LEAKSNintendo

Ocarina of Time

Baut ausgerechnet das Xenoblade-Studio das Remake?

Ein norwegischer Händler nannte kurzzeitig Monolith Soft als Entwickler - bestätigt ist davon bislang nichts

Republic of Pixels Redaktion05. September 2026 · 08:02 Uhr3 Min. Lesezeit

Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

Ocarina of Time: Baut ausgerechnet das Xenoblade-Studio das Remake?
Bild: ComputerBase
Kurzfassung
  • Der norwegische Händler Elkjøp führte zeitweise Monolith Soft als Entwickler des Ocarina-of-Time-Remakes - der Eintrag wurde inzwischen entfernt
  • Weder Nintendo noch Monolith Soft haben das bestätigt; der Hinweis bleibt ein unbestätigtes Gerücht
  • Am 8. September läuft eine rund 30-minütige Zelda-Direct zum 40-jährigen Jubiläum, tags darauf folgt eine reguläre Direct mit rund 45 Minuten
  • Als Alternativkandidat gilt weiterhin Grezzo, das bereits Ocarina of Time 3D und Link's Awakening umsetzte

Nintendo lädt am 8. September zu einer eigenen Direct-Ausgabe rund um das 40-jährige Bestehen von The Legend of Zelda. Kurz vor der Ankündigung dieser Präsentation tauchte auf der Produktseite eines norwegischen Elektronikhändlers eine Angabe auf, die Nintendo selbst bis heute nicht gemacht hat: der Name des Studios hinter dem Remake von Ocarina of Time. Genannt wurde Monolith Soft - jenes Team, das sonst für Xenoblade Chronicles steht. Bestätigt ist das nicht, und die Zeile ist inzwischen wieder verschwunden.

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8. Sept.

Zelda-Direct zum Jubiläum, 16 Uhr deutscher Zeit

30 Min.

angekündigte Laufzeit der Jubiläums-Direct

40 Jahre

feiert The Legend of Zelda in diesem Jahr

Was auf der Händlerseite stand

Der Eintrag beim Händler Elkjøp führte Monolith Soft als Entwickler und Bergsala als Publisher auf. Bergsala ist Nintendos Vertriebspartner in den nordischen Ländern und damit an dieser Stelle wenig überraschend - die Entwicklerzeile ist der eigentliche Aufreger. Mittlerweile wurde sie kommentarlos entfernt.

Damit bleiben mehrere Erklärungen offen: Der Händler könnte tatsächlich vorab mit Datensätzen versorgt worden sein, ebenso gut kann es sich um einen fehlerhaften oder schlicht geratenen Datenbankeintrag handeln. Solche Angaben werden in Shopsystemen regelmässig manuell nachgetragen. Weder Nintendo noch Monolith Soft haben sich dazu geäussert. Und selbst wenn die Zeile stimmen sollte, verrät sie nicht, ob das Studio die Entwicklung federführend verantwortet oder nur zuarbeitet.

Monolith Soft und Zelda: eine alte Verbindung

Abwegig wäre eine Beteiligung jedenfalls nicht. Das vollständig zu Nintendo gehörende Studio wird seit Jahren bei Zelda-Projekten eingebunden - meist unterstützend, aber an prominenter Stelle:

  • Skyward Sword
  • A Link Between Worlds
  • Breath of the Wild
  • Tears of the Kingdom

Wie eng das Verhältnis inzwischen ist, wurde Ende 2025 in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Monolith Soft und Nintendo deutlich. Zelda-Verantwortlicher Daiki Iwamoto beschrieb das Studio dort als starken Partner und äusserte den Wunsch, ihm künftig eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines neuen Zelda-Spiels zu übertragen. Das macht den Händlereintrag plausibler - zu einem Beleg wird er dadurch nicht.

Grezzo bleibt der naheliegende Gegenkandidat

Denn es gibt ein Studio, das für genau diese Aufgabe deutlich mehr Vorlauf hat: Grezzo. Das Team setzte bereits Ocarina of Time 3D und Majora's Mask 3D für den Nintendo 3DS um, später folgten die Neuauflage von Link's Awakening und The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom. Wer ein Remake des N64-Klassikers sucht, landet bei dieser Vita fast zwangsläufig. Denkbar ist ausserdem eine Aufteilung - dass also mehrere Studios beteiligt sind und der Händlereintrag nur einen Teil der Wahrheit abbildet.

Zwei Directs an zwei Tagen

Nintendo hat für den 8. September um 16 Uhr deutscher Zeit eine rund 30-minütige The Legend of Zelda 40th Anniversary Direct angesetzt, tags darauf zur selben Uhrzeit folgt eine reguläre Nintendo Direct mit etwa 45 Minuten Laufzeit. Konkrete Inhalte nennt das Unternehmen für beide Termine nicht - Ocarina of Time wird in der Ankündigung nicht ausdrücklich erwähnt.

Zum Remake selbst ist bislang wenig bekannt. Nintendo kündigte es im Juni mit einem kurzen Trailer an und stellte eine „Wiedergeburt“ des Klassikers von 1998 exklusiv für die Switch 2 noch im Jahr 2026 in Aussicht. Gameplay-Szenen, ein Erscheinungstermin und eben das verantwortliche Studio fehlen weiterhin. An der Jahreszahl hält der Konzern unverändert fest.

Einordnung

Ein gelöschter Shop-Eintrag ist die schwächste Form eines Leaks - er hat keine Quelle, keinen Kontext und keine Bestätigung. Interessant macht ihn nur, dass er zu dem passt, was Nintendo im vergangenen Jahr selbst über Monolith Soft gesagt hat. Wer sich für die Antwort interessiert, muss ohnehin nicht lange spekulieren: Die Jubiläums-Direct ist der logische Ort, um Studio, Umfang der Überarbeitung und Termin endlich zu benennen. Bis dahin gilt der Händlerhinweis als das, was er ist - ein unbestätigtes Indiz.

Warum das wichtig ist

Wer ein Remake baut, entscheidet mit darüber, wie stark es vom Original abweicht - ein Grezzo-Ocarina würde vermutlich anders aussehen als eines aus dem Hause Monolith Soft. Für alle, die auf Nintendos Switch-2-Highlight 2026 warten, ist die Studiofrage deshalb mehr als eine Fussnote. Und sie könnte binnen Tagen beantwortet sein.

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