Wo Long 2
Team Ninja verspricht Open World und überarbeitetes Kampfsystem
Produzent Masakazu Hirayama erläutert, wie das Studio auf die grösste Kritik am Vorgänger reagiert

KURZFASSUNG
- Team Ninja überarbeitet für „Wo Long 2: Wings of Ember“ das Kampfsystem, um die Konter-Abhängigkeit des Originals zu reduzieren.
- Statt linearer Missionen setzt das Sequel auf eine zusammenhängende Open World mit dynamischem Schlachtfeld-System.
- Die Entwicklung überschnitt sich zeitweise mit „Ninja Gaiden 4“, was zu Parkour-Elementen und Luftkämpfen führte.
- Release ist für Anfang 2027 auf PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC geplant, ein genauer Termin steht noch aus.
Team Ninja hat weitere Details zu „Wo Long 2: Wings of Ember“ bekanntgegeben und dabei gezielt auf Kritikpunkte reagiert, die Spielerinnen und Spieler am 2023 erschienenen Erstling „Wo Long: Fallen Dynasty“ geäussert hatten. Produzent Masakazu Hirayama sprach im Rahmen eines Interviews mit dem japanischen Portal Automaton über geplante Änderungen am Kampfsystem, ein neues Weltdesign und Einflüsse aus anderen Team-Ninja-Projekten.
Kampfsystem soll von der Konter-Abhängigkeit weg
Der grösste Kritikpunkt am Original betraf die Omnipräsenz der Konter-Mechanik: Da sich nahezu jeder gegnerische Angriff parieren liess, wirkte das Gameplay für viele Spieler schnell repetitiv. Hirayama bestätigte, dass diese Rückmeldung beim Studio angekommen ist.
“[Wir sind uns] der Kritik am originalen Wo Long bewusst, dass man fast jeden gegnerischen Angriff parieren konnte, was dazu führte, dass sich das Gameplay manchmal repetitiv anfühlte.”
Für den Nachfolger soll eine neue Kernmechanik dafür sorgen, dass Spieler stärker zu proaktiven Offensivaktionen statt zu reinem Kontern greifen. Die grundlegende Ausrichtung des Kampfsystems, das im Gegensatz zu „Nioh“ auf die durchgehende Dynamik chinesischer Kampfkünste statt auf den Wechsel zwischen Bewegung und Stillstand setzt, soll dabei erhalten bleiben.
Offene Welt statt linearer Missionen
Auch beim Leveldesign schlägt Team Ninja einen neuen Weg ein: „Wo Long 2“ verzichtet auf den linearen Missionsaufbau des Vorgängers und setzt stattdessen auf eine zusammenhängende offene Spielwelt. Um die typischen Schwächen offener Welten zu vermeiden, plant das Studio ein dynamisches Schlachtfeld-System, bei dem Aktionen in einem Gebiet den Verlauf von Kämpfen in anderen Bereichen der Karte beeinflussen sollen. Damit einher geht laut Hirayama auch eine grundlegende Überarbeitung des bekannten Mut-Systems, zu dessen konkreten Details sich der Produzent bislang jedoch nicht äusserte.
Einflüsse aus Ninja Gaiden 4
Die Entwicklung von „Wo Long 2“ überschnitt sich zeitweise mit jener von „Ninja Gaiden 4“, was sich laut Hirayama deutlich im Kampfsystem niederschlägt. Er beschreibt das Ergebnis als mehrdimensionales System mit ausgeprägter Vertikalität: Parkour-Elemente erlauben etwa das Laufen an Wänden, zudem sollen Kämpfe direkt in der Luft ausgetragen werden können. Fallschaden soll dabei laut Hirayama nicht als bestrafendes Element eingebaut werden. Auch die Bosskämpfe, die erneut zahlreich vorkommen sollen, erhalten Anpassungen: Eine überarbeitete Gegner-KI soll für spürbare Verbesserungen bei der Spielbarkeit sorgen, unter anderem sollen Angriffe aus dem nicht einsehbaren Kamerabereich künftig entfallen.
„Wo Long 2: Wings of Ember“ soll Anfang 2027 für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC erscheinen. Einen konkreten Releasetermin hat Team Ninja bislang nicht genannt. Ob die angekündigten Anpassungen die geäusserte Kritik tatsächlich auflösen, lässt sich erst mit weiteren Informationen oder ersten spielbaren Fassungen beurteilen.
WARUM DAS WICHTIG IST
Die Änderungen betreffen ein zentrales Kritikthema von Soulslike-Fans und zeigen, wie Team Ninja aus dem Feedback zum Erstling lernt. Für die Community ist relevant, ob sich die Serie damit spielerisch deutlicher von „Nioh“ abgrenzt.
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