GTA 6
GTA 6-Leaks mit Werbeblock - 162.000 Dollar nur für die Antwort
Die Gruppe hinter den unbestätigten GTA-6-Videos vermietet angeblich Platz in kommenden Leaks - und kassiert schon für den ersten Kontakt
Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

- Cyberleek soll auf der eigenen Webseite einen Bereich «Secure Contact & Advertising» eingerichtet haben und Werbeplätze in kommenden GTA-6-Leaks anbieten
- Allein die Kontaktaufnahme kostet laut Berichten 400 Monero - je nach Umrechnung rund 150.471 Euro beziehungsweise etwa 162.000 US-Dollar
- Die Angebote reichen von Wasserzeichen in Leak-Videos bis zu massgeschneiderten Gameplay-Clips für einzelne Marken
- Take-Two hat DMCA-Anfragen an Microsoft und Discord gestellt, die Daten sollten bis zum 4. September 2026 vorliegen
Die Gruppe hinter den jüngsten Grand-Theft-Auto-6-Videos verkauft offenbar Werbung in den eigenen Leaks. Laut mehreren Berichten hat Cyberleek die eigene Webseite um einen Bereich mit dem Titel «Secure Contact & Advertising» erweitert - inklusive Preisschild. Wer überhaupt eine Antwort bekommen will, soll 400 Monero überweisen. Wichtig vorweg: Alle Angaben sind unbestätigt. Die mit Cyberleek in Verbindung gebrachten Seiten werden inzwischen weitgehend geblockt, eine unabhängige Prüfung ist damit kaum möglich.
400 XMR
Kontaktgebühr in Monero - rund 150.471 Euro beziehungsweise etwa 162.000 US-Dollar
60.000 $
sollen die GTA-6-Leaks Cyberleek laut Insider Gaming bereits eingebracht haben
4. Sept. 2026
Frist, bis zu der Take-Two die angeforderten Kontodaten vorliegen sollten
Ein Preis nur dafür, dass jemand zurückschreibt
Die 400 Monero sind ausdrücklich kein Preis für eine Anzeige. Sie sollen lediglich garantieren, dass Cyberleek sich meldet - laut Webseite innerhalb von 24 Stunden. Alles Weitere werde anschliessend privat über den verschlüsselten Messenger Session verhandelt. Konkrete Tarife für Placements oder Auftragsclips nennt die Gruppe nicht. Wer den Kontakt-Button anklickt, wird zunächst aufgefordert, ein Recovery-Passwort für Session zu sichern, und dann zur Zahlung geleitet.
Die Monero-Überweisung dient als Kontaktgebühr, die garantiert, dass Cyberleek antwortet, um das Gespräch zu beginnen.
Wasserzeichen, Auftragsclips - und eine seltsame rote Linie
Das beworbene Portfolio ist erstaunlich konkret. Käufer sollen Werbung direkt in kommende Leak-Videos einbinden dürfen, etwa als Wasserzeichen. Darüber hinaus stellt die Gruppe «massgeschneiderte Gameplay-Aufnahmen, die auf bestimmte Marken zugeschnitten sind (einschliesslich sexueller Inhalte)» in Aussicht. Das ist mehr als eine Marketingfloskel: Wer Clips auf Zuruf produzieren will, braucht Zugriff auf eine spielbare Fassung, nicht nur auf ein Archiv fertiger Aufnahmen.
- Werbeflächen in kommenden Leak-Videos, unter anderem als Wasserzeichen
- Auftragsproduktionen mit Gameplay-Material rund um einzelne Marken
- Glücksspiel und Inhalte für Erwachsene sind laut Cyberleek erlaubt
- Werbung für Betrugsmaschen wird nach eigenen Angaben abgelehnt
- Verhandlung ausschliesslich über den verschlüsselten Messenger Session
Gleichzeitig betont die Gruppe, es handle sich ausdrücklich nicht um «Lösegeld, das Publisher zahlen, um die Leaks zu stoppen». Take-Two und Rockstar seien als Kunden also nicht gemeint. Kurios wirkt vor allem der selbst gezogene Anstand: Scams sind tabu, urheberrechtlich geschütztes Material zu Geld zu machen offenbar nicht. Und im Netz laufen ohnehin bereits Phishing-Seiten unter dem Namen Cyberleek, die mit angeblichem Early Access persönliche Daten abgreifen - dahinter dürften allerdings Trittbrettfahrer stecken.
Was bislang zu sehen war
Die Leak-Serie läuft seit dem 18. August 2026, mindestens sechs Videos sind aufgetaucht. Zu sehen sein sollen unter anderem Jason beim Basketball, ein Flug über Leonida, das Durchschalten der Radiosender und der Diebstahl eines Wagens, der einem Truffade Thrax ähnelt. In einer Sequenz schiesst Jason die Buchstaben «LEEK» in eine Wand - ein weiteres Indiz dafür, dass hier jemand tatsächlich am Steuer einer spielbaren Version sitzt. Als Auslöser der Aktion wird die fehlende Disc-Version des Spiels genannt. Wirtschaftlich hat die Sache Folgen: Laut Insider Gaming soll Cyberleek bereits rund 60.000 Dollar mit den GTA-6-Leaks verdient haben, das digitale Portfolio wird auf über 390.000 Dollar in Kryptowährungen beziffert. Auf der anderen Seite leidet der Aktienkurs.
Take-Two zieht die Schrauben an
Der Publisher setzt inzwischen auf juristischen Druck. Take-Two hat DMCA-Anfragen an Microsoft und Discord gestellt, um an Kontodaten zu kommen, die zur Identität hinter Cyberleek führen könnten. Die geforderten Informationen sollten bis zum 4. September 2026 vorliegen. Ob damit tatsächlich ein Name auf dem Tisch liegt, ist offen - die Gruppe agiert nach allem, was bekannt ist, betont vorsichtig.
Einordnung: Der Werbeshop ist vor allem ein Signal, wie professionell dieses Leak-Geschäft mittlerweile aufgezogen wird - weg vom Bild des idealistischen Whistleblowers, hin zur Mediaagentur mit Kryptokonto. Praktisch dürfte das Modell trotzdem wackeln: Wer sechsstellige Summen an eine Gruppe überweist, gegen die ein Milliardenkonzern gerade juristisch vorgeht, kauft sich vor allem Ärger. Für Fans bleibt die nüchterne Erkenntnis, dass jeder Klick auf diese Videos ein Geschäftsmodell füttert - und dass sich rundherum längst Betrüger eingenistet haben.
Die GTA-6-Leaks sind längst kein Fan-Thema mehr, sondern ein Geschäftsmodell mit Preisliste. Wer die Videos anklickt, bewegt sich damit in einem Umfeld, in dem parallel Phishing-Seiten im Namen derselben Marke laufen. Und je aggressiver die Monetarisierung, desto härter dürfte Rockstars Umgang mit Bildmaterial vor dem Release ausfallen.
COMMUNITY-UMFRAGE
Wie geht ihr mit den GTA-6-Leaks um?
Anonym abstimmen und sehen, was die Community denkt.
HYPE-METER
Noch keine Stimmen - gib die erste ab
QUELLEN (2)
MEHR ZU DIESEN THEMEN
WEITERLESEN
Kommentare
Kommentare werden geladen …



