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The Witcher 3

The Witcher 3 bekommt ein Remaster - gratis, samt beider Erweiterungen

CD Projekt Red kündigt zum Abschluss der Opening Night Live ein Rundum-Update für den 29. September an - und verschenkt Hearts of Stone und Blood and Wine

Republic of Pixels Redaktion26. August 2026 · 00:03 Uhr4 Min. Lesezeit
The Witcher 3 bekommt ein Remaster - gratis, samt beider Erweiterungen
Bild: GamesRadar
Kurzfassung
  • The Witcher 3: Wild Hunt - Remastered erscheint am 29. September 2026 als kostenloses Update für alle Besitzer:innen des Spiels
  • Wer das Hauptspiel besitzt, erhält Hearts of Stone und Blood and Wine gratis dazu - beide Erweiterungen sind bereits freigeschaltet
  • Neben der Optik ändern sich Kampf, Bewegung, Roach-Steuerung, Monsterverhalten, Fähigkeitenbaum und Fotomodus
  • Erstmals erscheint das Spiel für Switch 2 und auf Battle.net; die Erweiterung Songs of the Past folgt im nächsten Jahr

Die Opening Night Live der Gamescom 2026 endete mit einer Ankündigung, die kaum jemand auf dem Zettel hatte: CD Projekt Red bringt The Witcher 3: Wild Hunt - Remastered. Die überarbeitete Fassung erscheint am 29. September 2026 und ist ein kostenloses Update für alle, die das Rollenspiel bereits besitzen - unabhängig von der Plattform. Entwickelt wird die Neuauflage gemeinsam mit dem Studio Fool's Theory, angekündigt sind Versionen für PS5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 und PC.

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29. Sept.

Release des Remasters als Gratis-Update

30

zusätzliche Verbesserungen im Kleingedruckten des Trailers

2

Erweiterungen, die alle Besitzer:innen geschenkt bekommen

Nicht nur ein Grafik-Update

Wer bei «Remaster» reflexartig an ein paar schärfere Texturen denkt, greift hier zu kurz. CD Projekt Red hatte The Witcher 3 bereits 2022 mit dem sogenannten Next-Gen-Update aufgehübscht, das im Kern ein Raytracing-Paket war. Die neue Fassung geht deutlich weiter und fasst Systeme an, die seit 2015 unverändert geblieben sind: Kampf, Bewegung, das Reiten auf Plötze, das Verhalten der Monster, den Fähigkeitenbaum und den Fotomodus.

Level-Design-Lead Miles Tost nannte auf der Bühne der Opening Night Live seine persönlichen Höhepunkte - und sortierte die Optik dabei ganz nach oben.

Mein Favorit sind die Visuals. Das sind neue Texturen, überarbeitetes Rendering, fortgeschrittenes Path Tracing, Vegetation, was immer ihr wollt. Geralt hat nie besser ausgesehen, selbst nach all den Jahren im Ruhestand.
Miles Tost, Level Design Lead bei CD Projekt Red

Der zweite grosse Block ist der Kampf. Laut Tost sei er «moderner, geschmeidiger und präziser»; überarbeitet wurden Kamera und Zielsystem, dazu kommen neue Animationen und neue Finisher. Und weil The Witcher 3, so Tost, «ein vollwertiges Rollenspiel» sei, habe man das Fähigkeitensystem komplett neu aufgezogen, um Spielenden mehr Optionen zu geben. In der offiziellen Beschreibung heisst es, die Action fühle sich dynamischer, flüssiger und kinetischer an - ausgerechnet das Kampfsystem galt über Jahre als die grösste Schwachstelle des ansonsten hochgelobten Rollenspiels.

