im Alter von 85 Jahren gestorben, wie The Hollywood Reporter berichtet
  • Als Optimus Prime sprach er die Rolle über Jahrzehnte hinweg in Serien, Filmen und Spielen wie War for Cybertron, Fall of Cybertron und Devastation
  • Cullen war der erste Schauspieler, der Mario auf Englisch sprach - in der Anthologieserie Saturday Supercade
  • Für das 1998 von Blizzard gestrichene Warcraft Adventures: Lord of the Clans sprach er Orgrim Doomhammer

Peter Cullen ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das berichtet The Hollywood Reporter. Bekannt wurde der Sprecher vor allem als Optimus Prime, den er seit der Originalserie The Transformers verkörperte - eine Rolle, die er über Jahrzehnte hinweg in Serien, Kinofilmen und Videospielen weiterführte. Seine Verbindung zum Medium Spiel reicht allerdings deutlich weiter zurück als bis zum ersten Autobot.

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85

Jahre alt wurde Peter Cullen

1998

strich Blizzard das Adventure, in dem er Orgrim Doomhammer sprach

Das Echtheitssiegel der Transformers-Spiele

In den Videospielen der Marke war Cullen über Jahre hinweg die Konstante. Ob in den Cybertron-Titeln War for Cybertron und Fall of Cybertron oder im comichaften Transformers: Devastation - tauchte Optimus Prime auf, war klar: Das ist nicht irgendeine Besetzung, das ist der Originalsprecher. Genau dieses Gefühl beschrieb PC Gamer bereits im Test zu War for Cybertron.

Die prickelnde Nerd-Freude, den ursprünglichen Optimus-Prime-Sprecher Peter Cullen mit seinen autoritativen Dialogen zu hören.
Dan Stapleton, PC Gamer, im Test zu Transformers: War for Cybertron

Denselben Effekt hatte Cullens Stimme in den Kinofilmen, die von der Kritik deutlich zurückhaltender aufgenommen wurden als die Spiele. Die Figur funktionierte auch dort - weil man sie sofort erkannte.

Vor Optimus Prime kamen eine Katze und ein Klempner

Cullens erster Berührungspunkt mit Videospielen liegt vor den Transformers - und ist heute weitgehend vergessen. Er sprach in der Pac-Man-Zeichentrickserie, der allerersten Fernsehserie, die auf einem Videospiel basierte, das Haustier des Titelhelden: eine Katze. PC-Gamer-Autor Chris Livingston kommentierte diese Besetzung nach einer erneuten Sichtung der Serie trocken.

Was für eine Verschwendung eines erstklassigen Stimmorgans!
Chris Livingston, PC Gamer

Ein Jahr später folgte eine Rolle mit weit grösserer historischer Bedeutung: In der Anthologieserie Saturday Supercade, die Episoden zu Frogger, Pitfall und Donkey Kong versammelte, sprach Cullen Mario. Damit war er der erste Schauspieler überhaupt, der Nintendos Klempner auf Englisch eine Stimme gab - lange bevor die Figur zum globalen Maskottchen wurde.

Orgrim Doomhammer in einem Spiel, das nie erschien

Auch Blizzard-Fans haben Cullen im Ohr, ohne es unbedingt zu wissen. Für das Point-and-Click-Adventure Warcraft Adventures: Lord of the Clans sprach er den orkischen Kriegshäuptling Orgrim Doomhammer. Blizzard strich das Projekt allerdings 1998, kurz vor der Fertigstellung. Erst Jahre später tauchte eine spielbare Fassung im Netz auf - und machte Cullens Aufnahmen für die Öffentlichkeit zugänglich. Es ist eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie viel Arbeit in gestrichenen Spielen steckt, die nie ein Publikum finden.

Ein Werk weit über eine Rolle hinaus

Cullen war ein ausgesprochen vielbeschäftigter Sprecher, dessen Arbeiten sich quer durch die Pop-Kultur der vergangenen vier Jahrzehnte ziehen:

  • Venger, der Antagonist der Dungeons-&-Dragons-Zeichentrickserie
  • I-Aah aus den Winnie-Puuh-Adaptionen
  • Monterey Jack aus Chip und Chap - Die Ritter des Rechts
  • Die bedrohlichen Klicklaute des Predators
  • Auftritte in Knight Rider, Gremlins, King Kong und Crystal Crisis

Diese Bandbreite erklärt, warum Cullens Tod weit über die Transformers-Community hinaus wahrgenommen wird: Kaum jemand, der in den Achtzigern und Neunzigern Zeichentrick geschaut hat, ist seiner Stimme nicht begegnet.

Einordnung

Cullens Tod fällt in eine Häufung von Todesfällen bekannter Persönlichkeiten in den vergangenen Tagen - darunter Dolly Parton, Yayoi Kusama und Tim Curry, der Spielenden als Premier Cherdenko aus Command & Conquer: Red Alert 3 in Erinnerung ist. Für Transformers-Spiele stellt sich damit eine Frage, die andere Marken bereits kennen: Was passiert mit einer Rolle, die über vier Jahrzehnte untrennbar mit einer einzigen Stimme verbunden war? Eine Antwort darauf gibt es bislang nicht. Sicher ist nur, dass die vorhandenen Aufnahmen - von Devastation bis zu den Cybertron-Titeln - ein ungewöhnlich vollständiges Archiv dieser Stimme bilden.

Warum das wichtig ist

Cullens Stimme war für eine ganze Generation das Echtheitssiegel der Transformers-Spiele: Wo er zu hören war, stimmte etwas. Gleichzeitig zeigt sein Werdegang, wie eng Zeichentrick- und Spielegeschichte in den frühen Achtzigern verwoben waren - bis hin zu Rollen in Projekten, die nie offiziell erschienen sind.

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