Star Wars Zero Company
Rundentaktik im Klonkriege-Gewand angespielt
Mehrere Redaktionen haben bis zu zwölf Stunden der Kampagne gespielt – das Fazit fällt überwiegend positiv aus, mit Abstrichen bei Nebenaufgaben

KURZFASSUNG
- Star Wars Zero Company erscheint am 27. August 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S
- Entwickler Bit Reactor (ehemalige Firaxis-Mitarbeitende) siedelt die Handlung während der Klonkriege an
- Mehrere Medien spielten 10 bis 12 Stunden an: Kampfsystem gilt als zugänglich, aber taktisch tief
- Kritikpunkte betreffen zu viele optionale Missionen und ein unübersichtliches Basis-Management
Mit Star Wars Zero Company bringt das EA-Studio Bit Reactor, das teilweise aus ehemaligen Firaxis-Entwicklerinnen und -Entwicklern besteht, erstmals ein rundenbasiertes Taktikspiel im Star-Wars-Universum auf den Markt. Die Handlung spielt während der Klonkriege und dreht sich um Hawks, eine ehemalige Captain der Grossen Armee der Republik, die eine Söldnertruppe namens Zero Company anführt und einem mysteriösen Kult namens Infinite Coil auf der Spur ist. Mehrere internationale Redaktionen, darunter IGN und Polygon, konnten bereits zehn bis zwölf Stunden der Kampagne anspielen – ihr Fazit fällt überwiegend positiv aus, mit klaren Kritikpunkten bei der Missionsstruktur ausserhalb der Haupthandlung.
27. Aug.
Releasedatum für PC, PS5 und Xbox Series X/S
10–12 Std.
Anspielzeit der getesteten Preview-Builds
4
wählbare Schwierigkeitsgrade im Spiel
Kampfsystem zwischen Deckung und Droidekas
Im Zentrum steht ein Kampfsystem, das laut IGN einfach zugänglich, aber mit wachsender Tiefe ausgestattet ist. Pro Zug erhält jede Figur drei Aktionspunkte, die für Bewegung, Angriffe oder das Setzen von Overwatch-Kegeln genutzt werden können. Zusätzlich sammelt das gesamte Team gemeinsame Vorteilspunkte, die für besondere Fähigkeiten wie Raketenangriffe oder flächendeckende Blasterschüsse eingesetzt werden. Gegnertypen wie Droidekas mit Schildern erfordern laut Anspielbericht spezielle Taktiken, etwa das gezielte Einkesseln mit Overwatch, statt direkter Frontalangriffe.
Die Den als Zentrale, das Holotable als Kompass
Zwischen den Einsätzen kehrt das Team auf einen stillgelegten Frachter namens Den zurück. Dort lassen sich Waffenmodifikationen kaufen, neue Operatoren rekrutieren und Basis-Upgrades wie ein Schwarzmarktzugang finanzieren. Über eine holografische Galaxiekarte wählen Spielerinnen und Spieler zwischen Hauptmissionen, Rettungseinsätzen oder Heist-artigen Aufträgen auf Planeten wie Lothal oder Dantooine. Ein Highlight aus dem IGN-Anspielbericht war eine mehrteilige Bespin-Mission mit einem prominenten Gastauftritt: Anakin Skywalker unterstützt Hawks' Truppe bei einer misslungenen Geiselübergabe, samt Lichtschwert-Wirbelangriffen und Force-Push-Manövern über Wolkenstadt-Abgründe.
Kritik an Nebenaufgaben
- Polygon bemängelt eine hohe Zahl generischer optionaler Missionen mit ähnlichem Aufbau
- Aufklärungsaufträge kosten Ressourcen, was laut Polygon zu wiederholtem 'Pflicht-Grinding' führt
- Das Basis-Management verteilt sich auf mehrere separate Menüs ohne Schnellzugriff
- Bit Reactor arbeitete teils an Marvel's Midnight Suns – ähnliche Kritikpunkte wie damals wiederholen sich laut Polygon
“Es ist ein bisschen wie eine Sarlacc-Grube: Man fällt leicht hinein, aber es überrascht, wie tief es dann wird.”
Trotz der genannten Schwächen bei Nebeninhalten ziehen die bisherigen Anspielberichte ein insgesamt positives Fazit für die Hauptkampagne. Ob Bit Reactor das Verhältnis zwischen Pflicht- und Nebenaufgaben bis zum Release am 27. August noch anpasst, bleibt offen – am Grundgerüst des Kampfsystems dürfte sich hingegen wenig ändern.
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WARUM DAS WICHTIG IST
Ein waschechtes Star-Wars-Taktikspiel im XCOM-Stil hat bisher gefehlt, obwohl das Franchise thematisch prädestiniert dafür ist. Die Anspielberichte deuten darauf hin, dass Bit Reactor sowohl Genre-Neulinge als auch erfahrene Taktik-Fans ansprechen will.
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