Esports World Cup 2026 knackt mit 75 Millionen Dollar das Preisgeld-Rekord
Das grösste Esports-Event des Jahres läuft erstmals ausserhalb Saudi-Arabiens – mit einem historischen Preispool und einem vollgepackten Turnierplan bis Ende August.

Der Esports World Cup 2026 ist am 8. Juli in Paris eröffnet worden und läuft noch bis zum 23. August im Paris Expo Porte de Versailles. Damit verlässt das Turnier zum ersten Mal seit seiner Gründung Saudi-Arabien, wo die bisherigen Ausgaben stets stattgefunden hatten.
Rekordsumme von 75 Millionen Dollar
Mit rund 75 Millionen Dollar Preisgeld übertrifft die diesjährige Ausgabe den bereits enormen Vorjahreswert von 71,5 Millionen Dollar. Über 39 Millionen Dollar davon fliessen direkt in die einzelnen Turniere der teilnehmenden Spiele, weitere 30 Millionen Dollar sind für die sogenannte Club Championship reserviert, die jene Organisationen belohnt, die über mehrere Titel hinweg konstant erfolgreich abschneiden. Der „EWC Club Champion“ – also das über die gesamte Saison erfolgreichste Team – erhält davon allein 7 Millionen Dollar.
25 Turniere, 24 Spiele, über 2000 Profis
Insgesamt treten mehr als 2000 Spielerinnen und Spieler aus über 200 Organisationen und mehr als 100 Ländern in 25 Turnieren zu 24 verschiedenen Spielen an. Neu mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem Fortnite und Trackmania. Auch kleinere, aber prestigeträchtige Einzelturniere sind Teil des Programms: Das Six Invitational etwa bringt allein 3 Millionen Dollar Preisgeld mit und zählt damit zu den lukrativsten Einzelspiel-Turnieren im gesamten Esports-Kalender.
Warum ausgerechnet Paris?
Der Wechsel des Austragungsorts markiert einen bewussten Kurswechsel der Veranstalter. Nach mehreren Jahren, in denen die Wahl Saudi-Arabiens als Standort international immer wieder diskutiert wurde, soll die siebenwöchige Veranstaltung in Paris einem breiteren, europäischen Publikum zugänglich gemacht werden – flankiert von einem sichtbar gewachsenen Sponsoring- und Medienprogramm.
Für die Szene insgesamt ist der Rekord-Preispool ein weiteres Signal, dass Esports als eigenständige, finanziell tragfähige Grösse neben dem klassischen Spielemarkt weiterwächst, auch wenn einzelne Organisationen abseits solcher Grossevents nach wie vor mit wirtschaftlichem Druck zu kämpfen haben.
