GTA 6
Achtes GTA-6-Video geleakt - Take-Two jagt jetzt per Gerichtsbeschluss
Trotz DMCA-Subpoenas gegen Microsoft und Discord veröffentlicht die Person hinter «CyberLeek» weiter angebliches Spielmaterial - fünf Tage in Folge
Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

- Am 22. August erschienen zwei weitere angebliche GTA-6-Gameplay-Videos - das siebte und achte innerhalb einer Woche
- Take-Two hat DMCA-Subpoenas gegen Microsoft und Discord erwirkt; die Microsoft-Anfrage wurde am 21. August von einem New Yorker Bundesgericht bewilligt
- Laut Bloomberg weiss Rockstar weder, wie die Leaks entstanden, noch wer dahintersteckt - intern herrscht Ärger
- Netflix hält an «Grand Theft Auto 6: An Extended Look» am 27. August fest, sechs Stunden exklusiv vor YouTube und Co.
- Die Echtheit des Materials ist offiziell unbestätigt - alle Videos bewerben zudem einen Memecoin
Der Leak-Marathon rund um GTA 6 geht in den fünften Tag: Am 22. August sind zwei weitere angebliche Gameplay-Videos aufgetaucht, verbreitet von der Person oder Gruppe hinter dem Namen «CyberLeek». Es sind bereits das siebte und achte Video dieser Woche - und sie erscheinen, obwohl Rockstar-Eigentümer Take-Two längst juristisch zurückschlägt. Wichtig vorab: Weder Rockstar noch Take-Two haben die Echtheit des Materials bestätigt, alle Angaben sind unbestätigt.
EXTERNER INHALT VON YOUTUBE
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8 Videos
angebliche Gameplay-Clips innerhalb einer Woche
27. Aug.
Netflix zeigt «An Extended Look» - sechs Stunden exklusiv
19. Nov. 2026
geplanter Release für PS5 und Xbox Series X/S
Supercars, ein Überfall - und eine Spitze gegen Rockstar
Das erste der beiden neuen Videos zeigt laut IGN weiteres Supercar-Gameplay sowie einen bewaffneten Raubüberfall, das zweite Szenen aus einem Stripclub. Letzteres wirkt wie eine bewusste Provokation: Zu sehen ist ein Ausschnitt aus einer Zwischensequenz, in der eine Figur ankündigt, sie müsse mal «einen ablassen» - im englischen Original ein Wortspiel auf den Namen des Leakers. Es ist die zweite Cutscene, die in dieser Woche auftaucht, und genau das nährt die Sorge, dass die Quelle Zugriff auf einen spielbaren Build hat und irgendwann auch relevante Story-Inhalte veröffentlichen könnte.
Ein Detail relativiert die vermeintliche Whistleblower-Pose deutlich: Sämtliche Videos bewerben einen Memecoin. Beobachter ordnen die Aktion daher überwiegend als Krypto-Masche ein - der Leak ist hier nicht Selbstzweck, sondern Reichweitenmotor für ein Finanzprodukt.
Take-Two geht über die Gerichte - und über GitHub
Am 20. August reichte Take-Two an einem US-Bundesgericht DMCA-Subpoenas ein, um Nutzerdaten von Microsoft und Discord zu erhalten. Gefragt sind unter anderem identifizierende Informationen zu Accounts, die Mitglied in mehreren Discord-Servern waren - darunter einer, der dem australischen GTA-Creator Matthew «Matt» Judge alias DarkViperAU zugeordnet wird. Judge weist jedes Fehlverhalten von sich. Von Microsoft verlangt Take-Two zudem interne Geschäfts- und Untersuchungsunterlagen, die zur Identifizierung der Personen hinter der «cyberleek»-Persona führen könnten. Das zuständige Bundesgericht im Southern District of New York gab der Microsoft-Anfrage am 21. August statt.
Bereits am 19. August ging eine DMCA-Löschaufforderung an GitHub, wo Teile des Materials abgelegt waren.
Das gesamte Repository muss vollständig abgeschaltet werden, es gibt keine Abhilfe für diesen eindeutigen Fall von Rechtsverletzung.
Microsoft und Discord reagieren, Rockstar schweigt
Xbox-Technikchef Scott Van Vliet meldete sich öffentlich zu Wort und stellte sich hinter den Publisher.
Wir arbeiten eng mit Take-Two und Rockstar Games zusammen, um die Bemühungen zum Schutz kreativer Werke und geistigen Eigentums zu unterstützen.
Discord erklärte gegenüber Variety, man erhalte gelegentlich DMCA-bezogene Subpoenas, prüfe diese und komme gültigen Anfragen nach - Routine für Unternehmen dieser Art. Rockstar und Take-Two selbst haben sich bislang nicht öffentlich geäussert. Laut einem Bericht von Bloomberg weiss Rockstar bisher weder, wie das Material nach aussen gelangte, noch wer dahintersteckt; intern sorge die Situation für Frust und Ärger.
Netflix hält am Termin fest - und kassiert Memes
Trotz allem bleibt der grosse Auftritt bestehen: «Grand Theft Auto 6: An Extended Look» läuft am Donnerstag, 27. August, zunächst sechs Stunden exklusiv bei Netflix, bevor das Video auf Plattformen wie YouTube wandert. Der Streamingdienst warb am Wochenende mit der Frage «Wie viele Tage noch bis GTA 6: An Extended Look?» - und erntete eine Antwortflut aus Spott. Eine der meistgeteilten Reaktionen: «Bro, wir hatten die ganze Woche einen extended look.»
Dass die Leaks dem offiziellen Showcase die Luft nehmen, ist trotzdem unwahrscheinlich. Wackelige Mitschnitte aus einem laufenden Build ersetzen keine kuratierte Präsentation - und viele in der Community wollen das Spiel genau so sehen, wie es die Entwicklerinnen und Entwickler zeigen wollten.
Einordnung
Der Fall hat zwei Ebenen. Juristisch zeigt er, wie schnell ein Publisher heute an Plattformdaten kommt: Vom Takedown bei GitHub bis zum bewilligten Subpoena gegen Microsoft vergingen zwei Tage. Praktisch bleibt das Problem ungelöst, solange die Quelle des Builds unbekannt ist - jede weitere Veröffentlichung erhöht das Risiko, dass irgendwann Story-Material im Umlauf ist. Für alle, die GTA 6 am 19. November 2026 unvorbelastet starten wollen, heisst das bis auf Weiteres: Feeds mit Vorsicht scrollen. Und: Solange keine offizielle Bestätigung vorliegt, bleibt sämtliches Material genau das - ein unbestätigter Leak mit Krypto-Etikett.
Wer GTA 6 unvoreingenommen erleben will, muss sich derzeit aktiv durch Social Feeds navigieren - die Sorge, dass die Leaks auch Story-Inhalte treffen, wächst mit jeder neuen Cutscene. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie schnell ein Publisher heute juristisch gegen Plattformen vorgeht und welche Daten dabei auf dem Tisch liegen.
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