Gran Turismo 7
Wankel-Upgrade gratis — aber nicht in Update 1.71
Polyphony Digital und Mazda zeigen in Tokio den RX-Vision GT3 Evo — und wollen damit die grösste Schwäche des Fan-Lieblings beheben

KURZFASSUNG
- Mazda und Polyphony Digital haben beim World-Series-Event in Tokio den RX-Vision GT3 Evo enthüllt
- Das Update betrifft vor allem die Aerodynamik: neue Frontschürze, überarbeitetes Heck, Finnen in den Schwellern
- Der Wagen kommt später in diesem Jahr kostenlos in Gran Turismo 7 — im anstehenden Update 1.71 ist er nicht enthalten
- Hintergrund: Mazda holte im Manufacturers Cup 2025 den Vizetitel hinter Porsche
Die Gran Turismo World Series 2026 machte am Wochenende in Tokio Station — und lieferte neben dem sportlichen Programm eine Ankündigung, die vor allem eingefleischte Gr.3-Piloten interessieren dürfte. Polyphony Digital und Mazda stellten den Mazda RX-Vision GT3 Evo vor, eine überarbeitete Version eines der beliebtesten Rennwagen in «Gran Turismo 7». Das Fahrzeug soll noch in diesem Jahr kostenlos in den Fuhrpark wandern — im unmittelbar bevorstehenden Update 1.71 ist es allerdings nicht dabei.
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0 €
kostet der RX-Vision GT3 Evo als Nachschub für Gran Turismo 7
2020
kam das ursprüngliche RX-Vision GT3 Concept in Gran Turismo Sport
Platz 2
belegte Team Mazda im Manufacturers Cup 2025 hinter Porsche
Vom Showcar in Monaco zum Dauerbrenner der Lobbys
Die Geschichte des Wagens beginnt 2019: Bei den GT World Finals in Monaco zeigte Mazda das RX-Vision GT3 Concept zunächst als Studie. Im Frühjahr 2020 fand das extrem flache Coupé dann seinen Weg in «Gran Turismo Sport» und löste dort den in die Jahre gekommenen — ebenfalls rein fiktiven — Atenza Gr.3 ab. Der Erfolg stellte sich sofort ein: Das charakteristische Kreischen des Wankelmotors prägte sechs Jahre lang Online-Lobbys und Turniere.
Genau dieser lange Lebenszyklus ist der Grund für das Upgrade. Mazda orientiert sich dabei an der realen GT3-Welt, in der Hersteller ihre Rennwagen nach einigen Jahren mit sogenannten Evo-Paketen versehen, um sie gegen neuere Konkurrenz konkurrenzfähig zu halten. Der virtuelle Bolide bekommt also dieselbe Behandlung wie sein Vorbild im echten Motorsport.
Was sich am Auto konkret ändert
Mazda-Designer Ikuo Maeda erklärte während der Präsentation, dass die Überarbeitung die Entwicklung des Rennwagens auf der Strecke spürbar machen soll, ohne die Eleganz des Coupés zu opfern. Entsprechend stammen die Änderungen fast ausschliesslich aus dem Windkanal:
- Front: eine tiefergezogene Schürze mit geänderten Lufteinlässen, integrierten Zusatzscheinwerfern und Canards für mehr Anpressdruck — der Frontsplitter kommt künftig ohne die auffälligen Zugstreben aus
- Heck: ein neu gestalteter Diffusor mit zentraler Regenleuchte, modifizierte Halterungen für den grossen Heckflügel und leicht verbreiterte Karosserieteile hinter den Hinterrädern
- Flanken: neue Finnen in den Schwellern direkt vor den Hinterrädern, die die Luft effizienter um die Radhäuser leiten
Der Zweck dahinter ist klar umrissen: Der RX-Vision GT3 war auf langen Geraden schon immer eine Waffe, tat sich in engen, technischen Streckenabschnitten aber schwer gegen agilere Gegner. Genau diese Schwäche soll die verbesserte Aerodynamik ausmerzen — statt reiner Höchstgeschwindigkeit steht diesmal die Kurvenperformance im Fokus.
Warum das Timing kein Zufall ist
Dass der Evo ausgerechnet jetzt kommt, hat einen sportlichen Hintergrund. Im Manufacturers Cup 2025 fuhr Team Mazda den Vizetitel hinter der siegreichen Porsche-Mannschaft ein — der bislang grösste Erfolg der Marke im E-Sport-Programm von «Gran Turismo». Mit dem überarbeiteten Paket greift Mazda nun offen nach dem Titel. Für die Konkurrenz auf der Strecke bedeutet das: Die Balance in der Gr.3-Klasse dürfte sich verschieben, sobald der Wagen live geht.
Wann ihr selbst ans Steuer dürft
Hier ist Geduld gefragt. Beim Event in Tokio stand der RX-Vision GT3 Evo den World-Series-Piloten noch nicht zur Verfügung, und auch das kurz bevorstehende Update 1.71 wird ihn nicht enthalten. Polyphony Digital und Mazda bestätigten lediglich, dass der Bolide zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr kostenlos nachgereicht wird. Ein konkretes Datum nannten beide Seiten nicht.
Einordnung: Für «Gran Turismo 7» ist das ein typischer, aber wirkungsvoller Schritt. Statt einen weiteren Neuwagen in eine ohnehin volle Garage zu stellen, bekommt ein etabliertes Fahrzeug ein Update, das die Wettbewerbsbalance direkt betrifft. Weil der Evo nichts kostet, entsteht keine Zwei-Klassen-Situation zwischen zahlenden und nicht zahlenden Spielerinnen und Spielern — wer im Sport-Modus unterwegs ist, sollte den Wagen aber trotzdem im Auge behalten. Bis dahin bleibt die spannendste offene Frage, ob sich das Evo-Modell wie in der realen GT3-Szene zum neuen Standard entwickelt oder ob das Original weiterhin fahrbar bleibt.
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WARUM DAS WICHTIG IST
Der RX-Vision GT3 gehört seit sechs Jahren zu den meistgefahrenen Gr.3-Wagen in den Online-Lobbys und im Sport-Modus. Ein Evo-Paket verschiebt das Kräfteverhältnis in einer der wichtigsten Fahrzeugklassen des Spiels — und weil der Wagen gratis nachgereicht wird, betrifft das jede und jeden, der Gran Turismo 7 kompetitiv fährt.
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