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GTA 6

Take-Two-Chef schliesst spätere Disc-Version nicht aus

Strauss Zelnick verweist auf den digitalen Wandel und dementiert, dass Leak-Sorgen oder Sonys Disc-Ausstieg die Entscheidung gegen einen Datenträger beeinflusst hätten

Republic of Pixels Redaktion07. August 2026 · 21:02 Uhr2 Min. Lesezeit
GTA 6: Take-Two-Chef schliesst spätere Disc-Version nicht aus
Bild: IGN

KURZFASSUNG

  • Take-Two-CEO Strauss Zelnick will eine spätere Disc-Version von GTA 6 nicht kategorisch ausschliessen.
  • Über 90 Prozent der Take-Two-Verkäufe laufen mittlerweile digital.
  • Zelnick bestreitet, dass Leak-Prävention oder eine Absprache mit Sony die Disc-Entscheidung beeinflusst haben.
  • GTA 6 erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S, die Box-Version enthält nur einen Download-Code.

Take-Two-Chef Strauss Zelnick hat in einem Interview mit IGN eine spätere Disc-Version von GTA 6 nicht ausgeschlossen. Rockstar Games hatte im Juni bekanntgegeben, dass die Box-Fassung des Open-World-Titels zum Launch am 19. November ohne physischen Datenträger ausgeliefert wird und lediglich einen Download-Code enthält. Auf die direkte Frage, ob eine Disc-Version zu einem späteren Zeitpunkt vollständig ausgeschlossen sei, antwortete Zelnick ausweichend.

Ich würde in dieser Phase nichts ausschliessen. Was wir bisher angekündigt haben, ist das, was wir im Moment tun, aber wir sind immer offen für Neues.
Strauss Zelnick, CEO Take-Two Interactive, gegenüber IGN

Digitaler Wandel als Hauptargument

Zelnick begründete den Verzicht auf eine Disc zum Launch mit dem fortschreitenden digitalen Wandel in der Branche. Laut seinen Angaben laufen mittlerweile über 90 Prozent der Take-Two-Verkäufe digital ab. Da Spielerinnen und Spieler heute ohnehin durchgehend mit dem Internet verbunden seien, gehe es letztlich nur darum, den effizientesten Weg zu finden, ein Spiel in die Hände der Kundschaft zu bringen. Auf die Frage, ob er sich eine Zukunft ganz ohne physische Discs vorstellen könne, bejahte Zelnick dies, wollte sich aber nicht auf einen Zeitpunkt festlegen. Er zog dabei einen Vergleich zur Musikindustrie, in der Vinyl-Schallplatten trotz des digitalen Wandels in kleinen Mengen weiterhin existieren.

Kein Zusammenhang mit Leaks oder Sony

Nach der Ankündigung des Disc-Verzichts war spekuliert worden, Rockstar wolle damit vor allem Leaks im Vorfeld des Launches verhindern, da physische Datenträger bereits Wochen vor dem Release durch globale Lieferketten transportiert werden. Auf die direkte Frage, ob Leak-Bedenken bei der Entscheidung eine Rolle gespielt hätten, antwortete Zelnick knapp mit „Nein“. Ebenso wies er Spekulationen zurück, wonach die Entscheidung mit Sonys Ankündigung abgestimmt worden sei, ab 2028 keine physischen PlayStation-Spiele mehr zu produzieren. Take-Two habe eigenständig gehandelt, um das aus eigener Sicht Richtige für das Projekt zu tun. Finanzielle Nachteile durch den fehlenden Datenträger erwartet er nicht.

Die Aussagen fallen in eine Phase anhaltender Kritik an der Abkehr von physischen Medien in der Branche. Sonys Entscheidung zum Disc-Ausstieg hatte zuvor Petitionen, Boykottaufrufe und scharfe Kritik von Branchenverbänden wie der britischen ERA ausgelöst. Zahlenmaterial von Sony und dem Marktforscher Circana untermauert allerdings den Trend: Der Digitalanteil bei PlayStation-Software liegt bei rund 82 Prozent, physische Verkäufe spielen bei den meisten Neuerscheinungen kaum noch eine Rolle. Zelnicks vage Formulierung lässt dennoch Raum für Interpretationen, ob GTA 6 langfristig doch noch auf Disc erscheinen könnte.

WARUM DAS WICHTIG IST

Die Aussagen zeigen, dass die Debatte um physische Spielekopien noch nicht endgültig entschieden ist, obwohl grosse Publisher wie Take-Two und Sony klar auf digitale Vertriebswege setzen. Für Sammler:innen und Verfechter physischer Medien bleibt damit eine kleine Hintertür offen, auch wenn Take-Two selbst keine konkreten Pläne nennt.

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