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Diebstahl auf der Gamescom - ein Solo-Dev steht vor dem Nichts

Ryan Laley wollte in Köln sein Horrorspiel Mimic zeigen, doch über Nacht verschwand die komplette Ausrüstung von seinem Stand

Republic of Pixels Redaktion28. August 2026 · 16:06 Uhr2 Min. Lesezeit
Diebstahl auf der Gamescom - ein Solo-Dev steht vor dem Nichts
Bild: Insider Gaming
Kurzfassung
  • Indie-Entwickler Ryan Laley wurde an seinem Gamescom-Stand im Businessbereich bestohlen
  • Der Diebstahl geschah zwischen Donnerstagnacht und Freitagmorgen, Anzeigen wurden erstattet
  • Laut Insider Gaming sind mindestens acht Laptops verschwunden - auch andere Stände waren betroffen
  • Laleys Horrorspiel Mimic ist ein asymmetrischer Online-Survival-Horror für bis zu zehn Spielende

Für Ryan Laley endete die Gamescom 2026 früher als geplant - und nicht freiwillig. Der unabhängige Entwickler zeigte sein Horrorspiel Mimic an einem Stand im Businessbereich der Kölner Messe. Zwischen Donnerstagnacht und Freitagmorgen war die dort deponierte Ausrüstung verschwunden. Laley erstattete Anzeige und machte den Vorfall anschliessend öffentlich.

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8 Laptops

sollen laut Insider Gaming insgesamt entwendet worden sein

400'000+

Menschen besuchen die Gamescom nach Angaben des Berichts

Nicht nur ein Stand betroffen

Nach Laleys Schilderung blieb es nicht bei seinem Arbeitsplatz: Auch andere Aussteller in der Nachbarschaft hätten Geräte verloren. Insider Gaming geht davon aus, dass insgesamt mindestens acht Laptops entwendet wurden. Damit deutet vieles auf einen gezielten Zugriff hin und nicht auf einen Gelegenheitsdiebstahl an einem einzelnen Tisch. Die Redaktion von Insider Gaming hat die Gamescom-Organisation um eine Stellungnahme gebeten; eine Antwort lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Es wurde letzte Nacht ausgeräumt. Nicht nur bei mir, auch bei anderen. Alle unsere Laptops sind gestohlen worden. Ich weiss nicht. Als Indie-Solo-Entwickler ist dieser Kram teuer und schwer allein zu stemmen. Und dass so etwas passiert, ist mehr als frustrierend. Es ist herzzerreissend.
Ryan Laley, Entwickler von Mimic

Warum das einen Soloentwickler härter trifft

Grosse Studios ersetzen Messehardware aus dem Budget, ein Ein-Personen-Projekt nicht. Laley beschrieb den Verlust als schweren Schlag - finanziell wie mental - und kündigte an, aus dem Rest der Woche zu machen, was noch möglich ist. Ein Gamescom-Auftritt im Businessbereich dient vor allem Terminen mit Publishern, Plattformbetreibern und Presse. Fällt die Vorführtechnik weg, fallen faktisch auch diese Gespräche aus.

  • Anzeigen bei der Polizei sind laut Laley erstattet
  • Der Entwickler spricht von einem massiven finanziellen und psychischen Schaden
  • Die Messe ist für ihn vorzeitig beendet, er will die verbleibenden Tage improvisieren
  • Eine offizielle Reaktion der Gamescom-Veranstalter steht bislang aus

Das steckt hinter Mimic

Mimic ist ein asymmetrischer Online-Survival-Horror für bis zu zehn Personen. Die Gruppe erfüllt Aufgaben und versucht, einem jagenden Killer-Androiden zu entkommen. Gleichzeitig verbirgt sich unter den Mitspielenden der Mimic - ein gestaltwandelndes Wesen, das aus dem Schatten heraus selbst zur Jägerin oder zum Jäger wird. Genau dieses Konzept sollte in Köln erstmals einem Fachpublikum präsentiert werden.

Einordnung

Die Gamescom lebt vom offenen Charakter ihrer Hallen: Hunderttausende Menschen, Hunderte Stände, viel Vertrauen. Genau das macht kleine Aussteller verwundbar, die ihre Technik nach Messeschluss zurücklassen müssen. Wie viel Arbeitsstand tatsächlich verloren ging und ob es Backups gibt, ist bislang nicht bekannt. Klar ist nur: Das Team hinter Mimic besteht aus einer Person - und die hat gerade ihre Werkzeuge verloren.

Warum das wichtig ist

Für ein Soloprojekt ist ein Gamescom-Stand oft die teuerste Investition des Jahres - und die einzige Chance auf Sichtbarkeit zwischen den grossen Publishern. Wenn dort Hardware und womöglich Arbeitsstände verschwinden, trifft das nicht nur eine Person, sondern verzögert ein Spiel, auf das eine Community wartet.

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