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«Rare sagt zu allem Nein» - drei Firmen wollten Banjo-Kazooie 3

Komponist Grant Kirkhope sieht erstmals seit Jahren eine kleine Chance für Bär und Vogel - und hat auch schon ein Studio im Kopf

Republic of Pixels Redaktion02. September 2026 · 20:04 Uhr3 Min. Lesezeit

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«Rare sagt zu allem Nein» - drei Firmen wollten Banjo-Kazooie 3
Bild: GamesRadar
Kurzfassung
  • Komponist Grant Kirkhope kennt laut eigener Aussage rund drei Firmen, die Rare oder Microsoft ein neues Banjo-Kazooie vorgeschlagen haben - erfolglos.
  • Seine Einschätzung zu einem dritten Teil hat sich von «null Chance» auf «kleine Chance» verschoben.
  • Als Grund nennt er den Rückzug von Studioleiter Craig Duncan und ein Xbox, das stärker auf etablierte Marken setzt.
  • Kirkhope selbst wäre sofort wieder dabei - Rare hält er dagegen für zu ausgelastet.

Es liegt nicht daran, dass niemand ein neues Banjo-Kazooie machen will. Grant Kirkhope, Komponist der Originale und Urheber des Donkey-Kong-Raps, sagt in einem Gespräch mit FRVR, dass er von rund drei Firmen weiss, die Rare oder Microsoft konkret ein weiteres Spiel mit Bär und Vogel vorgeschlagen haben. Erfolgreich war seines Wissens keine davon. Seine Erklärung fällt kurz aus: Rare lehne im Grunde alles ab. Gleichzeitig ist Kirkhope so optimistisch wie lange nicht mehr - aus Gründen, die weniger mit Nostalgie als mit Personalien zu tun haben.

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3

Firmen haben laut Kirkhope ein neues Banjo-Kazooie gepitcht

0

davon waren nach seinem Kenntnisstand erfolgreich

2019

kehrte Kirkhope für das Smash-Bros.-Arrangement zurück

Von «null Chance» zu «kleiner Chance»

Kirkhope hat seine Prognose für die Serie über Jahre hinweg konsequent pessimistisch gehalten. Das hat sich nun leicht geändert - wenn auch nur um eine Nuance.

Früher habe ich immer gesagt, es gibt null Chance auf ein weiteres Banjo-Kazooie. Im Moment habe ich das Gefühl, es gibt eine kleine Chance.
Grant Kirkhope im Gespräch mit FRVR

Den Stimmungsumschwung führt er auf die veränderte Führungsstruktur bei Rare zurück. Nachdem der frühere Studioleiter Craig Duncan seine Rolle bei den Xbox Game Studios abgegeben hat, sei Rare möglicherweise «ein bisschen anders» aufgestellt und «etwas offener für Gespräche». Dazu kommt ein Xbox, das nach Kirkhopes Eindruck derzeit stark auf bewährte Marken setzt - was einem Serienrevival grundsätzlich in die Hände spielen würde. Wichtig für die Einordnung: All das sind persönliche Einschätzungen des Komponisten, keine Bestätigung durch Rare oder Microsoft.

Warum die Pitches scheiterten

Dass es an Interessenten mangelt, weist Kirkhope ausdrücklich zurück. Das Problem sitze eine Ebene höher. Nach seiner Darstellung sei Rare über die Jahre nicht nur bei Spielen zurückhaltend gewesen, sondern auch bei Lizenzprojekten wie Zeichentrickserien.

Rare sagt typischerweise einfach zu allem Nein. Ich kenne Leute, die ihnen Zeichentrickserien präsentiert haben, alle möglichen Ideen - und sie sagen zu allem Nein.
Grant Kirkhope im Gespräch mit FRVR

Ein Eigenprojekt hält er ohnehin für unrealistisch: Rare sei schlicht zu ausgelastet, um intern einen neuen Plattformer zu stemmen. Bleibt also der Weg über ein externes Studio - genau jener Weg, an dem laut Kirkhope bisher alle gescheitert sind.

Wer es machen könnte

Kirkhope hat durchaus Kandidaten im Kopf, und einer davon steht ihm persönlich nahe:

  • Day 4 Night Studios - die Entwickler von Bradley the Badger, für das Kirkhope aktuell die Musik komponiert; er hält sie für einen guten Fit.
  • Toys for Bob - das Studio hinter Spyro soll laut Berichten Interesse an der Marke haben. Co-Studioleiter Paul Yan deutete vor über einem Jahr an, man könnte mit einer Banjo-Wiederbelebung «viel Spass haben», ähnlich wie zuvor bei Crash Bandicoot und Spyro. Aktuell arbeitet das Team allerdings an Spyro: A Realm Beyond.
  • Rare selbst - laut Kirkhope praktisch ausgeschlossen, weil das Studio anderweitig gebunden ist.

Sollte ein solches Projekt zustande kommen, wäre Kirkhope sofort dabei. «Meldet mich an», sagte er auf die Frage nach einer Beteiligung. Es wäre nicht seine erste Rückkehr: 2019 arrangierte er seine Musik für den Auftritt des Duos in Super Smash Bros. neu.

Einordnung

Der letzte Hauptteil der Serie liegt fast drei Jahrzehnte zurück, das letzte Spiel überhaupt - Banjo-Kazooie: Nuts and Bolts auf der Xbox 360 - kommt auf bald zwanzig Jahre. Der Titel spaltete die Fangemeinde, weil er den Plattformer gegen ein Fahrzeug-Baukastensystem tauschte. Seither gab es Gastauftritte, Neuveröffentlichungen und viel Schweigen. Die jüngsten Umsetzungen der N64-Klassiker sind laut Bericht native Portierungen, was Entwicklern theoretisch die Tür öffnen würde, gestrichene Inhalte und Bonusmaterial nachzureichen. Ein drittes Banjo bleibt vorerst trotzdem eine Hoffnung und kein Projekt - aber Kirkhopes Schilderung macht deutlich, dass die Serie nicht an fehlendem Interesse leidet, sondern an einer Antwort, die bisher immer «Nein» lautete.

Warum das wichtig ist

Banjo-Kazooie gehört zu den Serien mit riesiger Fangemeinde und praktisch keinem Nachschub - der letzte Hauptteil erschien auf dem N64, der letzte Ableger vor bald zwei Jahrzehnten. Kirkhopes Aussagen erklären erstmals konkret, warum trotz Interesse von aussen nichts passiert: Nicht das fehlende Interesse blockiert, sondern die Rechteinhaber. Für Fans heisst das, dass ein Comeback weniger an Ideen als an einer Unterschrift hängt.

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