30 Punkte, die im Trailer nur kurz aufblitzen

Der eigentliche Umfang steckt im Kleingedruckten. Im Ankündigungstrailer läuft im Abschnitt «und mehr» eine Liste mit 30 Einzelpunkten durch - vom Rendering bis zur Menüführung. Darunter finden sich Änderungen, die im Alltag eines Durchgangs mehr ausmachen dürften als jede Reflexion auf nassem Pflaster:

  • Cross-Platform-Mod-Support
  • «Immersive Meditation» und modernisierte Tutorials
  • Neues Quest-Tracking, überarbeitete Menüführung und allgemeine UI-Verbesserungen
  • Überarbeitetes Loot-System und neue Barrierefreiheits-Optionen
  • Neue Texturen, überarbeitetes Foliage-Shading, neues Shading-Modell, Subsurface Scattering, GTAO, neuer Tone Mapper und HDR-Verbesserungen
  • Path Tracing und Ray Reconstruction auf dem PC, raytraced Haar, natives DX12 und parallelisiertes Rendering
  • Nvidia DLSS 4.5, AMD FSR 4 und Intel XeSS 2.0
  • PS5-Pro-Unterstützung, Xbox Play Anywhere und exklusive Features für Nintendo Switch 2

Wie tief diese Punkte jeweils greifen, ist noch offen - «neues Quest-Tracking» kann alles zwischen einer aufgeräumten Karte und einem komplett neuen Journal bedeuten. Offen ist auch eine Frage, die vor allem Puristinnen und Puristen umtreibt: Lassen sich die spielerischen Änderungen einzeln abschalten, wenn man zwar die neue Optik, aber das gewohnte Kampfgefühl möchte? Dazu hat CD Projekt Red bislang nichts gesagt.

Beide Erweiterungen gratis - und zwei neue Wege ins Spiel

Der zweite Teil der Ankündigung ist mindestens so bemerkenswert: Wer The Witcher 3 besitzt, aber Hearts of Stone und Blood and Wine nie gekauft hat, bekommt beide Erweiterungen geschenkt. Sie sind bereits freigeschaltet, also noch vor dem Remaster selbst. Für Neueinsteigende sind sie künftig fester Bestandteil des Pakets. Blood and Wine gilt bis heute als eine der am höchsten bewerteten Erweiterungen des Genres - dass sie nun ohne Aufpreis dazugehört, ist ein starkes Argument für alle, die nach dem Hauptspiel nie weitergespielt haben.

Dazu kommen zwei Premieren: The Witcher 3 erscheint erstmals für Nintendo Switch 2 und erstmals auf Battle.net. Auf der Switch lief das Spiel zuletzt in der stark komprimierten Complete Edition von 2019 - die Switch-2-Fassung startet dagegen direkt auf dem neuen technischen Stand. Wie das Gratis-Upgrade dort konkret funktioniert, ist allerdings noch unklar: Bei digitalen Käufen dürfte es unkompliziert sein, für physische Fassungen fehlt bislang eine offizielle Klarstellung.

Der eigentliche Anlass heisst Songs of the Past

Das Remaster steht nicht für sich allein. Auf derselben Bühne zeigte CD Projekt Red den ersten Trailer zu Songs of the Past, der neuen Erweiterung für The Witcher 3, die im kommenden Jahr erscheinen soll - rund zwölf Jahre nach dem Hauptspiel. Das Remaster ist damit auch die technische Grundlage, auf der das neue Kapitel aufsetzt: Wer im nächsten Jahr einsteigen will, spielt dann ein rundum modernisiertes Basisspiel, dessen Kampf, Menüs und Optik nicht mehr aus dem Jahr 2015 stammen.

Einordnung

Gratis-Remaster sind selten, und sie sind selten uneigennützig: CD Projekt Red poliert hier ein elf Jahre altes Spiel auf, um im nächsten Jahr eine kostenpflichtige Erweiterung zu verkaufen - und um die Marke warmzuhalten, während The Witcher 4 noch weit entfernt ist. Für die Spielerschaft geht die Rechnung trotzdem auf: Wer The Witcher 3 besitzt, zahlt nichts, bekommt zwei Erweiterungen dazu und einen Grund für einen neuen Durchgang. Die entscheidende Frage bleibt, wie gut die überarbeiteten Systeme tatsächlich sitzen - vor allem der Kampf, an dem sich Fans seit einem Jahrzehnt reiben. Antworten gibt es ab dem 29. September.

Warum das wichtig ist

Ein elf Jahre altes Rollenspiel bekommt eine technische und spielerische Generalüberholung - und niemand muss dafür erneut zahlen. Für Millionen Besitzer:innen ist das ein kostenloser Anlass für einen neuen Durchgang, für Switch-2-Nutzer:innen die erste Gelegenheit überhaupt, Geralts Abschied auf Nintendo-Hardware in aktueller Fassung zu spielen.

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