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CD Projekt streicht mehr als 20 Prozent des Teams von Project Sirius

18 Mitarbeitende des noch unangekündigten Witcher-Spinoffs verlassen das Unternehmen oder wechseln intern

Republic of Pixels Redaktion12. August 2026 · 22:32 Uhr2 Min. Lesezeit
CD Projekt streicht mehr als 20 Prozent des Teams von Project Sirius
Bild: PC Gamer

KURZFASSUNG

  • CD Projekt entlässt 18 Mitarbeitende, die am Witcher-Spinoff Project Sirius arbeiteten.
  • 4 Personen in Boston und 5 in Warschau verlassen das Unternehmen, 9 weitere werden intern für andere CDPR-Projekte geprüft.
  • Laut Q1-2026-Finanzbericht arbeiteten zuletzt 83 Personen an Sirius – der Abbau betrifft somit über 20 Prozent des Teams.
  • Das Studio The Molasses Flood, ursprünglich 2021 für das Projekt übernommen, wurde 2025 vollständig in CD Projekt Red integriert.

CD Projekt hat die Grösse des Entwicklungsteams von Project Sirius, dem noch unangekündigten Witcher-Spinoff, deutlich reduziert. Wie das Unternehmen bestätigte, verlassen 18 Mitarbeitende entweder das Unternehmen oder werden intern auf andere Rollen umverteilt. Der Schritt betrifft laut aktuellen Zahlen mehr als ein Fünftel des gesamten Teams.

18

Mitarbeitende sind vom Stellenabbau bei Project Sirius betroffen

>20%

des Sirius-Teams wurden gestrichen, gemessen an der Gesamtgrösse

83

Personen arbeiteten laut Q1-2026-Finanzbericht zuletzt am Projekt

Vier Jahre Entwicklung, kein Titel

Project Sirius wurde erstmals 2021 öffentlich bekannt, als CD Projekt das US-Studio The Molasses Flood übernahm, um ein «ambitioniertes Projekt» auf Basis einer bestehenden CDPR-Marke umzusetzen. Damals hiess es, The Molasses Flood solle als eigenständige Einheit mit eigener Identität weiterbestehen. Fünf Jahre später ist über das Spiel selbst weiterhin praktisch nichts bekannt – nicht einmal ein offizieller Titel wurde bislang veröffentlicht.

Vollständige Integration statt Eigenständigkeit

Die ursprünglich zugesicherte Eigenständigkeit von The Molasses Flood hielt nicht lange an. Bereits 2025 löste CD Projekt das Studio vollständig auf und integrierte es in die eigene Unternehmensstruktur von CD Projekt Red. Dieser Schritt folgte auf interne Schwierigkeiten bei Sirius, die letztlich zu einem Neustart und einer «aktualisierten Ausrichtung» des Projekts führten.

Die Aufteilung der Kürzungen

  • 4 Mitarbeitende in Boston verlassen das Unternehmen.
  • 5 Mitarbeitende in Warschau verlassen das Unternehmen.
  • 9 weitere Personen werden für interne Bewerbungsprozesse auf andere CD-Projekt-Red-Projekte geprüft.
Wir haben die Grösse des Sirius-Teams angepasst, um den Bedürfnissen des Projekts in dieser Entwicklungsphase gerecht zu werden.
CD Projekt (Unternehmenssprecher)

Im Vergleich zu den massiven Entlassungswellen bei Unternehmen wie Xbox oder Electronic Arts ist die absolute Zahl von 18 betroffenen Personen klein. Relativ zur Grösse des Sirius-Teams handelt es sich jedoch um einen deutlichen Eingriff: Laut dem Q1-2026-Finanzbericht von CD Projekt arbeiteten zuletzt 83 Personen an dem Projekt, wodurch der Abbau mehr als 20 Prozent des Teams betrifft.

Die Kürzungen wurden zuerst von Kotaku gemeldet, bevor CD Projekt die Zahlen gegenüber weiteren Medien bestätigte. Wie sich die Massnahme konkret auf den Zeitplan von Project Sirius auswirkt, liess das Unternehmen offen.

Angesichts des bereits erfolgten Reboots und der bislang fehlenden Enthüllung dürfte der erneute Teamumbau die Frage aufwerfen, wie weit Project Sirius tatsächlich fortgeschritten ist. Für CD Projekt, das mit The Witcher 4 parallel an seinem grössten Zukunftsprojekt arbeitet, wirkt der Schritt wie eine gezielte Fokussierung der Ressourcen – auf Kosten eines Spiels, das schon jetzt zu den am längsten unangekündigten Grossprojekten der Branche zählt.

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Was bedeutet der Stellenabbau für die Zukunft von Project Sirius?

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WARUM DAS WICHTIG IST

Der Abbau zeigt, dass auch grosse, finanziell stabile Studios wie CD Projekt ihre Projektpipelines nach dem Erfolg von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 kritisch überprüfen. Für Fans bedeutet das eine weitere Verzögerung bei einem Spiel, über das nach fünf Jahren Entwicklung noch immer kaum etwas bekannt ist.

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