Call of Duty: Modern Warfare 4
Call of Duty kehrt zu Nintendo zurück - doch die Auflösung schmerzt
Activision nennt Digital Legends als Partnerstudio für die Switch-2-Fassung von Modern Warfare 4, während die ersten Hands-ons ein zwiespältiges Bild zeichnen

- Activision bestätigt: Digital Legends entwickelt die native Switch-2-Version von Modern Warfare 4 gemeinsam mit Infinity Ward
- Das spanische Studio wurde 2021 von Activision übernommen und arbeitete zuvor an Black Ops 6, Black Ops 7 und Warzone
- Erste Hands-ons loben Performance und Netcode, kritisieren aber Auflösung und Sichtweite im Docked-Modus
- Offene Beta auf Switch 2 am 28. August 2026, Release am 23. Oktober 2026 zeitgleich mit allen anderen Plattformen
Activision hat bekanntgegeben, wer Infinity Ward bei der Switch-2-Fassung von Call of Duty: Modern Warfare 4 unterstützt: Das spanische Studio Digital Legends verantwortet die native Umsetzung für Nintendos neue Hardware. Parallel dazu sind die ersten Eindrücke ausgewählter Creator und Redaktionen erschienen - und die zeichnen ein Bild, das je nach Prioritäten sehr unterschiedlich ausfällt.
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13 Jahre
lag das letzte Call of Duty auf Nintendo-Hardware zurück
28. Aug.
startet die offene Beta auf Switch 2
23. Okt.
erscheint das Hauptspiel - zeitgleich auf allen Plattformen
Vom Mobile-Studio zum Call-of-Duty-Zulieferer
Digital Legends wurde 2001 gegründet und machte sich zunächst als Entwickler für mobile Plattformen einen Namen. 2021 übernahm Activision das Studio und setzte es seither bei mehreren Serienablegern ein, darunter Black Ops 6, Black Ops 7 und Warzone. Die Switch-2-Version von Modern Warfare 4 ist damit kein isoliertes Auftragsprojekt, sondern die Fortsetzung einer inzwischen mehrjährigen Zusammenarbeit.
Wir sprengen erneut Grenzen! Infinity Ward entwickelt in Partnerschaft mit Digital Legends Call of Duty: Modern Warfare 4 nativ für Nintendo Switch 2 und bringt die MW-Reihe erstmals seit über einem Jahrzehnt zurück zu Nintendo-Spielerinnen und -Spielern. Mehr dazu später in diesem Sommer!
Die ersten Hands-ons: starke Bildrate, schwache Schärfe
Der YouTube-Kanal BoTalksGames veröffentlichte 14 Minuten Gameplay im Docked-Modus und fasst die Umsetzung als beeindruckenden Port zusammen. Perfekt sei sie nicht: Auflösung und Sichtweite müssten Federn lassen - ein Opfer, das sich aus Sicht des Kanals aber für eine solide Bildrate lohne. Nintendo World Report kommt zu einer ähnlichen Diagnose und spricht von einer sehr niedrigen Auflösung im Docked-Betrieb, während die angepeilten 60 Bilder pro Sekunde grösstenteils gehalten würden. Ladezeiten und Netcode seien in den Testpartien unauffällig gewesen.
Deutlicher fällt die Kritik bei Switch Force aus, wo Performance und Optik klar auseinanderfallen:
Es läuft wirklich gut. Ich finde, das ist ein durchschlagender Erfolg. Damit habe ich angefangen, weil ich glaube, dass das hier die eigentliche Geschichte ist - aber es gibt noch eine zweite Geschichte … CoD 4 läuft grossartig auf der Switch 2. CoD 4 sieht auf der Switch 2 ziemlich mies aus, und das hat mein Erlebnis beeinträchtigt.
Spawn Wave, der die Reihe seit Jahren auf Xbox spielt, beschreibt den Wechsel als zunächst irritierend, verweist aber darauf, dass es sich um einen älteren Beta-Build handle, der nicht zwingend das fertige Produkt abbilde. Sein Fazit fällt vorsichtig optimistisch aus:
Nicht alle werden so empfindlich auf Bildrate oder Auflösung reagieren wie ich oder andere. Wer weiss - vielleicht räumen sie die Optik bis zum finalen Release noch auf und stabilisieren die Bildrate weiter. Wenn das passiert, könnte ich mir das tatsächlich als die primäre Art oder Plattform vorstellen, auf der Leute Call of Duty spielen … vor allem im Handheld-Modus.
Felipe 'Necro' Lima, Chefredaktor von Universo Nintendo, hebt zwei praktische Details hervor: Der Maus-Modus der Joy-Con 2 funktioniere gut, und das Spiel biete die Wahl zwischen hochwertigeren Texturen auf Abruf und einer dynamischeren Variante, die weniger Speicherplatz und Bandbreite beanspruche. Die technische Bibel der Spielebranche sei Modern Warfare 4 auf Switch 2 nicht, für eine Beta aber akzeptabel - und beeinträchtige das Spielerlebnis nicht.
Was die offene Beta bietet
- Start der offenen Beta auf Switch 2: 28. August 2026
- Enthalten ist die Kampagnenmission «Entrenched»
- Dazu kommt der Multiplayer inklusive Crossplay-Unterstützung
- Das Hauptspiel erscheint am 23. Oktober 2026 - am selben Tag wie auf allen anderen Plattformen
Einordnung
Bemerkenswert an dieser Rückkehr ist weniger die Optik als die Gleichzeitigkeit: Nintendo-Hardware bekommt einen nativen Ableger ohne verspäteten Nachreich-Termin und ohne Cloud-Krücke. Dass die Auflösung dafür sichtbar leidet, ist der Preis - ob er zu hoch ist, entscheidet sich für viele erst am 28. August am eigenen Bildschirm. Die Beta-Builds sind laut den Testenden nicht final, weshalb Urteile über die Bildqualität bis zum Release unter Vorbehalt stehen.
Zum ersten Mal seit 13 Jahren erscheint wieder ein Call of Duty auf Nintendo-Hardware - und zwar nativ, mit Crossplay und ohne Verspätung gegenüber PlayStation und Xbox. Für Switch-2-Besitzer:innen entscheidet sich damit, ob Nintendos Handheld als ernsthafte Plattform für grosse Multiplayer-Shooter taugt oder ob die technischen Abstriche zu deutlich ausfallen.
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