Beast of Reincarnation
Beast of Reincarnation erhält ersten Patch für Story-Tempo und Kamera
Game Freak reagiert auf gemischte Kritiken zum Launch-Titel mit angekündigten Anpassungen innerhalb einer Woche

KURZFASSUNG
- Game Freak kündigt am 5. August den ersten Patch für Beast of Reincarnation an, einen Tag nach dem Release.
- Das Update soll innerhalb einer Woche erscheinen und Kamera-Anpassungen, grössere Textgrösse sowie Verbesserungen am Story-Tempo bringen.
- Der Standardmodus wechselt von Cinematic auf Performance.
- Kritiken zum Soulslike fielen gemischt aus, unter anderem wegen ausufernder Zwischensequenzen und schlecht lesbarer Schrift.
Beast of Reincarnation, das neue Action-Rollenspiel von Game Freak über ein Mädchen und ihren Hund im postapokalyptischen Japan, ist seit dem 4. August erhältlich – unter anderem im Xbox Game Pass. Bereits einen Tag später kündigte der Entwickler auf Social Media einen ersten Patch an, der innerhalb einer Woche folgen soll. Anlass sind gemischte Reaktionen von Presse und Spielenden, die insbesondere das Erzähltempo und technische Schwächen bemängeln.
Was der Patch ändern soll
- Anpassungen an der Kamera
- Vergrösserung der Textgrösse
- Verbesserungen am Story-Pacing, mit weiteren Anpassungen als längerfristiges Ziel
- Wechsel des Standardmodus von Cinematic auf Performance
Game Freak bezeichnete die Massnahmen selbst als Teil «fortlaufender Anpassungen» und kündigte eine Serie weiterer Updates an. Das deutet darauf hin, dass die Überarbeitung der Erzählstruktur über den ersten Patch hinaus ein längerfristiges Projekt des Studios bleiben dürfte.
Kritik an Tempo und Zwischensequenzen
Die Rezensionen zum Launch attestieren dem Kampfsystem von Beast of Reincarnation durchaus Qualitäten, kritisieren jedoch das Erzähltempo. In seinem Test für Rock Paper Shotgun beschreibt Callum wiederkehrende, überlange Zwischensequenzen im zentralen Hub des Spiels als spürbaren Bremsklotz.
“Ich hätte die eher starre Formel verziehen, wäre das Spiel nicht auch so darauf bedacht, mich hinter tempo-vernichtendem Füllmaterial zu blockieren. Ich habe jedes Mal die Geduld verloren, wenn ich zum mobilen zentralen Hub, dem Cleanse Walker, zurückkehrte, nur um in einer zuckersüssen und quälend langen Zwischensequenz gefangen zu sein, in der Emma zum fünften Mal gefragt wird, was ihr Lieblingsessen ist.”
Auch Eurogamer.de beschreibt eine ähnliche Entwicklung im Spielverlauf: Nach anfänglicher Begeisterung über das Kampfsystem und die Erkundung verseuchter Ruinen habe sich die Stimmung im Verlauf der rund 25-stündigen Spielzeit deutlich eingetrübt.
Ob die angekündigten Anpassungen die grundsätzliche Erzählstruktur tatsächlich straffen können oder primär kosmetische Symptome wie Textgrösse und Kamera adressieren, lässt sich vor Veröffentlichung des Patches nicht abschliessend beurteilen. Game Freak selbst signalisiert mit der Formulierung «fortlaufende Anpassungen» jedenfalls, dass das Thema Story-Pacing über den ersten Patch hinaus auf der Agenda bleiben dürfte.
WARUM DAS WICHTIG IST
Post-Launch-Anpassungen an der Erzählstruktur werden bei Spielen mit durchwachsener Kritik zunehmend zum Standardwerkzeug. Für Spielende bedeutet das: Wer beim Launch enttäuscht wurde, könnte das Spiel nach den Updates in einem anderen Licht sehen.
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