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GTA 6 Leak

Take-Two löscht die Videos — und bestätigt sie damit indirekt

Eine Gruppe namens Cyberleek reklamiert den Leak für sich und beruft sich auf Verbraucherrechte — Stop Killing Games will damit nichts zu tun haben

Republic of Pixels Redaktion19. August 2026 · 11:55 Uhr3 Min. Lesezeit

Gerücht / Leak: Dieser Artikel behandelt unbestätigte Informationen aus Leaks oder Insider-Quellen. Wir kennzeichnen das klar und ordnen ein, was gesichert ist und was Spekulation bleibt.

GTA 6 Leak: Take-Two löscht die Videos — und bestätigt sie damit indirekt
Bild: Insider Gaming

KURZFASSUNG

  • Take-Two Interactive verschickt laut Insider Gaming aggressiv DMCA-Takedowns gegen die geleakten GTA-6-Gameplay-Videos — ein indirekter Hinweis darauf, dass das Material echt ist.
  • Metadaten der Clips deuten auf Aufnahmen aus der Zeit um 2023 hin, also nicht auf den aktuellen Stand des Spiels. Alle Angaben sind unbestätigt.
  • Eine Gruppe namens Cyberleek reklamiert den Leak für sich, veröffentlichte ein Manifest gegen digitale Vorbesteller-Praktiken — und bewirbt gleichzeitig einen Memecoin.
  • Die Kampagne Stop Killing Games verurteilt den Vorfall deutlich und ruft dazu auf, den Leakern kein Geld zu schicken.

Take-Two Interactive räumt auf: Laut einem Bericht von Insider Gaming verschickt der Publisher seit Stunden im Dauerbetrieb DMCA-Takedowns gegen die Gameplay-Videos zu Grand Theft Auto 6, die seit Mitte der Woche im Netz kursieren. Offiziell bestätigt hat Take-Two nichts — doch gerade das Tempo der Löschwelle gilt als starkes Indiz dafür, dass das Material tatsächlich aus der Entwicklung stammt. Bis zu einer Stellungnahme von Rockstar oder Take-Two bleibt der Leak damit formal unbestätigt.

EXTERNER INHALT VON X

Beim Laden werden Daten an X übermittelt, und X kann Cookies setzen.

27. Aug.

Termin des offiziellen «Extended Look» bei Netflix

2023

Entstehungszeitraum der Clips laut Metadaten

2022

Jahr des letzten grossen GTA-6-Hacks

Die Löschwelle als indirekte Bestätigung

Wer die Videos gesehen hat, dürfte irritiert gewesen sein: Der optische und technische Zustand passt nicht zu einem Spiel, das nur noch wenige Monate von der Veröffentlichung entfernt ist. Insider Gaming verweist auf die Metadaten der Dateien, die auf Aufnahmen aus der Zeit um 2023 hindeuten — ein früher Entwicklungsstand also, kein Blick auf die Version, die im Handel landet. Eine weitere Auswertung des Portals kommt auf 2024 oder früher. Beide Einschätzungen stützen sich auf Dateiinformationen und sind nicht verifiziert.

Auffällig ist zudem, wer nicht berichtet hat: Mehrere Medien und Content-Creator liessen den Leak bewusst aus. Insider Gaming vermutet, dass sie es sich nicht mit jenen verderben wollen, die aktuell Preview-Termine zu GTA 6 vergeben. Nach Informationen des Portals laufen diese Anspielsessions bereits und dürften zeitlich mit dem offiziellen Event zusammenfallen.

Ein Manifest, ein Memecoin — und viele Zweifel

Zum Leak bekennt sich eine Gruppe namens Cyberleek, die im Anschluss ein Manifest veröffentlichte. Darin gibt sie sich als Kämpferin gegen konzernfreundliche Praktiken zu erkennen und nennt konkrete Punkte:

  • Kritik an digitalen Vorbestellungen
  • Kritik an Singleplayer-DLC, das bereits im Basisspiel steckt und nur freigeschaltet wird
  • Forderung nach einem «Offline-Fallback» für Singleplayer-Spiele, damit sie nach dem Abschalten von Servern weiterlaufen

Der angebliche Leaker begründete die Veröffentlichung laut Insider Gaming vor allem damit, dass GTA 6 ein rein digitaler Titel werde. Gleichzeitig nutzte die Gruppe den Aufmerksamkeitsschub, um eine Kryptowährung in Form eines Memecoins zu bewerben — ein Detail, das die angeblich verbraucherfreundlichen Motive massiv in Zweifel zieht. Zudem kündigte der Leaker weitere Veröffentlichungen bei anderen Entwicklern und Publishern an. Ob dahinter mehr steckt als Bluff, ist offen.

Stop Killing Games zieht eine klare Linie

Weil das Manifest inhaltlich an Forderungen anknüpft, die die Kampagne Stop Killing Games seit Jahren auf gesetzlichem Weg durchsetzen will, meldete sich diese in einem Statement in den sozialen Medien zu Wort — und distanzierte sich unmissverständlich.

Schickt diesen Leuten kein Geld, egal wie viel Sympathie ihr für ihr Handeln empfinden mögt. Das ist illegal, und ehrlich gesagt fühlen wir mit allen bei Rockstar, die das erneut durchmachen müssen — besonders gut eine Woche vor der Premiere von Rockstars eigenem «Extended Look». Illegale Mittel zu nutzen, um einen Punkt zu machen, ist für uns unakzeptabel und trägt nichts dazu bei, unser Recht zu schützen, das Gekaufte weiter nutzen zu dürfen.
Stop Killing Games

Die Kampagne verweist auch auf die Belegschaft: Egal wie stark man mit dem Management dieser Unternehmen im Streit liege, es seien tausende Entwicklerinnen und Entwickler, die die Arbeit gemacht hätten — und die es am härtesten treffe. Solche Aktionen riskierten, den Ruf der eigenen Communities und die Chancen auf echte Veränderung zu beschädigen. Als Warnung dient der Gruppe der Fall von 2022: Der damalige GTA-6-Leaker endete mit einer unbefristeten Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung.

Was bleibt

Unterm Strich profitiert von diesem Leak kaum jemand. Ein Teil des Publikums sieht ein paar Tage früher, dass GTA 6 aussieht wie ein GTA — nur eben in einem Zustand von vor Jahren. Rockstar und Take-Two dürften juristisch nachlegen, das Team steht im Endspurt unter zusätzlichem Druck. Wer tatsächlich etwas gegen konzernfreundliche Praktiken tun will, hat sinnvollere Wege: Die im Vorjahr abrupt entlassenen Rockstar-Beschäftigten bitten Unterstützer, über den Kauf von IWGB-Gewerkschaftsmerch ihren Rechtsstreit gegen das Studio zu finanzieren. Rockstar selbst begründet die Kündigungen damit, dass vertrauliche Informationen in einem öffentlichen Forum weitergegeben wurden. Verlässliche Bilder vom aktuellen Stand des Spiels gibt es dann am 27. August 2026 — offiziell, im Netflix-Special.

COMMUNITY-UMFRAGE

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WARUM DAS WICHTIG IST

Eine Woche vor Rockstars offiziellem «Extended Look» prägt geleaktes Altmaterial das Bild, das viele Spielerinnen und Spieler von GTA 6 haben — und verzerrt damit die Erwartungen an ein Spiel, das kurz vor dem Start steht. Zugleich instrumentalisiert die Gruppe hinter dem Leak echte Verbraucherforderungen für eigene Zwecke, was seriösen Kampagnen wie Stop Killing Games schadet.

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