Switch 2
Switch 2 übertrifft 23,68 Millionen verkaufte Konsolen
Nintendos Quartalsbericht zeigt einen Rückgang bei den Hardwareverkäufen, den der Hersteller auf hohe Startzahlen und Preisanpassungen zurückführt

KURZFASSUNG
- Switch 2 hat weltweit 23,68 Millionen Einheiten verkauft und damit den GameCube überholt.
- Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sanken die Hardwareverkäufe um 34,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Nintendo führt den Rückgang auf hohe Startzahlen 2025 sowie eine Preisanpassung in Japan zurück, eine weitere Erhöhung folgt im Westen am 1. September 2026.
- Die Jahresprognose bleibt unverändert: 16,5 Millionen Switch-2-Konsolen sollen bis Ende Geschäftsjahr verkauft werden.
Nintendo hat im Quartalsbericht zum ersten Geschäftsquartal 2027 aktuelle Verkaufszahlen veröffentlicht. Bis zum 30. Juni 2026 wurden weltweit 23,68 Millionen Einheiten der Switch 2 abgesetzt. Damit übertrifft die Konsole bereits die Lebenszeitverkäufe des GameCube, der bei 21,74 Millionen Einheiten liegt. Die Vorgängerkonsole Switch kommt kumuliert auf 156,59 Millionen verkaufte Geräte.
Rückgang im Jahresvergleich, aber laut Nintendo solide
Im abgelaufenen Quartal von April bis Juni 2026 wurden 3,82 Millionen Switch-2-Konsolen verkauft – ein Rückgang von 34,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem die Konsole ihren Marktstart hatte. Nintendo erklärt den Rückgang mit den hohen Startverkäufen 2025 sowie mit einer Preiserhöhung, die in Japan bereits am 25. Mai 2026 in Kraft trat. Eine weitere Preisanpassung für westliche Märkte ist auf den 1. September 2026 angesetzt.
“Die Verkaufszahlen der Nintendo Switch 2 im ersten Quartal erreichten nicht das Niveau des gleichen Quartals im vergangenen Geschäftsjahr, in dem die Konsole eingeführt wurde. Für ein Hardwaresystem in seinem zweiten Jahr fallen die Verkaufszahlen jedoch im Vergleich zur Adoptionskurve der Nintendo Switch günstig aus. Auch auf dem japanischen Markt, wo am 25. Mai eine Preisanpassung in Kraft trat, blieb der Hardware-Absatz solide.”
Software bleibt zentraler Treiber
Während die Hardwareverkäufe zurückgingen, legte die Software zu: Nintendo verkaufte im Quartal 9,46 Millionen Switch-2-Softwareeinheiten, ein Plus von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt war Pokémon Pokopia mit 1,27 Millionen verkauften Einheiten im Quartal. Auch die ursprüngliche Switch bleibt relevant: Trotz sinkender Hardwareverkäufe wurden 33,81 Millionen Softwareeinheiten abgesetzt, wobei Tomodachi Life: Living the Dream mit 7,94 Millionen verkauften Einheiten im Quartal und über 8 Millionen bis zum 5. August 2026 heraussticht.
- Mario Kart World (Switch 2): 15,39 Millionen
- Donkey Kong Bananza (Switch 2): 4,77 Millionen
- Pokémon Legends: Z-A Nintendo Switch 2 Edition: 3,99 Millionen
- Pokémon Pokopia (Switch 2): 3,68 Millionen
- Mario Kart 8 Deluxe (Switch): 71,53 Millionen
- Animal Crossing: New Horizons (Switch): 50,29 Millionen
Jahresprognose bleibt unverändert
Nintendo hält trotz der rückläufigen Quartalszahlen an seiner Jahresprognose fest: Für das laufende Geschäftsjahr werden 16,5 Millionen verkaufte Switch-2-Konsolen sowie 60 Millionen Softwareeinheiten erwartet. Für die Switch rechnet der Hersteller mit 2 Millionen Hardware- und 105 Millionen Softwareeinheiten. Insgesamt wurden bislang 58,17 Millionen Switch-2-Spiele und 1'561,95 Millionen Switch-Spiele weltweit verkauft.
Der Rückgang bei den Hardwareverkäufen wirkt auf den ersten Blick deutlich, liegt laut Nintendo aber weiterhin über der Adoptionskurve der ursprünglichen Switch. Wie stabil die Nachfrage tatsächlich bleibt, dürfte sich erst nach der Preiserhöhung im Westen ab September zeigen – zumal grosse Eigenmarken wie ein neues 3D-Mario, eine neue Pokémon-Generation oder ein neues 3D-Zelda im aktuellen Line-up noch nicht terminiert sind.
WARUM DAS WICHTIG IST
Die Zahlen zeigen, wie sich die Switch 2 in ihrem zweiten Jahr am Markt schlägt und ob die anstehende Preiserhöhung im Westen Einfluss auf die Nachfrage haben könnte. Für Spielende ist zudem relevant, welche Titel die Plattform aktuell tragen und wo grosse Eigenmarken wie ein neues 3D-Mario oder Zelda noch fehlen.
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