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«Wichtige Initiativen» - Konami stellt Reboots von Metal Gear und Silent Hill in Aussicht

Konami-Präsident Hideki Hayakawa nennt vier Traditionsmarken als Säulen des künftigen Geschäfts - und will trotzdem etwas völlig Neues wagen

Republic of Pixels Redaktion24. August 2026 · 16:57 Uhr2 Min. Lesezeit
«Wichtige Initiativen» - Konami stellt Reboots von Metal Gear und Silent Hill in Aussicht
Bild: GamesRadar
Kurzfassung
  • Konami-Präsident Hideki Hayakawa bezeichnet Reboots von Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Suikoden gegenüber Nikkei Gaming als wichtige Säulen des Geschäfts
  • Parallel dazu betont er den Wunsch, völlig neue Genres und Werke zu schaffen
  • Was Konami unter «Reboot» versteht, bleibt offen - auch Remakes wie Metal Gear Solid Delta könnten gemeint sein
  • Der Konzern hat sich zuletzt mit Re-Releases, den Remakes von Silent Hill 2 und Metal Gear Solid 3 sowie Silent Hill f zurückgemeldet

Konami will seine grossen Traditionsmarken nicht nur pflegen, sondern neu aufstellen: In einem Gespräch mit Nikkei Gaming bezeichnet Konzernpräsident Hideki Hayakawa Reboots von Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Suikoden als tragende Säulen des künftigen Geschäfts. Es ist eine der deutlichsten Aussagen zur Marken-Strategie, die aus dem Unternehmen seit Langem zu hören war - und sie betrifft ausgerechnet jene Reihen, deren Zukunft Fans seit Jahren am heftigsten diskutieren.

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Marken nennt Hayakawa namentlich: Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Suikoden

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grosse Remakes prägten Konamis Rückkehr: Silent Hill 2 und Metal Gear Solid 3

Was Hayakawa konkret gesagt hat

Der Konami-Präsident ordnet die Reboots klar der Geschäftsstrategie zu, nicht dem Nostalgiegeschäft am Rand. Gleichzeitig macht er deutlich, dass sich der Konzern nicht allein auf bekannte Namen stützen will.

Reboots bestehender Marken wie Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Suikoden sind wichtige Initiativen, die als Säulen unseres Geschäfts dienen.
Hideki Hayakawa, Präsident von Konami, gegenüber Nikkei Gaming
Gleichzeitig haben wir als Konami den starken Wunsch, völlig neue Genres und Werke zu erschaffen.
Hideki Hayakawa, Präsident von Konami, gegenüber Nikkei Gaming

Beide Sätze zusammen ergeben ein Zweigleis-Modell: bekannte Marken als verlässliche Basis, neue Ideen als Wachstumsfeld. Wie das Verhältnis zwischen beidem aussieht, welche Studios beteiligt sind und in welchem Zeitraum die Projekte erscheinen sollen, sagt Hayakawa nicht.

Vom Tiefpunkt zurück in die Gunst der Fans

Die Aussage bekommt ihr Gewicht durch die Vorgeschichte. Nach dem öffentlich ausgetragenen Bruch zwischen Hideo Kojima und Konami rund um die Veröffentlichung von Metal Gear Solid 5, dem Schwenk in Richtung Pachinko-Automaten und einer langen Phase ohne nennenswerte neue Spiele verlor der Konzern bei einem grossen Teil der Spielerschaft massiv an Ansehen. Die Marken waren da, die Spiele fehlten.

  • Gut aufgenommene Neuauflagen und Sammlungen aus dem Castlevania- und Metal Gear-Umfeld
  • Das Remake von Silent Hill 2 und die Neuauflage von Metal Gear Solid 3 als Metal Gear Solid Delta
  • Mit Silent Hill f ein neuer Titel, der sich bewusst von den etablierten Mustern der Hauptreihe löst

Gerade Silent Hill f ist für die Einordnung von Hayakawas Worten zentral: Der Titel zeigte, dass Konami nicht ausschliesslich auf Remakes vertraut, sondern eine Marke auch inhaltlich neu denken kann, ohne sie zu verlieren. Genau dieses Muster steckt im Begriff «Reboot» - ein Neustart, der die Identität einer Reihe behält, aber nicht ihre alten Abläufe kopiert.

Der Knackpunkt: Was heisst «Reboot» bei Metal Gear?

Bei Metal Gear ist die Frage besonders heikel. Für viele ist die Reihe untrennbar mit Hideo Kojima verbunden - so sehr, dass ein Teil der Fangemeinde nicht mehr mit einem neuen Originalspiel rechnet. Hayakawas Formulierung lässt sich in zwei Richtungen lesen: Entweder plant Konami tatsächlich einen inhaltlichen Neustart der Serie, oder der Konzernchef zählt bereits Metal Gear Solid Delta zu den Reboots. In diesem Fall liefe die Strategie eher auf weitere Remakes hinaus.

Für Suikoden wiederum wäre schon die blosse Nennung ein Signal, denn die Rollenspielreihe gehört zu den am längsten vernachlässigten Marken im Portfolio. Auch hier bleibt Konami konkrete Angaben schuldig.

Einordnung

Es handelt sich um eine offizielle Strategie-Aussage des Konzernchefs, nicht um eine Spieleankündigung: Es gibt keine Titel, keine Plattformen, keine Zeitpläne. Wertvoll ist die Nachricht trotzdem, weil sie erstmals unmissverständlich festhält, dass diese vier Marken planmässig weitergeführt werden sollen - und dass Konami sein Comeback nicht allein auf Remakes stützen will. Ob am Ende ein echter Neuanfang für Metal Gear steht oder eine weitere Runde aufpolierter Klassiker, entscheidet sich erst mit der nächsten Ankündigung.

Warum das wichtig ist

Konami sass jahrelang auf einigen der bekanntesten Spielmarken überhaupt, ohne sie zu nutzen. Wenn der Konzernchef Reboots von Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Suikoden zur Geschäftsgrundlage erklärt, geht es nicht mehr um Einzelprojekte, sondern um eine langfristige Strategie - und damit um die Frage, ob es nach den Remakes wieder eigenständige neue Teile dieser Reihen gibt.

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