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The Battle of Olympus

Der NES-Flop war ein Kultklassiker - YouTube verriet es dem Ehepaar

Reiko und Yukio Horimoto bauen The Battle of Olympus komplett neu und bringen das Action-RPG im Januar in den Steam Early Access

Republic of Pixels Redaktion05. September 2026 · 22:04 Uhr3 Min. Lesezeit
Der NES-Flop war ein Kultklassiker - YouTube verriet es dem Ehepaar
Bild: GamesRadar
Kurzfassung
  • Reiko und Yukio Horimoto remaken ihr eigenes NES-Spiel The Battle of Olympus von 1988
  • Das Remake erscheint im Januar im Steam Early Access, Code und Pixelart entstehen neu
  • Auslöser waren Let's-Play-Videos und Kommentare auf YouTube, die den Kultstatus sichtbar machten
  • Das Original entstand mit drei Personen und nur 16 Farben - der schwache Verkauf beendete damals die Eigenentwicklungen des Studios Infinity

Ein Action-Rollenspiel, das 1988 auf dem Famicom erschien und kommerziell weitgehend unterging, bekommt eine Neuauflage - und zwar von genau den beiden Menschen, die es damals gebaut haben. Reiko und Yukio Horimoto arbeiten an einem Remake von The Battle of Olympus, das im Januar in den Steam Early Access starten soll. Dass ihr Spiel über die Jahrzehnte zum Kultklassiker geworden ist, erfuhr das Ehepaar erst spät - über YouTube.

EXTERNER INHALT VON YOUTUBE

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1988

erschien das Original auf dem Famicom, wenige Jahre später weltweit für das NES

Januar

startet das Remake in den Steam Early Access

16 Farben

standen dem Team auf dem Modul für die gesamte Grafik zur Verfügung

Von Zelda 2 inspiriert, aber kein Klon

The Battle of Olympus kam 1988 in Japan heraus und erreichte einige Jahre später als NES-Titel den Weltmarkt. Dort ging es zunächst unter: mittelmässige Verkaufszahlen, abgehakt als eines von vielen Fantasy-Plattformspielen der Konsole. Dass Zelda 2 Pate stand, hat Yukio Horimoto in einem Interview aus dem Jahr 2015 selbst eingeräumt - und im Spiel ist der Einfluss unübersehbar. Trotzdem war das nichtlineare Action-RPG mehr als eine Kopie: Es bot ein verschachteltes Weltdesign, für die Zeit beachtliche Grafik und ein griffiges Kampfsystem.

Drei Personen mit dem Ziel, Nintendo zu schlagen

Entstanden ist das Spiel im Dreierteam: Yukio programmierte, Reiko verantwortete Grafik und Story, Kazuo Sawa steuerte den Soundtrack bei. Der Anspruch war dabei alles andere als bescheiden.

Nintendos Qualität … sie machten damals die besten Spiele, und ich wollte ein Spiel von ähnlicher Qualität machen. Ich wusste nicht, ob ich mit ihnen mithalten könnte, aber ich habe meine ganze Kraft in das Spiel gesteckt. Meine Frau ebenso. Ihre Herausforderung war es, die schönstmögliche Spielgrafik zu schaffen, und ihre Arbeit wurde viel gelobt. Und das alles auf so einem kleinen Modul - nur 16 Farben! Eine sehr begrenzte Umgebung.
Yukio Horimoto, Programmierer von The Battle of Olympus

Die Liebesgeschichte steckt im Spiel selbst

Die Entstehungsgeschichte ist eng mit der privaten verknüpft. «Während der Arbeit an unserem ersten Spiel lernte ich die Frau kennen, die meine Ehefrau werden sollte, und dann … nun, wir haben geheiratet, und sie ist meine Frau», erzählte Yukio 2015. «Wir haben uns verliebt und wollten unser eigenes Spiel machen, also haben wir lange über das Konzept gesprochen.» Diese Beziehung floss direkt in die Handlung ein: Die Story orientiert sich am griechischen Mythos von Orpheus und Eurydike.

Ein Kommentarbereich als Auslöser

Der ausbleibende Erfolg hatte Folgen. Die Verkäufe reichten dem Studio Infinity nicht, um weiter eigene Spiele zu entwickeln. Die Firma existiert bis heute, verbrachte den Grossteil der vergangenen vier Jahrzehnte aber mit Auftrags- und Supportarbeit an den Projekten anderer Entwickler. 2015 sagte Yukio noch, er habe The Battle of Olympus fast vollständig vergessen. Dass sich das geändert hat, erklärt Reiko in einem neuen Video zum Projekt: Sie stiess auf zahllose Gameplay-Videos mit hohen Abrufzahlen - Jahrzehnte nach dem Release.

Danke, dass ihr The Battle of Olympus gespielt habt. Danke, dass ihr eure Videos gepostet habt. Danke für eure wunderbaren Kommentare. Danke, dass ihr dieses Spiel liebt. Dank euch allen konnten wir auf unsere Vergangenheit zurückblicken und den Mut finden, das Spiel neu zu machen.
Reiko Horimoto

Was das Remake anders macht

Laut offizieller Beschreibung schreiben die beiden den Code persönlich neu, zeichnen die Pixelgrafik neu und passen das Spiel an moderne PCs an - Geist, Atmosphäre und Schwierigkeitsgrad des Originals sollen dabei erhalten bleiben. Die Horimotos bezeichnen das Projekt als «Höhepunkt unseres Lebens in der Spieleentwicklung». Angaben zu Preis oder zur geplanten Dauer der Early-Access-Phase gibt es bislang nicht.

Einordnung: Retro-Neuauflagen kommen meist von externen Studios oder aus der Fan-Szene - dass die Original-Urheber nach so langer Zeit selbst wieder an ihrem Spiel sitzen, ist die Ausnahme. Das ist Chance und Risiko zugleich: Niemand kennt die Vorlage besser, aber ein Zweierteam im Early Access bedeutet auch, dass der Zustand zum Start noch unfertig sein dürfte. Wer das Original nur als Emulator-Geheimtipp kannte, bekommt im Januar dennoch die erste offizielle Gelegenheit, es legal und aktualisiert auf dem PC zu spielen.

Warum das wichtig ist

Remakes alter Klassiker stammen fast immer von fremden Teams oder aus der Fan-Szene - hier legen die ursprünglichen Entwickler selbst wieder Hand an ihr Werk. Für alle, die The Battle of Olympus nur als Emulator-Geheimtipp kennen, entsteht damit erstmals eine offizielle, moderne PC-Fassung.

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