Final Fantasy 7 Revelation
«Es beinhaltet Advent Children» - FF7 Revelation bindet den Film ein
Director Naoki Hamaguchi nimmt eine frühere Aussage zurück und rät Neueinsteigern jetzt ausdrücklich zu Remake und Rebirth

- Hamaguchi bestätigt: «Advent Children» ist nicht nur Referenz, sondern Teil der Gesamtgeschichte von «Final Fantasy 7 Revelation»
- Auch «Crisis Core», «Before Crisis» und «Dirge of Cerberus» bilden laut dem Director das Fundament der Trilogie
- Kurswechsel: Neueinsteiger sollen Teil 1 und 2 vorher spielen - früher hiess es, jeder Teil funktioniere eigenständig
- Release im Frühjahr 2027 zeitgleich für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC
Die Frage begleitet das Remake-Projekt seit Jahren: Wie viel vom erweiterten «Final Fantasy 7»-Universum landet am Ende tatsächlich im Spiel? Auf der Gamescom 2026 hat Director Naoki Hamaguchi in einem Interview, das TwistedVoxel führte, eine der offensten Baustellen geschlossen. Der Animationsfilm «Final Fantasy 7: Advent Children» aus dem Jahr 2005 wird nicht bloss zitiert - er ist Bestandteil der Handlung von «Final Fantasy 7 Revelation». Und noch eine zweite Aussage dürfte hängen bleiben: Hamaguchi revidiert seine bisherige Empfehlung für Neueinsteiger.
Frühjahr 2027
Release für PS5, Xbox Series X/S, Switch 2 und PC
10+ Jahre
arbeitet das Team laut Hamaguchi an der Reihe
ca. 6 Jahre
seit dem Start des Projekts mit «Final Fantasy 7 Remake»
Die Compilation als Fundament, nicht als Beiwerk
Hamaguchi stellte zunächst klar, dass sein Team das Projekt nie als schlichte Neuauflage des PlayStation-Klassikers von 1997 verstanden habe. Die Trilogie soll vielmehr das über Jahrzehnte in Spielen, Filmen und Mobile-Ablegern gewachsene Universum zusammenführen.
Das Thema, das wir uns für das gesamte Remake-Projekt gesetzt haben, ist: Wir wollen ein neues FF7 von Grund auf neu erschaffen, das alle Hintergründe des erweiterten Universums und der Compilation-Produkte wie Crisis Core, Dirge of Cerberus, Before Crisis und all die anderen beinhaltet.
Damit sind Zack Fairs Vorgeschichte aus «Crisis Core», die Turks-Perspektive von «Before Crisis» und Vincent Valentines Kapitel aus «Dirge of Cerberus» keine isolierten Lore-Fussnoten mehr, sondern Unterbau der Erzählung. Für Spielerinnen und Spieler, die das Original kennen, aber die Ableger nie angefasst haben, dürfte das im Finale spürbar werden.
Bezugnahme oder Bestandteil? Hamaguchi zieht die Grenze
Beim Film wurde der Director besonders deutlich. Bisherige Andeutungen liessen offen, ob «Advent Children» nur als Anspielung auftaucht. Hamaguchi machte den Unterschied zwischen beiden Lesarten zum Kern seiner Antwort.
Es gibt einen grossen Unterschied zwischen der Frage, ob es sich auf Advent Children bezieht, oder ob es Advent Children beinhaltet. Das ist eine etwas andere Fragestellung. Es beinhaltet Advent Children, das ist Teil der Gesamtgeschichte.
Wichtig ist der Zusatz, den er anschliessend machte: Aus der Einbindung folgt nicht automatisch, dass «Revelation» exakt dort aufhört, wo der Film beginnt. Wie das Finale endet, liess Hamaguchi erwartungsgemäss offen - die Formulierung räumt aber sowohl mit der Annahme auf, der Film sei blosse Anspielung, als auch mit der Erwartung eines sauberen Anschlusspunkts.
Der Kurswechsel: Vorkenntnisse werden zur Empfehlung
Die praktisch folgenreichste Aussage betrifft alle, die erst jetzt einsteigen wollen. In der Vergangenheit hatte Hamaguchi betont, jeder Teil der Trilogie sei so konzipiert, dass er auch ohne Vorwissen als eigenständiges Abenteuer funktioniere. Kurz vor dem Finale klingt das anders.
Ich werde ab jetzt etwas anderes sagen: Um das Beste aus dem Erlebnis herauszuholen, glaube ich definitiv, dass das Spielen des ersten und zweiten Teils - um die Story, die Welt und die Hintergründe der Charaktere vollständig zu verstehen - das Ganze noch viel unterhaltsamer machen wird.
Auch den Untertitel erklärte der Director. Nach über zehn Jahren Arbeit an der Reihe wolle man das Ende nun tatsächlich enthüllen - «weil wir alles enthüllen und zeigen, um dies zu einem Abschluss zu bringen», so Hamaguchi. «Revelation» ist damit weniger ein mysteriöses Schlagwort als eine Ansage: Offene Fäden sollen zusammenlaufen.
Was das für die Vorbereitung heisst
- «Final Fantasy 7 Remake» und «Rebirth» sind laut Director keine Pflicht, aber klar empfohlen
- Kenntnisse aus «Crisis Core», «Before Crisis» und «Dirge of Cerberus» fliessen in die Handlung ein
- «Advent Children» ist Teil der Gesamtgeschichte - ein Ende exakt an der Startlinie des Films ist damit aber nicht bestätigt
- Zeit ist vorhanden: Der Release ist erst für das Frühjahr 2027 angesetzt
Einordnung
Square Enix legt sich mit dieser Aussage fest, ohne den Ausgang zu verraten - ein für das Marketing kluger, für Fans aber durchaus konkreter Schritt. Die Diskussion darüber, wie stark das Projekt vom Original abweicht, wird der Kurswechsel nicht beenden. Wer das Finale in vollem Umfang erleben will, hat nun allerdings eine klare Ansage vom Director selbst - und bis zum Frühjahr 2027 genug Zeit, die Hausaufgaben nachzuholen.
Wer bislang plante, mit dem Finale einzusteigen, muss umdenken: Der Director selbst empfiehlt jetzt, Remake und Rebirth vorher durchzuspielen. Gleichzeitig verschiebt die feste Einbindung von «Advent Children» die Erwartungen daran, wo die Trilogie überhaupt aufhört - und wie viel Spin-off-Wissen die Handlung voraussetzt.
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