NEWSPCPlayStationXboxNintendo

No Man's Sky

No Man's Sky baut den Weltraum neu - und verkauft euch die Raumstation

Das Cosmos-Update zum zehnten Jubiläum bringt eigene Stationen, Allianzen, plünderbare Wracks und einen Flug in die Sonne

Republic of Pixels Redaktion09. September 2026 · 16:03 Uhr4 Min. Lesezeit
No Man's Sky baut den Weltraum neu - und verkauft euch die Raumstation
Bild: Polygon
Kurzfassung
  • Das kostenlose Cosmos-Update (Version 7.0) erscheint zum zehnten Jubiläum von No Man's Sky und überarbeitet laut Hello Games den kompletten Weltraum.
  • Spielerinnen und Spieler können erstmals eigene Raumstationen kaufen, innen und aussen ausbauen sowie Orbitalbasen überall im All errichten - auch auf grossen Asteroiden.
  • Neu sind Space Hulks, die mit Gravity Gun und Traktorstrahl geplündert werden, dazu Asteroidengürtel, Handelsposten, Bio-Wracks und ein neuer Sternenkarten-Überblick.
  • Allianzen mit Bestenlisten, eine Expedition als spielbares Museum mit 40 Updates und ein Flug ins Zentrum des Sternsystems runden das Paket ab.

Zehn Jahre lang bestand No Man's Sky vor allem aus Landeanflügen: hinunter auf einen Planeten, Ressourcen abbauen, wieder hoch, weiterfliegen. Der Raum dazwischen war Kulisse. Genau das ändert Hello Games nun mit dem kostenlosen Cosmos-Update, Version 7.0, das zum zehnten Jubiläum des Spiels erschienen ist. Das Studio selbst spricht von einer «kompletten Überarbeitung des Weltraums» - und liefert dabei die Funktion nach, die laut eigenen Angaben seit dem Start am häufigsten gewünscht wurde: eine eigene Raumstation.

EXTERNER INHALT VON YOUTUBE

Beim Laden werden Daten an YouTube übermittelt, und YouTube kann Cookies setzen.

7.0

Versionsnummer des kostenlosen Cosmos-Updates

9. Sept.

Erscheinungstag auf allen Plattformen

40

Updates aus zehn Jahren, die die neue Expedition als spielbares Museum bündelt

Der Teil des Spiels, den niemand angefasst hat

Hello Games hat No Man's Sky seit 2016 in einem Tempo umgebaut, das in der Branche kaum Vorbilder hat. Allein in diesem Jahr kamen eine Gravity Gun hinzu, mit der sich Trümmerteile aus Wracks reissen und herumschleudern lassen, sowie ein von Pokémon inspiriertes System zum Aufziehen und Kämpfen mit Kreaturen. Was in all diesen Updates fehlte: der Weltraum selbst.

No Man's Sky wird oft als «ein Weltraumspiel» bezeichnet, das ist ein riesiger Teil unseres Spiels - aber wir haben den Weltraum seit dem Release nie wirklich überarbeitet.
Hello Games

Cosmos beginnt entsprechend beim Grundgerüst: Wer in ein System warpt, bekommt eine neue Sternenkarte mit Points of Interest, die laut Studio ganze neue Missions- und Erkundungsstränge eröffnet. Statt einer leeren Fläche zwischen Planeten und Raumstation stehen dort jetzt Ziele - Handelsposten, an denen sich mit Aliens feilschen lässt, Bio-Wracks, die man ausräumen und für sich beanspruchen kann, und Asteroidengürtel mit seltenen Kristallen.

Eigene Raumstation - innen und aussen

Das Aushängeschild des Updates ist die Stationsübernahme. Raumstationen lassen sich kaufen, bebauen, dekorieren und sowohl im Inneren als auch von aussen umgestalten. Aus dem anonymen Handelsknoten wird damit ein persönliches Hauptquartier - oder ein Treffpunkt, den Freundinnen und Freunde besuchen können.

Endlich können Spieler die Raumstation für sich selbst kaufen! Baut und dekoriert sie innen und aussen, da ist wilde Kreativität möglich. Ihr könnt eure eigene Themen-Station als Clubhaus erschaffen und Freunde zu Besuch einladen.
Hello Games

Dazu kommen Orbitalbasen, die sich buchstäblich überall im All errichten lassen - schwebende Restaurants, Militärposten, Raststätten für Frachterpiloten, während unten der Planet vorbeizieht. Manche der neuen Asteroiden sind gross genug, um darauf zu landen und eine Basis zu setzen. Solche seltenen Brocken taugen laut Studio sogar als Standort für eine vollwertige Sternenbasis.

