NEWSPCPlayStationXboxNintendo

Diablo

«Diablo ist erst der Anfang» - Blizzard-Serie kommt zu Netflix

Johanna Faries kündigt zur BlizzCon 2026 eine Animationsserie an und stellt weitere Adaptionen für Overwatch und Warcraft in Aussicht

Republic of Pixels Redaktion13. September 2026 · 08:03 Uhr3 Min. Lesezeit
«Diablo ist erst der Anfang» - Blizzard-Serie kommt zu Netflix
Bild: Insider Gaming
Kurzfassung
  • Blizzard entwickelt gemeinsam mit Netflix eine animierte Diablo-Serie - angekündigt zur Eröffnung der BlizzCon 2026.
  • Es gab weder Bildmaterial noch einen Starttermin; Blizzard-Präsidentin Johanna Faries sprach von einem Projekt in Entwicklung.
  • Zu Overwatch, Warcraft und weiteren Marken laufen laut Faries bereits Gespräche über ähnliche Transmedia-Projekte.
  • Parallel kündigte Blizzard auf der Messe Diablo 5 für Frühjahr 2029 und einen offenen StarCraft-Shooter für 2030 an.

Blizzard bringt Diablo ins Streaming: Zur Eröffnung der BlizzCon 2026 hat Blizzard-Präsidentin Johanna Faries bestätigt, dass eine animierte Serie zur Dämonenjagd-Reihe gemeinsam mit Netflix in Entwicklung ist. Gezeigt wurde dabei nichts - kein Teaser, kein Bildmaterial, kein Starttermin. Stattdessen setzte Faries den Fokus auf das grössere Bild: Die Partnerschaft mit Netflix soll über Diablo hinausgehen.

EXTERNER INHALT VON YOUTUBE

Beim Laden werden Daten an YouTube übermittelt, und YouTube kann Cookies setzen.

Frühjahr 2029

Release-Fenster für das ebenfalls angekündigte Diablo 5

2030

Erscheinungsjahr des neuen offenen StarCraft-Shooters

Platz 2

Rang der Fallout-Serie unter Amazons erfolgreichsten Shows laut Xbox-Chefin Asha Sharma

Eine Ankündigung, die bewusst vage bleibt

Mehr als die blosse Existenz des Projekts gab Blizzard nicht preis. In der offiziellen Formulierung heisst es lediglich, man befinde sich mit Netflix in der Entwicklung einer neuen Animationsserie zu Diablo. Weder Studio noch Format, Episodenzahl oder zeitliche Einordnung innerhalb der Spielreihe wurden genannt. Faries machte im Anschluss deutlich, dass sie gern mehr erzählt hätte.

Ich habe gebettelt und gefleht, mehr teilen zu dürfen, aber ich kann die Bohnen noch nicht verschütten. Ich verspreche euch: Sobald wir können, liefern wir mehr Details.
Johanna Faries, Präsidentin von Blizzard Entertainment

Overwatch und Warcraft: Gespräche laufen bereits

Der eigentliche Nachrichtenwert steckt im Nachsatz. Laut Faries laufen zu Overwatch, Warcraft und weiteren Marken bereits «grossartige Gespräche» über vergleichbare Transmedia-Projekte. «Diablo ist, das verspreche ich, erst der Anfang», sagte sie auf der Bühne. Konkrete Zusagen gab es dafür nicht - ob eines dieser Vorhaben tatsächlich in Produktion ist, liess Blizzard offen. Eingebettet war die Ankündigung in eine Argumentation, die das Studio seit Jahren mit sich herumträgt: Man heisse schliesslich Blizzard Entertainment, nicht Blizzard Games.

Für die Spieler:innen selbst blieb die BlizzCon nicht bei Serienplänen stehen. Auf derselben Bühne kündigte Blizzard Diablo 5 für das Frühjahr 2029 an - inklusive erster Handlungsdetails zu einer Welt ohne Helden - sowie einen lange gerüchteweise gehandelten StarCraft-Shooter, der 2030 erscheinen und von Ex-Far-Cry-Chef Dan Hay verantwortet wird.

Microsoft treibt die Verfilmung der eigenen Marken voran

Die Netflix-Partnerschaft fällt in eine Phase, in der Mutterkonzern Microsoft seine Spielemarken systematisch in Film und Fernsehen bringt. Nach dem kommerziellen Erfolg von «A Minecraft Movie» und der Fallout-Serie arbeitet laut Entertainment Weekly ein Realfilm zu Sea of Thieves. Xbox-Chefin Asha Sharma ordnete die Strategie zuletzt so ein:

Ihr werdet uns nicht dabei sehen, wie wir versuchen, der grösste lineare Anbieter der Welt zu werden. Aber grossartige Spiele sind Kultur, und Kultur ist Unterhaltung. Wir haben die Nummer zwei aller Zeiten bei Amazon (Fallout), Minecraft war 2025 unter den Top 5, Call of Duty ist grösser als das Marvel Cinematic Universe. Es gibt mehr Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns als je zuvor.
Asha Sharma, CEO von Xbox

Netflix sammelt Spielemarken - in beide Richtungen

  • Netflix hat bereits Adaptionen zu Devil May Cry, Tomb Raider, League of Legends, Cyberpunk 2077 und Sonic the Hedgehog im Katalog.
  • Bei anderen Anbietern sind Projekte zu Tomb Raider, Far Cry, God of War und Life Is Strange in Arbeit.
  • Im Kino liefen zuletzt Adaptionen zu Super Mario Bros. und Minecraft, ein Zelda-Film ist in Produktion.
  • Netflix selbst hat kürzlich zwei eigene Spielestudios geschlossen, hält aber an interaktivem Erzählen fest.

Der Streaminganbieter nähert sich Games dabei von zwei Seiten: Erst kürzlich lief bei Netflix die erste offizielle erweiterte Vorschau zu Grand Theft Auto 6 - ein Ereignis, das dem Dienst nach eigenen Angaben tausende neue Anmeldungen einbrachte. Spielemarken sind für Netflix längst kein Beiwerk mehr, sondern ein Instrument zur Kundengewinnung.

Einordnung

Eine Serienankündigung ohne Bilder, ohne Termin und ohne Studio ist zunächst eine Absichtserklärung - und sie kommt nicht zufällig in dem Moment, in dem Diablo 5 noch drei Jahre entfernt liegt. Genau darin liegt aber die Logik: Blizzard will seine Marken auch in den Jahren zwischen den Releases sichtbar halten. Wie gut das gelingt, entscheidet sich erst, wenn die Serie tatsächlich Gestalt annimmt. Gemessen an League of Legends' «Arcane» ist die Messlatte für animierte Spieleadaptionen hoch - gemessen an früheren Warcraft-Ausflügen ins Kino ist sie es ebenfalls, nur aus dem anderen Grund.

Warum das wichtig ist

Blizzard öffnet seine grössten Marken erstmals konsequent für Serien und Filme - und Diablo ist ausdrücklich nur der Auftakt. Für Fans heisst das: Die Lücke zwischen den Spiel-Releases, die bei Diablo 5 bis 2029 reicht, soll künftig auch abseits des Controllers gefüllt werden.

COMMUNITY-UMFRAGE

Welche Blizzard-Marke sollte Netflix nach Diablo als Nächstes adaptieren?

Anonym abstimmen und sehen, was die Community denkt.

HYPE-METER

Noch keine Stimmen - gib die erste ab

QUELLEN (2)
TEILEN

Kommentare

Kommentare werden geladen …

Mehr zum Thema