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Star Wars Zero Company

XCOM mit Lichtschwertern - nur die Story bleibt auf Deckung

Die internationale Kritik feiert Bit Reactors Söldner-Taktik in den Klonkriegen, hadert aber mit der Hauptgeschichte

Republic of Pixels Redaktion26. August 2026 · 16:05 Uhr4 Min. Lesezeit
XCOM mit Lichtschwertern - nur die Story bleibt auf Deckung
Bild: VGC
Kurzfassung
  • Bit Reactors Taktikspiel Star Wars Zero Company sammelt international überwiegend starke Wertungen - VGC vergibt 4 von 5 Punkten.
  • Die Kampagne dauert laut Golem.de 30 bis 40 Stunden und spielt zwischen «Angriff der Klonkrieger» und «Die Rache der Sith».
  • Das Kampfsystem orientiert sich offen an XCOM - hinter dem Studio stehen zahlreiche frühere Firaxis-Leute.
  • Kritikpunkte: eine vorhersehbare Hauptgeschichte, repetitive Nebenmissionen und technische Probleme.

Ein zusammengewürfelter Söldnertrupp am Rande der Klonkriege, ein Deckungssystem, das jede XCOM-Veteranin nach zwei Zügen verstanden hat, und ein Held, der weder Jedi noch Sith ist: Die Tests zu Star Wars Zero Company sind da - und sie fallen deutlich freundlicher aus, als es die jüngere Bilanz der Marke erwarten liess. VGC vergibt 4 von 5 Punkten, Golem.de nennt das Spiel eines der besten Star-Wars-Spiele der vergangenen Jahre, IGN spricht von einem exzellenten Taktikspiel mit dem kinoreifen Gefühl der Jedi-Reihe. GamesRadar bringt das Versprechen trocken auf den Punkt: XCOM, nur in einer weit, weit entfernten Galaxis.

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4/5

Wertung von VGC für Star Wars Zero Company

30-40 Std.

Umfang der Kampagne laut Golem.de

2 Ausfälle

so oft darf eine Figur fallen, bevor Permadeath greift

Söldner statt strahlender Held

Im Zentrum steht Hawks, ehemalige Offizierin oder ehemaliger Offizier der Republik - Aussehen und einige Details legt man zum Start selbst fest. Nach einem tragischen Vorfall, bei dem unter dem eigenen Kommando zahllose Soldaten starben, führt Hawks nun die titelgebende Zero Company: eine Truppe, die zwischen Republik und Separatisten operiert, ohne sich je wirklich für eine Seite zu entscheiden. Man geht dorthin, wo das Geld ist, notfalls im Auftrag der Hutten. Bei einem von ihnen, Gorga, steht die Truppe laut Golem.de ohnehin in der Kreide.

Die Handlung siedelt zwischen «Angriff der Klonkrieger» und «Die Rache der Sith» und dreht sich um die Infinite Coil, einen separatistennahen paramilitärischen Kult unter Kundri Fathom. Dessen Mitglieder sind mit der Shadow Plague infiziert - einer mysteriösen Krankheit, die ihnen ungewöhnliche Widerstandskraft und besondere Fähigkeiten verleiht und die Gruppe zur Bedrohung für die gesamte Galaxis macht. Polygon hebt hervor, dass das Spiel politische Untertöne so vermittle, wie es die Prequel-Filme nicht geschafft hätten.

Rundentaktik mit XCOM-DNA

Dass die Kämpfe so vertraut wirken, ist kein Zufall: Hinter Entwickler Bit Reactor stehen zahlreiche frühere Firaxis-Leute, darunter Entwicklerinnen und Entwickler, die zuvor an XCOM gearbeitet haben. Deckung, Sichtlinien und Positionierung erklären sich laut Golem.de praktisch von selbst, pro Runde werden Aktionspunkte auf Bewegung, Angriffe und Spezialfähigkeiten verteilt.

  • Erfolgreiche Treffer füllen einen gemeinsamen Advantage-Vorrat, aus dem starke Ultimate-Fähigkeiten bezahlt werden
  • Figuren können Hilfe anfordern: Wer freie Sicht aufs Ziel hat, beteiligt sich am nächsten Angriff - das stärkt zugleich die Beziehungen in der Truppe
  • Überwachung sichert Zugänge und reagiert automatisch auf Gegner, die sich ins abgedeckte Feld bewegen
  • Scharfschützen profitieren von erhöhten Positionen, Jedi stürmen heran und stossen Gegner per Machtstoss von der nächsten Klippe
  • Trefferwahrscheinlichkeiten bleiben tückisch - für den verpatzten Schuss trotz hoher Chance gibt es laut Golem.de sogar eine Trophäe

VGC beschreibt die Gefechte als nuancierte Schachpartien, in denen jeder einzelne Zug zählt. Beim Truppenbau gebe es zudem grosse Freiheit: Vorhandene Figuren lassen sich anpassen, neue rekrutieren - vom Quartett aus Klonkriegern bis zum Nahkampf-Trupp sei vieles denkbar.

