The Witcher 4
«Mir ging es zu Beginn genauso» - Witcher-4-Autor über Geralt
Narrative Lead Philipp Weber wollte selbst nicht auf den Weissen Wolf verzichten - und verrät, was die Stabübergabe an Ciri für Geralt bedeutet

- Narrative Lead Philipp Weber gibt zu, dass er zu Beginn selbst Geralt als Hauptfigur behalten wollte
- CD Projekt Red sieht es als Aufgabe, mit The Witcher 4 zu beweisen, dass Ciri eine würdige Protagonistin ist
- Geralt verschwindet nicht: Er werde «immer eine wichtige Rolle spielen» - Details bleiben offen
- The Witcher 4 ist für 2028 angesetzt, davor kommen The Witcher 3 Remastered und die Erweiterung Songs of the Past
Seit dem ersten Trailer im Dezember 2024 ist klar: In The Witcher 4 schwingt nicht mehr Geralt von Rivia die Silberklinge, sondern seine Ziehtochter Ciri. Ein Teil der Community hat sich damit bis heute nicht angefreundet - und ausgerechnet der Mann, der die Geschichte des Spiels verantwortet, kann das gut nachvollziehen. Narrative Lead Philipp Weber hat auf X auf die Kritik eines Fans reagiert, der die Rückkehr Geralts als Hauptfigur forderte, und dabei ein bemerkenswertes Eingeständnis gemacht.
EXTERNER INHALT VON X
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2028
angepeiltes Releasejahr von The Witcher 4
29. Sept. 2026
Start von The Witcher 3 Remastered, gratis für Besitzer des Originals
Dez. 2024
Enthüllungstrailer, der Ciri als neue Protagonistin zeigte
Der Autor teilte die Skepsis der Fans
Weber ist kein Neuzugang im Studio: Er arbeitete bereits als Quest Designer an The Witcher 3 und an Cyberpunk 2077, inzwischen ist er als Narrative Lead für Ciris Abenteuer verantwortlich. Statt die Kritik abzuwehren, stellte er sich in seiner Antwort auf die Seite der Zweifler.
Ich verstehe, dass viele Menschen so empfinden. Mir ging es zu Beginn ganz genauso.
Die skeptischen Stimmen versteht das Team demnach nicht als lästige Ablehnung, sondern als Auftrag. Der Beweis müsse im fertigen Spiel erbracht werden - und zwar von der neuen Hauptfigur selbst.
Es ist unsere Aufgabe, mit W4 zu beweisen, dass Ciri eine würdige Hauptfigur für das Spiel sein wird. Wir nehmen diese Aufgabe sehr ernst!
Was wird aus Geralt?
Für alle, die den Weissen Wolf in der Versenkung verschwinden sehen, hatte Weber eine deutliche Ansage im Gepäck: «Geralt wird immer eine wichtige Rolle spielen.» Wie diese Rolle konkret aussieht - Mentor im Hintergrund, Schlüsselfigur an Wendepunkten oder etwas ganz anderes -, liess er offen. Bestätigt ist damit nur, dass die Figur nicht ausrangiert wird.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich das Studio zur Debatte äussert. Engineering Production Manager Jan Hermanowicz bat Fans bereits im vergangenen Jahr um Geduld: «Wenn das Spiel draussen ist, werdet ihr es selbst sehen und ihre Figur, ihre Geschichte vollständig annehmen können.» Der Tenor ist seither derselbe - überzeugen will CD Projekt Red mit dem fertigen Produkt, nicht mit Trailern.
Bis 2028 bleibt der Hexer im Programm
Geduld ist tatsächlich gefragt: Erst kürzlich bestätigte das Studio, dass The Witcher 4 nicht vor 2028 erscheint. Wer Geralt vermisst, wird bis dahin allerdings nicht leer ausgehen - im Gegenteil, die Zwischenzeit gehört fast vollständig dem alten Helden.
- The Witcher 3 Remastered erscheint am 29. September 2026 mit verbesserter Grafik und optimiertem Gameplay - Besitzer des Originals erhalten das Upgrade kostenlos
- Die Story-Erweiterung Songs of the Past folgt im nächsten Jahr und erzählt ein bislang unbekanntes Kapitel aus Geralts Vergangenheit in der Region Letten - ein genauer Termin fehlt noch
- The Witcher 4 mit Ciri als Protagonistin ist für 2028 angesetzt
An Songs of the Past arbeitet CD Projekt Red gemeinsam mit dem Studio Fool's Theory. Weber selbst stimmte die Fans mit klaren Worten auf die Erweiterung ein - inklusive eines Verweises auf Geralts neue Waffe, eine Kette, die Serien-Veteranen bekannt vorkommen dürfte.
Geralts Abenteuer in Letten enthält so viel von unserer Liebe und besonders der unserer guten Freunde von Fool's Theory zum Hexer-Universum. Und für all unsere Fans der ersten Stunde: Diese Kette ist für euch!
Einordnung
Neue Fakten zum Spiel liefert Webers Wortmeldung kaum - sie ist vor allem ein Signal. Dass der Verantwortliche für die Geschichte öffentlich einräumt, den Heldenwechsel anfangs selbst nicht gewollt zu haben, nimmt der Diskussion die Schärfe, ohne der Entscheidung zu widersprechen. Gleichzeitig zeigt der Fahrplan, wie CD Projekt Red die zwei Jahre bis zum Release überbrücken will: mit einem gratis nachgereichten Remaster und einer Erweiterung, die Geralt noch einmal in den Mittelpunkt stellt. Ob die Übergabe funktioniert, entscheidet sich trotzdem erst 2028.
Der Heldenwechsel ist die grösste Weichenstellung der Reihe seit Jahren und entscheidet mit, ob The Witcher 4 die riesige Fanbasis von Teil 3 hält. Webers Aussagen zeigen erstmals, dass die Skepsis auch im Studio ein Thema war - und dass Geralt nicht endgültig abtritt. Für die Wartezeit bis 2028 liefert CD Projekt Red mit Remaster und Erweiterung zudem zwei konkrete Termine.
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