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Xbox bietet Hollywood ein Dutzend Spiele an - für 300 Millionen

Halo, Diablo, World of Warcraft und The Elder Scrolls sollen laut einem unbestätigten Bericht in einem einzigen Rechtepaket stecken

Republic of Pixels Redaktion28. August 2026 · 13:02 Uhr2 Min. Lesezeit

Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

Xbox bietet Hollywood ein Dutzend Spiele an - für 300 Millionen
Bild: Pure Xbox
Kurzfassung
  • Laut einem Bericht von Puck bietet Microsofts Xbox-Sparte Hollywood ein Paket mit mehr als einem Dutzend Spielemarken an
  • Genannt werden unter anderem Halo, World of Warcraft, The Elder Scrolls und Diablo
  • Netflix, Paramount und Universal sollen sich das Angebot angesehen haben, der Preis soll bei rund 300 Millionen Dollar liegen
  • Weder Microsoft noch die genannten Studios haben den Bericht bestätigt - alle Angaben sind unbestätigt

Microsoft soll in Hollywood nicht mehr über einzelne Verfilmungen verhandeln, sondern über ein komplettes Sortiment: Laut einem Bericht des Branchendienstes Puck bietet die Xbox-Sparte Studios und Streaminganbietern ein Paket mit mehr als einem Dutzend Spielemarken an. Namentlich genannt werden Halo, World of Warcraft, The Elder Scrolls und Diablo. Bestätigt ist davon bislang nichts - weder Microsoft noch die angeblich beteiligten Studios haben sich dazu geäussert.

300 Mio. $

soll Microsoft laut Bericht für das Rechtepaket aufrufen

12+

Spielemarken stecken angeblich im Angebot

3

interessierte Häuser werden genannt: Netflix, Paramount, Universal

Ein Paket statt Einzelverhandlungen

Das Ungewöhnliche an dem berichteten Vorgehen ist weniger das Ziel als die Methode. Üblich sind Einzeldeals: Ein Studio sichert sich eine Marke, entwickelt einen Stoff, produziert. Ein Bündelangebot verschiebt die Logik - der Käufer erhält eine ganze Bibliothek und die Chance, daraus über Jahre hinweg Serien und Filme zu ziehen, muss dafür aber auch entsprechend investieren. Puck beziffert die Preisvorstellung mit rund 300 Millionen Dollar und ordnet den Vorstoss deutlich ein.

Microsofts angeschlagene Xbox-Sparte will stark auf Film- und TV-Adaptionen setzen und hat deshalb begonnen, Hollywood still und leise ein teures Paket aus mehr als einem Dutzend Spielen anzubieten.
Puck

Als Interessenten werden Netflix, Paramount und Universal genannt. Ob aus den Gesprächen tatsächlich ein Abschluss wird, ist offen - Puck gibt an, von den genannten Häusern keine Stellungnahme erhalten zu haben. Wer sich die Rechte sichert, ist damit ebenso ungeklärt wie die Frage, ob überhaupt jemand zugreift.

Warum Xbox jetzt drängt

Der Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr. Videospielstoffe sind in Hollywood derzeit gefragt wie nie, und Microsoft selbst hat davon bereits doppelt profitiert: Die auf Bethesdas Rollenspielreihe basierende Fallout-Serie wurde für Prime Video zum Erfolg, der Minecraft-Film spielte über eine Milliarde Dollar ein, eine Fortsetzung ist unterwegs. Parallel dazu hat die Xbox-Führung mehrfach angekündigt, die grossen eigenen Marken künftig stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Ein Rechtepaket wäre eine sehr direkte Umsetzung dieses Vorsatzes.

Die Bilanz ist allerdings gemischt. Die Realverfilmung von Halo wurde nach zwei Staffeln eingestellt und musste sich scharfe Kritik an ihrer Darstellung des Master Chief und der Allianz gefallen lassen. Eine Gears-of-War-Serie bei Netflix hängt seit Jahren in der Schwebe. Berichten zufolge sollen zudem Gears of War und Sea of Thieves jeweils Kinofassungen erhalten - auch das bislang ohne konkreten Fahrplan.

Der Wettbewerb schläft nicht

Xbox würde damit in ein bereits volles Feld drängen. An Adaptionen anderer Häuser mangelt es nicht:

  • Sonic 4 folgt auf eine gut aufgenommene Kinotrilogie
  • God of War entsteht für Prime Video - Hauptdarsteller Ryan Hurst wurde nach einer Verletzung am Set durch Dave Bautista ersetzt
  • Eine neue Tomb-Raider-Serie ist in Arbeit
  • Dazu kommen ein Zelda-Film, ein Elden-Ring-Film und ein Sekiro-Anime

Der frühere Ruf vom Fluch der Spieleverfilmung gilt in dieser Gemengelage kaum noch. Genau das dürfte Microsofts Verhandlungsposition stützen - und zugleich erklären, warum die Preisvorstellung so hoch ausfällt.

Einordnung

Solange kein Vertrag unterschrieben ist, bleibt das alles ein unbestätigter Bericht - und selbst ein Abschluss würde nicht bedeuten, dass in absehbarer Zeit etwas zu sehen ist. Rechte zu kaufen ist der einfache Teil, aus einem Rollenspiel-Universum wie The Elder Scrolls eine tragfähige Serie zu formen der schwierige. Interessant ist der Vorgang trotzdem: Er zeigt, welche Marken Microsoft für stark genug hält, um sie ausserhalb des eigenen Ökosystems zu verwerten. Für die Spielerschaft heisst das vorerst wenig Konkretes - aber die Debatte darüber, ob Halo eine zweite Chance auf dem Bildschirm verdient hat, beginnt damit wohl von Neuem.

Warum das wichtig ist

Verfilmungen entscheiden längst mit darüber, wie präsent eine Spielemarke bleibt - Fallout und Minecraft haben das eindrucksvoll gezeigt. Wenn Xbox seine grössten Serien im Paket nach Hollywood gibt, betrifft das die Wahrnehmung von Halo, Diablo oder The Elder Scrolls auf Jahre hinaus. Und es verrät, welche Marken der Konzern für tragfähig hält.

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