Sechs Begleiter - und ein Gedenkstein im Hauptquartier

Den emotionalen Kern bilden laut VGC die sechs Begleitfiguren, die alle eine eigene Rechnung mit der Coil offen haben: Jae Mordant, Erzbaronin von Luunata, die ihr Vermögen hinter sich lässt und für eine Rebellion kämpft, die sie einst untergraben hat. Trick, ein Klon, der gelernt hat, selbst zu denken - um den Preis erheblicher psychischer Narben. Und Tel-Rea, eine Jedi-Padawan, die den Verlust ihrer Meisterin verarbeitet. Fällt eine Figur mehr als zweimal, greift Permadeath und sie ist endgültig verloren.

Golem.de beschreibt, wie ein Söldner namens Aurelio bereits im ersten Einsatz starb - betrauert wird im Hauptquartier trotzdem, wenn auch knapp: Eine Gedenkstätte erinnert an gefallene Mitglieder, sinngemäss unter der Devise «Keine Tränen für die Gefallenen». VGC merkt allerdings an, dass im Test auf dem normalen Schwierigkeitsgrad niemand verloren ging - wer die Fallhöhe will, sollte höher einsteigen.

Die grösste Leistung von Star Wars Zero Company ist, wie sehr es mich für ein Universum interessiert hat, das in den vergangenen Jahren schmerzhaft langweilig und vorhersehbar geworden ist.
Jade King, VGC

Wo die Tests Abzüge machen

So einig sich die Kritik beim Kampfsystem ist, so deutlich fallen die Einwände bei der Erzählung aus. VGC bemängelt, dass die Hauptgeschichte nichts biete, was man nicht schon kenne: Entscheidungen mit spürbaren Folgen fehlten, moralische Grauzonen des Söldnerdaseins würden nicht ausgelotet, und Hawks bleibe stets der flapsige Heldentyp - eine Haltung, die dem Test streckenweise «ein wenig peinlich» aufstösst. Dazu kommen repetitive Nebenmissionen und technische Probleme. Golem.de sieht die Inszenierung der Zwischensequenzen zwar als aufwendig und gelungen, kritisiert aber, dass sich das Spiel bei Nebenfiguren und politischen Zusammenhängen in Details verliere.

Einordnung

Zero Company erscheint in einer Phase, in der Star Wars als Spielemarke wieder offener aufgestellt ist: Nach Ubisofts «Star Wars Outlaws» kehrt Electronic Arts als Publisher zurück, nachdem die einst auf ein Jahrzehnt angelegte Exklusivität bereits vorzeitig endete. Umso bemerkenswerter ist, dass ausgerechnet ein Rundenstrategiespiel den Ton trifft, den die Kritik zuletzt vermisst hat. Eurogamer.de veröffentlichte wegen der gamescom-Vorbereitungen zunächst keinen vollwertigen Test, sondern erweiterte Eindrücke - ein Nachtrag dürfte also folgen. Wer XCOM mag, bekommt hier laut den Tests kein Genre-Update, aber eine bemerkenswert saubere Umsetzung mit Figuren, die haften bleiben.

Warum das wichtig ist

Star Wars hat in den vergangenen Jahren spielerisch selten überrascht - ausgerechnet ein Rundenstrategiespiel bricht diese Serie laut den Tests. Wer XCOM mag oder auf ein Star-Wars-Spiel jenseits der Jedi-Fantasie gewartet hat, bekommt hier eine ernstzunehmende Option. Gleichzeitig zeigen die Tests klar, wo die Erwartungen gedämpft werden sollten.

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Klare Empfehlung

Die Kritik bewertet Star Wars Zero Company übereinstimmend als sehr starkes Taktikspiel: VGC vergibt 4 von 5 Punkten und lobt vor allem Kämpfe und Begleitfiguren, Golem.de zählt es zu den besten Star-Wars-Spielen der vergangenen Jahre. Die Einwände betreffen fast durchgehend die Erzählung, dazu kommen laut VGC technische Probleme und repetitive Nebenmissionen.

STÄRKEN

  • +Tiefes, forderndes Rundenkampfsystem mit klaren Regeln zu Deckung, Sichtlinien und Positionierung
  • +Begleitfiguren mit eigenen Motiven, die laut VGC emotional tragen
  • +Grosse Freiheit beim Zusammenstellen und Anpassen der Truppe
  • +Aufwendig inszenierte Zwischensequenzen (Golem.de)

SCHWÄCHEN

  • -Hauptgeschichte ohne Überraschungen und ohne folgenreiche Entscheidungen (VGC)
  • -Repetitive Nebenmissionen und technische Probleme (VGC)
  • -Verliert sich bei Nebenfiguren und politischen Zusammenhängen in Details (Golem.de)

FÜR WEN?

Für alle, die XCOM-artige Rundentaktik mögen und ein Star-Wars-Spiel abseits der klassischen Jedi-Erzählung suchen.

KAUFEMPFEHLUNG

Wer Rundentaktik mag, kann laut den Tests zugreifen - wer vor allem wegen der Geschichte kommt, sollte die Erwartungen dämpfen oder auf Patches warten.

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