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GTA 6

Die Verkehrskamera erkennt das Diebesgut - zwei Sterne sofort

Ein neues, unbestätigtes Leak-Video zeigt eine Autofahrt durch Vice City - und darin ein Überwachungssystem, das Diebstähle offenbar selbstständig meldet

Republic of Pixels Redaktion22. August 2026 · 03:03 Uhr4 Min. Lesezeit

Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

GTA 6: Die Verkehrskamera erkennt das Diebesgut - zwei Sterne sofort
Bild: PC Gamer
Kurzfassung
  • Ein weiteres angeblich echtes GTA-6-Video zeigt rund zwei Minuten Autofahrt durch Vice City - vom Flughafen über die Innenstadt bis in ein Industriegebiet.
  • Eine Verkehrskamera auf der Autobahn erkennt offenbar das gestohlene Auto: Der Spieler landet sofort in einer roten Zone und bekommt zwei Fahndungssterne.
  • Ein roter Pin im Fahrzeug-HUD beginnt zu blinken, sobald der Wagen stehen bleibt - vermutlich ein Ortungssystem im Stil von Lojack.
  • Fahrer lassen sich nicht mehr widerstandslos aus dem Auto ziehen; das Gerangel kostet Ausdauer. Alle Angaben sind unbestätigt, Rockstar äussert sich nicht.

Es reisst nicht ab: Über den Account Cyberleek ist ein weiteres, offenbar echtes Video aus GTA 6 aufgetaucht. Es zeigt rund zwei Minuten Fahrt durch Vice City - vom Flughafen über die belebte Innenstadt auf die Autobahn und schliesslich in ein Industriegebiet. Spektakulär ist die Tour nicht: Kaum Blechschaden, keine Verfolgungsjagd, kein Feuergefecht. Und trotzdem stecken in diesen zwei Minuten mehrere Systeme, die es in dieser Form in keinem GTA zuvor gab. Wichtig vorweg: Das Material ist nicht offiziell, Rockstar Games hat sich weder zur Echtheit noch zu den gezeigten Inhalten geäussert. Alles Folgende ist unbestätigt und stammt aus einer nicht autorisierten Aufnahme.

2 Sterne

Fahndungslevel, das die Verkehrskamera sofort auslöst

2022

Jahr des grossen Rockstar-Hacks - die Sicherheitsmassnahmen danach haben den neuen Leak nicht verhindert

Was das Video zeigt

Der Clip beginnt damit, dass Protagonist Jason einen Pick-up stehen lässt und sich einen "Truffade Thrax" schnappt - einen teuren Sportwagen, in dem bereits jemand sitzt. Jason zerrt den Besitzer auf die Strasse und fährt los. Von da an läuft die Aufnahme als reine Fahrt ab, mit Fahndungslevel im Nacken, aber ohne dass der Spieler je gestellt wird. Die interessanten Details liegen deshalb nicht in der Action, sondern am Rand: in HUD-Elementen, Symbolen auf der Fahrbahn und Beschriftungen, die im Vorbeifahren auftauchen.

Fahrer wehren sich - und das kostet Ausdauer

Der Ablauf war jahrzehntelang immer derselbe: Scheibe einschlagen, Tür auf, Fahrer raus, wegfahren. In GTA 6 scheint dieser Automatismus zu enden. Im Video kommt es zu einem kurzen Gerangel mit dem Fahrer, bevor Jason den Wagen übernehmen kann - das Bild legt nahe, dass der Spieler dabei eine Taste mehrfach drücken musste. Zusätzlich zehrt der Kampf an der Ausdauerleiste, jenem Stamina-System, das bereits im ersten grossen Leak-Video zu sehen war.

Die Konsequenz wäre spürbar: Wer nach einer Flucht zu Fuss ausgepowert an einer Ampel steht, dürfte Mühe haben, sich schnell ein Ersatzfahrzeug zu besorgen. Aus einem reinen Tastendruck wird damit eine Ressourcenfrage - und Autodiebstahl bekommt zum ersten Mal einen Preis, den man vorher einplanen muss. Bestätigt ist auch das nicht; es ist die Interpretation weniger Sekunden Videomaterial.

Verkehrskameras: erkannt, gemeldet, zwei Sterne

Der auffälligste Fund liegt auf der Autobahn. Während Jason mit dem gestohlenen Sportwagen beschleunigt, taucht mitten auf der Fahrbahn kurz ein Symbol auf: drei kleine, miteinander verbundene Kreise. Nachdem er es passiert hat, signalisiert das HUD kurz, dass er erfasst wurde - unmittelbar danach befindet er sich in einer roten Zone und hat zwei Fahndungssterne. Sobald er die Zone wieder verlässt, verschwinden die Sterne.

