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GTA 6

Ein Knopfdruck reicht nicht mehr - Autoklau braucht Werkzeug

Rockstar-Co-Studiochef Rob Nelson erklärt, warum geparkte Wagen in Leonida erst mit Story-Fortschritt und Spezialwerkzeug aufgehen

Republic of Pixels Redaktion28. August 2026 · 10:03 Uhr3 Min. Lesezeit
GTA 6: Ein Knopfdruck reicht nicht mehr - Autoklau braucht Werkzeug
Bild: GameSpot
Kurzfassung
  • Fahrzeuge in GTA 6 sind in Kategorien unterteilt: Manche geparkten Autos lassen sich erst mit Story-Fortschritt und Spezialwerkzeugen knacken.
  • Fahrende Wagen könnt ihr weiterhin jederzeit per Carjacking übernehmen.
  • Die Smartphone-App «Waink» scannt Autos auf Schloss, Alarm und GPS-Tracker und zeigt den Wert beim Hehler sowie die Kosten für eine eigene Zulassung.
  • Schmalere Strassen, dichter Verkehr und ein GPS-Trackingsystem bei Luxusautos machen die Flucht anspruchsvoller - ab drei Sternen ist der Weg zu Fuss oft die bessere Wahl.

Die namensgebende Kernmechanik von Grand Theft Auto bekommt in Teil 6 ein deutlich komplexeres Fundament. Rob Nelson, Co-Studioleiter bei Rockstar North, hat gegenüber IGN erklärt, dass Fahrzeuge in Leonida in Kategorien eingeteilt sind - und dass ein einzelner Knopfdruck nicht mehr genügt, um jeden geparkten Wagen zu übernehmen. Das Interview erschien parallel zum grossen Netflix-Showcase rund um GTA 6 und stützt sich auf eine ausführliche Hands-off-Präsentation hinter verschlossenen Türen.

3 Sterne

Ab dieser Fahndungsstufe entkommt ihr in der Stadt auf vier Rädern nur noch schwer

Werkzeuge statt Kurzschliessen

Bisher galt: Scheibe einschlagen, Dreieck drücken, davonbrettern. Genau dieses Muster hat Rockstar aufgebrochen. Welche geparkten Autos ihr knacken könnt, hängt künftig davon ab, wie weit ihr in der Hauptstory seid und welche Spezialwerkzeuge ihr freigeschaltet habt. Ein Wagen verlangt laut Nelson etwa einen Key-Cloner, beim nächsten reicht ein einfacher Frisierhaken. Wichtig für alle, die Sorge um das gewohnte Chaos haben: Einem Fahrer sein Fahrzeug an der Ampel abzunehmen, funktioniert weiterhin jederzeit und ohne Voraussetzungen.

Früher habt ihr einfach die Dreieck-Taste gedrückt, euer Charakter hat den Wagen kurzgeschlossen und ihr seid davongebraust. Damit haben wir spielerisch viel Potenzial verschenkt - besonders was den Spielfortschritt und eure Entscheidungsfreiheit angeht.
Rob Nelson, Co-Studioleiter Rockstar North, gegenüber IGN

Der Effekt ist gewollt: Fahrzeuge bekommen dadurch mehr Bedeutung, und ihr müsst laut Nelson vorausschauender handeln, statt spontan das nächstbeste Auto zu nehmen.

Die Scanner-App «Waink» plant den Raubzug mit

Damit die neue Komplexität nicht zum Ratespiel wird, haben Jason und Lucia eine Scanner-App auf ihren Smartphones. Sie hört auf den Namen «Waink» und liefert vor dem Diebstahl die entscheidenden Informationen.

  • Ist das Fahrzeug abgeschlossen, hat es eine Alarmanlage oder einen GPS-Tracker?
  • Wie viel bringt der Wagen beim Pay 'n' Spray oder beim Spezialhehler?
  • Was kostet es, das Auto auf euch selbst zuzulassen?
  • Welches Werkzeug braucht ihr überhaupt - Key-Cloner oder Frisierhaken?
So bringen wir viele unterhaltsame Werkzeuge und Mechaniken ins Spiel, wo früher einfache Standard-Aktionen reichten.
Rob Nelson, Co-Studioleiter Rockstar North, gegenüber IGN

Schmalere Strassen - und die Flucht zu Fuss

Auch das Fahren selbst wird fordernder. Die Strassen sind laut Nelson schmaler und realistischer skaliert, dazu kommt dichter Verkehr: Beides verlange echtes Fahrkönnen. Wer sich an einem Luxusschlitten vergreift, hat es zusätzlich mit einem modernen GPS-Trackingsystem zu tun und muss sehr schnell verschwinden, um Ortung und Polizei abzuschütteln. Doch schnelle Autos sind nicht immer die Lösung. In den dicht bebauten Bezirken von Leonida kommt ihr zu Fuss teilweise schneller voran - Rockstar hat nach eigener Aussage viel Arbeit in die Fortbewegung gesteckt, damit Aussteigen, Rennen und Klettern flüssig ineinandergreifen.

Habt ihr erst einmal drei Fahndungssterne in der Stadt, entkommt ihr auf vier Rädern nur schwer - es sei denn, ihr sitzt im Supersportwagen oder auf einer Rennmaschine. Oft fahrt ihr am besten, wenn ihr die Strasse verlasst und zu Fuss in den Gassen abtaucht.
Rob Nelson, Co-Studioleiter Rockstar North, gegenüber IGN

Das greift in das überarbeitete Fahndungssystem samt kriminellem Profil ein. Wenn die Polizei hinter euch her ist, könnt ihr euch zudem aufteilen - ein Punkt, der wiederum am Beziehungssystem zwischen Jason und Lucia hängt, das in GTA 6 eine zentrale Rolle spielen soll.

Einordnung: GTA rückt näher an Red Dead Redemption 2

Der Autodiebstahl ist nur ein Baustein einer grösseren Kurskorrektur. Tanken, Essen, Training für die Fitness, RPG-Werte für Gewicht und Gesundheit, dazu Beziehungsmechanik und Kriminalprofil: Rockstar überträgt die Detailversessenheit von Red Dead Redemption 2 auf die Grossstadt - ein Ansatz, der 2018 die Geister schied. Für die einen ist das die logische Weiterentwicklung, für die anderen der Verlust jener Leichtigkeit, mit der man GTA nach Feierabend einfach anwerfen konnte. Nelson selbst sagt, man wolle Bekanntes weiterentwickeln und Neues wagen, ohne dass sich das Spiel fremd anfühlt: «Auch mit den neuen Systemen bleibt es durch und durch ein echtes Grand Theft Auto.» Wie gut das aufgeht, lässt sich seriös erst am fertigen Spiel beurteilen - die Details stammen bislang aus einer Präsentation ohne eigene Hands-on-Zeit. Für die PC-Fassung gibt es weiterhin keinen Termin.

Warum das wichtig ist

Autos klauen und wegfahren ist die Kernschleife jedes GTA - und genau die baut Rockstar für Teil 6 um. Wer die Reihe bisher als unkompliziertes Pick-up-and-Play-Erlebnis geschätzt hat, muss sich auf Werkzeuge, Vorbereitung und Fluchtplanung einstellen. Das rückt GTA 6 spürbar näher an den Detailgrad von Red Dead Redemption 2, der die Community damals gespalten hat.

COMMUNITY-UMFRAGE

Werkzeuge, Tracker, Scanner-App: Macht der neue Autodiebstahl GTA 6 besser?

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