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Call of Duty: Modern Warfare 4

Modern Warfare 4 dreht die Schritte leiser - schon nach Tag 1

Infinity Ward reagiert mit dem ersten Beta-Patch auf Kritik an Audio und Time-to-Kill und schaltet nebenbei das Map-Voting frei

Republic of Pixels Redaktion22. August 2026 · 20:55 Uhr3 Min. Lesezeit
Modern Warfare 4 dreht die Schritte leiser - schon nach Tag 1
Bild: Eurogamer
Kurzfassung
  • Das erste Beta-Update für Call of Duty: Modern Warfare 4 reduziert Lautstärke und Hörreichweite gegnerischer Schritt- und Ausrüstungsgeräusche.
  • ISO Nightshade und Oris 8.6 verlieren Schadensreichweite und Kopfschuss-Multiplikator, Frangible Rounds verlangsamen 26,8 Prozent kürzer.
  • Mit der neuen Karte Cachette umfasst der Pool vier Maps - damit ist auch das Map-Voting aktiv, dazu kommt der Modus Inflation.
  • Offen bleiben ein deaktiviertes Join in Progress auf Kill Block und FPS-Einbrüche beim Kochen bestimmter Wurfgeschosse.

Kaum einen Tag nach dem Start der Early-Access-Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 hat Infinity Ward den ersten richtigen Patch ausgerollt. Er greift genau die Punkte auf, die am Eröffnungstag die Diskussionen bestimmt haben: das überdeutliche Schritt-Audio, die Time-to-Kill einiger Waffen und das fehlende Map-Voting. Dazu kommen eine neue Karte, ein neuer Modus und eine lange Liste an Fehlerbehebungen.

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4 Karten

umfasst der Beta-Pool jetzt - genug, um das Map-Voting zu aktivieren

26,8 %

kürzer wirkt der Verlangsamungseffekt der Frangible Rounds

23. Okt.

erscheint Modern Warfare 4 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC

Schritte, die nicht mehr durch die halbe Karte hallen

Der grösste Aufreger des ersten Tages war die Akustik: Gegnerische Schritte waren selbst über weite Distanzen glasklar zu orten, was defensives Spiel belohnte und den Ninja-Perk faktisch zur Pflichtwahl machte. Infinity Ward hat nun sowohl die Lautstärke als auch die Distanz reduziert, auf der Schritt- und Ausrüstungsgeräusche von Gegnern hörbar sind. Das erklärte Ziel des Studios: Bewegungsgeräusche sollen warnen, wenn sich jemand nähert, aber keine exakte Position über die halbe Karte hinweg verraten.

Wir haben euch beim Thema Schrittlautstärke laut und deutlich gehört, deshalb haben wir das für heute nach unten angepasst.
Infinity Ward, offizielle Patch Notes

Zwei Waffen und ein Munitionstyp verlieren Biss

Auch beim Waffen-Balancing räumt das Studio Nachholbedarf ein und hat die Tödlichkeit zweier Ausreisser gesenkt. Die Anpassungen im Überblick:

  • ISO Nightshade (SMG): geringere effektive Schadensreichweite über nahezu alle Distanzen, Kopfschuss-Multiplikator von 1,4x auf 1,3x
  • Oris 8.6 (Marksman Rifle): reduzierte maximale Schadensreichweite, Kopfschuss-Multiplikator von 1,7x auf 1,6x
  • Frangible Rounds: Verlangsamung hält 26,8 Prozent kürzer an, die Stärke des Effekts sinkt um 21,4 Prozent
Wir verfolgen die Diskussion und stimmen zu, dass die Time-to-Kill noch nicht ganz stimmt, deshalb haben wir zunächst die Tödlichkeit einiger unserer Waffen reduziert.
Infinity Ward, offizielle Patch Notes

Das Waffenteam betont, dass es sich um erste Schritte handelt: Man beobachte Feedback und Daten weiter, weitere Änderungen im Verlauf der Beta seien wahrscheinlich.

Cachette bringt das Map-Voting zurück

Auf der Inhaltsseite stösst die Multiplayer-Karte Cachette zur Rotation. Sie ist mehr als nur ein neuer Schauplatz: Erst mit vier Karten im Pool funktioniert nach Angaben des Studios das klassische Map-Voting sinnvoll - entsprechend ist die Lobby-Abstimmung ab sofort aktiv. Ebenfalls neu ist der Modus Inflation, in dem Spielerinnen und Spieler durch Eliminierungen Bargeld sammeln und es HVT-Operatoren abnehmen. Wer am meisten besitzt, wird selbst als hochwertiges Ziel markiert und zum Gejagten der gesamten Lobby; wer die Verlängerung übersteht, kassiert höhere Multiplikatoren. Auf Transit 213 wurden zudem die dunklen Schattenbereiche aufgehellt und die Farbbalance für bessere Sichtbarkeit angepasst.

Viele Bugfixes - und zwei Baustellen, die bleiben

Der Changelog listet unter anderem Korrekturen für den nicht abschliessbaren Mobility Course, Fehler beim Wechseln oder erneuten Verbinden von Controllern, Probleme im Waffenschmied ohne gültig ausgewählte Waffe, eine Endlos-Animation von Party-Mitgliedern in der Lobby, undurchsichtige Vergrösserungsvisiere beim Zielen sowie Verbindungsabbrüche durch Seeker Drones. Auch Schrittgeräusche, die auf trockenem Boden fälschlich nach nasser Oberfläche klangen, gehören der Vergangenheit an. Tägliche Herausforderungen lassen sich jetzt neu würfeln. Offen bleiben dagegen zwei Punkte: Auf Kill Block ist das Beitreten in laufende Partien wegen eines Fehlers beim Rundenübergang vorübergehend deaktiviert, und das Kochen bestimmter Wurfgeschosse kann weiterhin zu FPS-Einbrüchen führen. Am PC arbeitet Infinity Ward zudem an klareren Fehlermeldungen und einem besseren Secure Attestation Wizard - jenem Werkzeug, das Zugangsprobleme nicht nur diagnostiziert, sondern auch beheben soll.

Einordnung

Schon vor dem Beta-Start hatte Infinity Ward mit einem eigenen Blogeintrag auf das Shader-Kompilierungs-Stottern am PC reagiert - ein Problem, das in der Branche so verbreitet ist, dass dessen Fehlen auffällt. Der jetzige Patch setzt diese Linie fort: schnelle, klar kommunizierte Korrekturen statt Schweigen. Wer am PC einsteigen will, braucht weiterhin aktiviertes TPM 2.0 und Secure Boot. Die Early-Access-Phase läuft noch bis zum 25. August für Vorbestellerinnen und Vorbesteller, danach folgt vom 28. August bis 1. September die für alle offene Beta, zu der auch die Switch 2 dazustösst. Genug Zeit also, um zu prüfen, ob die neuen Werte für Audio und Time-to-Kill tatsächlich in die richtige Richtung zeigen. Der Release ist für den 23. Oktober 2026 angesetzt.

Warum das wichtig ist

Betas entscheiden mittlerweile mit darüber, wie sich ein Shooter zum Release anfühlt - und Infinity Ward zeigt hier, wie schnell das Studio auf Kritik reagiert. Wer beim offenen Beta-Wochenende einsteigt, trifft auf ein spürbar anderes Audio- und Waffen-Balancing als die Vorbesteller am ersten Tag.

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