Alles deutet auf eine Verkehrskamera hin, die das gestohlene Fahrzeug automatisch identifiziert. Für die Spielpraxis wäre das ein neuer Rhythmus: Die Polizei reagiert nicht mehr nur darauf, dass jemand einen Diebstahl sieht, sondern auf Infrastruktur. Autobahnen würden damit zu Risikostrecken, Nebenstrassen zur sicheren, aber langsamen Alternative. Wer schnell ans Ziel will, zahlt mit Aufmerksamkeit.

Der blinkende Pin: Stehenbleiben verboten

Beim Einsteigen zeigt das Fahrzeug-Interface die schon bekannten Tank- und Motoranzeigen aus dem früheren Leak - dazu aber ein rotes Pin-Symbol. Sobald der Spieler den Wagen für ein paar Sekunden anhält, beginnt dieser Pin zu blinken. Die naheliegende Erklärung: ein Ortungs- und Wiederbeschaffungssystem, wie es reale Anbieter unter Namen wie Lojack verkaufen. Wer ein derart ausgerüstetes Auto klaut und stehen bleibt, bekäme demnach Besuch von der Polizei - unter Umständen sogar dann, wenn gerade gar kein Fahndungslevel aktiv ist.

Das wäre der zweite Baustein einer Systematik, die Diebesgut zum Problem macht: Kameras bestrafen Tempo, der Tracker bestraft Pausen. Ob das nur für Luxusfahrzeuge wie den Thrax gilt oder für einen grösseren Teil des Fuhrparks, geht aus dem Clip nicht hervor.

Zoten, Schilder und Fahrbahnreflektoren

Zwischen all den Systemen bleibt Platz für den vertrauten Rockstar-Humor - auch wenn er in diesem Clip zurückhaltender ausfällt als in früheren Serienteilen. Wer genau hinsieht, findet im Vorbeifahren:

  • vergleichsweise brave Firmennamen wie "Juice Loose", "Mattress Madness" und "Juicy Joes"
  • einen Mietwagen-Anbieter namens "Truck-U"
  • einen Getränke-Lkw für ein Produkt namens "Sitzpinkler"
  • einen Bus mit der Liniennummer 420

Technisch fällt zudem ein Detail auf, das man leicht übersieht: Die Fahrbahnreflektoren zwischen den Spuren werfen tatsächlich das Scheinwerferlicht zurück. Für sich genommen eine Kleinigkeit - aber genau die Sorte Detailarbeit, für die Rockstar seit Red Dead Redemption 2 gleichermassen gelobt und veralbert wird, und die nächtliche Autobahnfahrten glaubwürdig wirken lässt.

Rockstar sitzt das aus - freiwillig ist das nicht

Die Videos kommen zu einem denkbar unpassenden Zeitpunkt. Nach dem grossen Hack von 2022, bei dem umfangreiches Entwicklungsmaterial zu GTA 6 im Netz landete, hatte Rockstar seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Verhindert hat das den neuen, erneut umfangreichen Gameplay-Leak nicht. Innerhalb der Belegschaft sorgt die Situation laut Berichten für Frust - gleichzeitig dürften die Clips die Erwartungshaltung vor dem nächsten offiziellen Auftritt eher noch anheizen.

Einordnung

Nichts davon ist offiziell, und aus zwei Minuten Videomaterial lässt sich kein Systemdesign ableiten. Was sich aber abzeichnet, ist eine Richtung: GTA 6 scheint den namensgebenden Autodiebstahl weniger als Selbstverständlichkeit und mehr als Risiko zu behandeln - mit Gegenwehr, Überwachung und Ortung als Gegengewicht. Ob das die Fluchten spannender oder nur mühsamer macht, wird sich erst am fertigen Spiel zeigen. Bis dahin gilt: Jedes dieser Videos ist eine Momentaufnahme aus einer Entwicklungsversion, die sich bis zum Release noch ändern kann.

Warum das wichtig ist

Die Leaks zeigen zum ersten Mal, wie GTA 6 den Klassiker Autodiebstahl neu reguliert: Wer künftig ein Auto klaut, muss mit Ausdauerverlust, Überwachungskameras und einem Tracker im Wagen rechnen. Für ein Spiel, dessen Titel wörtlich "schwerer Autodiebstahl" bedeutet, wäre das eine spürbare Verschiebung der Spielregeln - und ein Hinweis darauf, wie viel Simulation Rockstar seiner Open World zumutet.

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