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No Man's Sky wird zehn

Vom Debakel zum Vorzeigeprojekt

Zehn Jahre nach dem katastrophalen Start hat Hello Games mit 42 kostenlosen Updates aus No Man's Sky eines der grössten Comebacks der Gamingbranche gemacht

Republic of Pixels Redaktion09. August 2026 · 21:56 Uhr1 Min. Lesezeit
No Man's Sky wird zehn: Vom Debakel zum Vorzeigeprojekt
Bild: Destructoid

KURZFASSUNG

  • No Man's Sky erschien am 9. August 2016 und verlor innert eines Monats über 95 Prozent seiner Spielerschaft.
  • Die Steam-Bewertungen lagen zum Start bei rund 20 Prozent positiv, heute stehen sie bei 85 Prozent.
  • Hello Games veröffentlichte in zehn Jahren 42 grosse Updates, allesamt kostenlos.
  • Zentrale Meilensteine waren die Updates Foundation, NEXT, Beyond und Living Ship.

Am 9. August 2016 erschien No Man's Sky von Hello Games und löste einen der grössten Vertrauensbrüche in der jüngeren Gaminggeschichte aus. Zahlreiche vor dem Launch angekündigte Funktionen fehlten komplett, darunter dynamische Planetenklimazonen, realistischere Biome und die Möglichkeit, manuell zwischen Sonnensystemen zu fliegen. Zehn Jahre später, exakt am selben Datum, zieht die Redaktion von Republic of Pixels Bilanz über eine der bemerkenswertesten Wiederaufbaugeschichten der Branche.

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85%

positive Steam-Bewertungen heute, gegenüber rund 20 Prozent zum Launch

42

kostenlose grosse Updates seit Erscheinen des Spiels

95%

Spielerschwund innert des ersten Monats nach dem Start

Ein Fehlstart mit Ansage

Der Absturz nach dem Launch verlief rasant: Von über 212'000 gleichzeitigen Spielenden schrumpfte die Spielerzahl innerhalb weniger Wochen auf nur noch rund 9000. Der Negativtrend setzte sich fort, bis kaum mehr als 1000 Personen gleichzeitig aktiv waren. Hello Games zog sich vollständig aus den sozialen Netzwerken zurück, was vielerorts als Vorbote für eine Schliessung des Studios gedeutet wurde. Stattdessen konzentrierte sich das Team ohne öffentliche Kommunikation auf die Weiterentwicklung des Spiels.

Zehn Jahre kostenlose Updates

  • 2017: Foundation, Pathfinder und Atlas Rises bringen rund 20'000 Spielende zurück.
  • 2018: Das NEXT-Update markiert den eigentlichen Wendepunkt der Entwicklung.
  • Abyss und Visions folgen mit weiteren inhaltlichen Erweiterungen.
  • Beyond hebt die Spielerzahlen auf nahezu 100'000 gleichzeitige Nutzende.
  • Synthesis, Living Ship und Dutzende weitere Updates folgen bis 2026.

Einordnung

Keines der 42 Updates verlangte je einen zusätzlichen Kauf oder Mikrotransaktionen jenseits des ursprünglichen Preises. Damit hebt sich Hello Games deutlich von der sonst üblichen Praxis kostenpflichtiger Nachfolgeinhalte ab. Die Geschichte von No Man's Sky bleibt damit ein seltenes Beispiel dafür, dass ein gescheiterter Launch nicht zwingend das Ende eines Projekts bedeuten muss, sofern ein Studio bereit ist, über Jahre hinweg substanziell nachzuliefern.

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WARUM DAS WICHTIG IST

No Man's Sky gilt als Referenzbeispiel dafür, wie ein Studio durch konsequente Nacharbeit statt PR-Rückzug das Vertrauen einer Spielerschaft zurückgewinnen kann. Für Gamer:innen ist die Geschichte auch eine Mahnung, wie stark Vorab-Hype und tatsächliches Produkt auseinanderklaffen können.

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