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The Elder Scrolls 6

«Es ist ein wunderschönes Spiel» - mehr sagt Xbox zu Elder Scrolls 6 nicht

Xbox-Chefin Asha Sharma spricht auf der Gamescom über Exklusivität - und weicht bei Bethesdas Rollenspiel elegant aus

Republic of Pixels Redaktion29. August 2026 · 03:03 Uhr2 Min. Lesezeit
«Es ist ein wunderschönes Spiel» - mehr sagt Xbox zu Elder Scrolls 6 nicht
Bild: GamesRadar
Kurzfassung
  • Xbox-CEO Asha Sharma wollte auf der Gamescom 2026 nicht sagen, ob The Elder Scrolls 6 konsolenexklusiv wird
  • Als bestätigte Konsolen-Exklusivtitel nannte sie nur Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution
  • Auf die direkte Nachfrage zu Bethesdas Rollenspiel antwortete sie lächelnd: «Es ist ein wunderschönes Spiel»
  • The Elder Scrolls 6 wurde 2018 angekündigt - der damalige Teaser ist bis heute das einzige offizielle Material

Es war die naheliegendste Frage der Gamescom 2026 - und sie blieb unbeantwortet. Xbox-CEO Asha Sharma sprach im Interview mit der BBC über die Exklusivstrategie ihres Konzerns, nannte zwei konkrete Titel und liess dabei ausgerechnet jenes Spiel aus, das die Branche seit acht Jahren beschäftigt: The Elder Scrolls 6. Auf die direkte Nachfrage, ob Bethesdas Rollenspiel konsolenexklusiv für Xbox erscheint, lächelte Sharma nur und sagte: «Es ist ein wunderschönes Spiel.»

EXTERNER INHALT VON YOUTUBE

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2018

Jahr des bislang einzigen offiziellen Teasers zu The Elder Scrolls 6

2

Titel, die Xbox bislang als konsolenexklusiv bestätigt hat

3200

Stellen, die unter Sharmas Führung gestrichen werden

Zwei Namen - und eine auffällige Lücke

Sharma wich der grundsätzlichen Frage nach Xbox' Kurs nicht aus, wurde aber nur dort konkret, wo es ohnehin schon bekannt war. Als Konsolen-Exklusivtitel nannte sie Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution. Beide wurden bereits zuvor als exklusiv kommuniziert - neue Zusagen gab es keine.

Wir werden zunehmend eine der grössten Plattformen der Welt sein. Jede Plattform braucht irgendeine Form von exklusiven Erlebnissen und Inhalten. Und deshalb haben wir Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution kommuniziert. Wir werden unser Bestes tun, um das fortzusetzen - immer im Kontext eines gesunden Geschäfts, und deshalb müssen wir abwägen.
Asha Sharma, CEO von Xbox, im Gespräch mit der BBC

Der Nachsatz vom «gesunden Geschäft» ist der eigentlich interessante Teil. Er lässt bewusst Raum: Exklusivität ja - aber nur, solange sie sich rechnet. Bei einem Titel von der Grössenordnung eines Elder Scrolls dürfte diese Rechnung deutlich anders aussehen als bei einem Gears of War.

Warum die Frage überhaupt offen ist

The Elder Scrolls 6 entsteht bei Bethesda Game Studios und damit unter dem Dach von Xbox. Automatisch exklusiv macht es das nicht - die Entwicklung begann lange vor der Übernahme von Bethesda durch Microsoft, und die Reihe hat weltweit ein Publikum, das sich nicht auf eine Konsolenfamilie beschränken lässt.

Dazu kommt, dass Xbox seine Haltung zur Exklusivität in den vergangenen Jahren mehrfach neu justiert hat. Unter dem früheren CEO Phil Spencer öffnete sich der Konzern spürbar in Richtung Multiplattform. Seit Sharmas Amtsantritt betont Xbox wieder offensiv, exklusive Erlebnisse zu wollen. Was das für konkrete Titel bedeutet, bleibt jedoch von Fall zu Fall unklar - und genau diese Unschärfe wurde auf der Gamescom sichtbar.

Acht Jahre Funkstille

Bemerkenswert ist, wie wenig über ein Spiel bekannt ist, das seit mehr als acht Jahren angekündigt ist. Der extrem knappe Teaser von 2018 ist bis heute das einzige offizielle Material, das Bethesda und Xbox gezeigt haben. Was seither nach aussen drang, waren fast ausschliesslich Aussagen aus zweiter Hand.

  • 2018: Ankündigungs-Teaser - seither kein weiteres offizielles Gameplay oder Bildmaterial
  • Sharma berichtete nach Monaten des Schweigens von einem «Live-Playthrough» des Spiels
  • Sie lobte «Umfang und Grandeur» sowie eine Geschichte, die «noch besser» sei
  • Gamescom 2026: keine Aussage zur Plattformfrage, nur ein Lächeln und ein Kompliment

Sharmas Besuch im Hauptquartier von Bethesda fand allerdings nicht nur unter freundlichen Vorzeichen statt: Vor Ort protestierten Beschäftigte gegen den laufenden Stellenabbau, in dessen Verlauf unter ihrer Führung 3'200 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Die Begeisterung über den Entwicklungsstand und die Stimmung im Konzern liegen also spürbar auseinander.

Einordnung

Aus der Nicht-Antwort lässt sich keine Entscheidung ableiten - weder für noch gegen eine PlayStation-Version. Auffällig bleibt aber, dass Sharma zwei kleinere Titel beim Namen nannte und beim mit Abstand grössten Zugpferd des Portfolios ausgewichen ist. Wer eine Kaufentscheidung von The Elder Scrolls 6 abhängig macht, sollte sich vorerst auf weiteres Warten einstellen: Solange Xbox die Plattformfrage offenlässt, ist jede Festlegung Spekulation.

Warum das wichtig ist

Ob The Elder Scrolls 6 auf der PlayStation erscheint, entscheidet für Millionen Spielerinnen und Spieler darüber, ob sie für ein einziges Rollenspiel eine neue Konsole kaufen müssen. Xbox hat seine Exklusivstrategie in den letzten Jahren mehrfach gedreht - und mit Sharmas Antwort bleibt die grösste offene Frage des Konzerns weiter unbeantwortet.

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