Space Hulks: plündern, bis es knallt

Baumaterial fällt nicht vom Himmel, sondern treibt darin herum. Die neuen Space Hulks sind riesige Wracks und Ressourcenansammlungen, die mit der Gravity Gun und einem neu ans Schiff montierten Traktorstrahl auseinandergenommen werden. Der Haken: Wer zu viel Struktur zerstört, löst eine Kettenreaktion aus - der Hulk überhitzt und explodiert. Priorisieren und schnell arbeiten wird damit zur eigentlichen Spielmechanik statt gemütlichem Abbauen. Die Wracks dienen laut Studiochef Sean Murray zugleich als Schaufenster für eine neue volumetrische Lichttechnik.

Neu ist auch ein Ziel, das Fans seit Jahren fordern: der Flug ins Zentrum des eigenen Sternsystems. Die Reise zur Sonne beschreibt Hello Games ausdrücklich als gefährliches Unterfangen - ein Trip, der schiefgehen darf.

Allianzen und Bestenlisten

Der soziale Überbau heisst Allianz. Spielerinnen und Spieler können sich zusammenschliessen, gemeinsam ein Netzwerk aus Stationen aufbauen und in neuen Bestenlisten darum konkurrieren, wer das grösste, reichste oder bedeutendste Bündnis anführt. Murray spricht dabei von Grössenordnungen, die für ein Studio dieser Grösse ungewohnt sind.

Das war ein wildes Unterfangen für unser Team. So viele Dinge, von denen wir nie dachten, dass wir sie machen würden. Allianzen mit Zehntausenden Spielern, echte Communities, die zusammenarbeiten und Raumstationen für sich beanspruchen. Das ist ziemlich cool, aber es war viel Arbeit.
Sean Murray, Hello Games

Genau diese Technik hat noch einen zweiten Adressaten. Hello Games weist darauf hin, dass Cosmos auf Technologie aufbaut, die man mit dem angekündigten Light No Fire teilt: «All das ist Technik, die wir jetzt testen können.» Das Update ist damit auch ein öffentlicher Belastungstest für das nächste Spiel des Studios. Murray formuliert es so, dass Cosmos «Grundlagen für die Zukunft» schaffe.

Ein Museum aus zehn Jahren

Gerahmt wird das Ganze von einer neuen Expedition, die zehn Jahre Updategeschichte begehbar macht: 40 Erweiterungen sind darin zu einem spielbaren Museum verdichtet. Für die Entwickler war das laut eigener Aussage «eine echte Freude», einige dieser Momente noch einmal zu besuchen. Für Spielerinnen und Spieler ist es der bequemste Weg, zu sehen, wie weit das Spiel seit dem holprigen Start 2016 gekommen ist.

Cosmos ist ab sofort verfügbar und wie alle bisherigen Erweiterungen kostenlos. Unterstützt werden PC, Mac, PlayStation 4 und 5, Xbox One und Series X sowie Nintendo Switch und Switch 2.

Einordnung

Cosmos ist weniger ein Feature-Paket als eine Korrektur: Der Weltraum war der letzte grosse blinde Fleck eines Spiels, das sonst längst Basisbau, Fahrzeuge, Multiplayer, Siedlungen und Kreaturenkämpfe abdeckt. Dass Hello Games die meistgewünschte Funktion überhaupt erst nach zehn Jahren nachliefert, zeigt, wie viel Arbeit hinter Stationsbesitz und Allianzen steckt - und dass das Studio dabei gleich Technik für Light No Fire mitprüft, macht die Rechnung schlüssig. Wer No Man's Sky zuletzt vor einem oder zwei Jahren gespielt hat, findet jetzt nicht bloss neue Inhalte, sondern eine andere Spielschleife.

Warum das wichtig ist

No Man's Sky bleibt das Lehrstück dafür, wie weit ein Spiel nach einem missglückten Start noch kommen kann - und alle Inhalte gibt es weiterhin gratis für alle Plattformen. Wer das Spiel als reine Planeten-Sammelei abgehakt hatte, bekommt mit Cosmos einen völlig anderen Teil des Universums zum Spielen. Und die Technik dahinter deutet an, woran Hello Games als Nächstes arbeitet.

COMMUNITY-UMFRAGE

Was steht bei euch nach dem Cosmos-Update zuerst auf dem Flugplan?

Anonym abstimmen und sehen, was die Community denkt.

HYPE-METER

Noch keine Stimmen - gib die erste ab

QUELLEN (2)
TEILEN

Kommentare

Kommentare werden geladen …

Mehr zum Thema