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Star Wars: Magellan

Ein Jedi, ein Mandalorianer, kein Spiel — Magellan-Gameplay taucht auf

Ein ehemaliger Entwickler zeigt Szenen aus dem eingestellten Star-Wars-Action-RPG von Echtra Games — offiziell bestätigt ist davon nichts

Republic of Pixels Redaktion17. August 2026 · 12:03 Uhr2 Min. Lesezeit

Gerücht / Leak: Dieser Artikel behandelt unbestätigte Informationen aus Leaks oder Insider-Quellen. Wir kennzeichnen das klar und ordnen ein, was gesichert ist und was Spekulation bleibt.

Ein Jedi, ein Mandalorianer, kein Spiel — Magellan-Gameplay taucht auf
Bild: play3.de

KURZFASSUNG

  • Ein ehemaliger Entwickler von Echtra Games hat Gameplay-Material zum eingestellten Action-RPG «Star Wars: Magellan» in sein Portfolio geladen (via MP1st) — offiziell bestätigt ist der Inhalt nicht.
  • Das Video zeigt Heldenklassen wie den Schützen Triggerman und den Twi'lek-Jedi Cleric, Kämpfe gegen Sturmtruppen und Droidenbosse sowie ein deutliches Loot-System.
  • Geplant waren laut dem Material Multiplayer, unfertige Missionstypen und ein «NPC Bond»-System für Beziehungen zu Story-Figuren.
  • Zynga übernahm Echtra Games 2021 und schloss das Studio im Juni 2025 — damit endete auch die Entwicklung des UE5-Titels für PC, PS5 und Xbox Series X/S.

Von «Star Wars: Magellan» war jahrelang kaum mehr bekannt als ein Codename. Jetzt, rund ein Jahr nach dem Aus des zuständigen Studios, ist Material aufgetaucht, das erstmals zeigt, wie sich das Action-Rollenspiel gespielt hätte. Ein ehemaliger Entwickler von Echtra Games hat entsprechende Szenen in sein Online-Portfolio geladen, wie MP1st berichtet. Wichtig dabei: Es handelt sich um unbestätigtes Material aus dem Umfeld der Produktion — eine offizielle Bestätigung der Inhalte durch Zynga oder Lucasfilm Games liegt nicht vor.

EXTERNER INHALT VON YOUTUBE

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2021

Zynga übernimmt Echtra Games, im selben Jahr startet die Arbeit am unangekündigten Action-RPG

Juni 2025

Zynga schliesst das Studio — und beendet damit auch die Entwicklung von Magellan

3

Zielplattformen waren PC, PS5 und Xbox Series X/S, technische Basis war die Unreal Engine 5

Vom Geheimprojekt zur Studioschliessung

Echtra Games ist vor allem als Studio hinter der «Torchlight»-Reihe bekannt, zuletzt mit «Torchlight 3». Anfang 2021 wurde ein Action-Rollenspiel als Zusammenarbeit mit der Zynga-Tochter NaturalMotion bestätigt — Details blieben jedoch unter Verschluss, und in den Jahren danach drang praktisch nichts nach aussen. Im Juni 2025 stellte Zynga den Betrieb des Studios ein. Damit war auch das Schicksal von Magellan besiegelt.

Zynga hat die schwere Entscheidung getroffen, den Betrieb im Echtra-Studio einzustellen. Wir beenden die Entwicklung künftiger Titel und bauen Stellen ab. Dieser Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung unserer Ressourcen und Prioritäten.
Sprecher von Zynga, Juni 2025

Was das Material zeigt

Im Zentrum stehen zwei wiederkehrende Figuren: der vermummte Schütze Triggerman und der blaue Twi'lek-Jedi Cleric. Ob es sich dabei um fertige Helden oder lediglich um Vorlagen für anpassbare Spielercharaktere handelte, bleibt offen. Beide kämpfen gegen imperiale Gegner — klassische Sturmtruppen, schwer gepanzerte Maschinenwesen und gigantische Droidenbosse. Optisch erinnert der Stil schnell an «Star Wars: Hunters», was angesichts der beteiligten Studios wenig überrascht.

  • Der Jedi setzt Machtkräfte und sein Lichtschwert ein, die zweite Klasse operiert mit Jetpack, schweren Schusswaffen und Flammenwerfer.
  • Als Hilfsmittel sind Elektroschockgranaten und mobile Schutzvorrichtungen zu sehen.
  • Besiegte Gegner lassen Ausrüstung in unterschiedlichen Seltenheitsstufen fallen, darunter sogenanntes «Booster Gear».
  • In imperialen Anlagen stehen Belohnungstruhen mit weiterer Beute.
  • Jede Figur verfügt offenbar über eigene Fähigkeiten, dazu kommt eine kleine Auswahl an Waffen zum Experimentieren.
  • Zu sehen sind mehrere unfertige Missionen: Personen und Lager aufspüren, Signalnetze ausschalten, Container durchsuchen.

Loot allein war nicht der Plan

Interessant ist ein Detail, das über die reine Beutejagd hinausgeht: Laut dem Entwickler war ein «NPC Bond»-System geplant, das eng mit dem Erzählkonzept verzahnt sein sollte. Spielerinnen und Spieler hätten damit tiefere Beziehungen zu bestimmten Story-Figuren aufbauen können — Bindungen zu Nicht-Spieler-Charakteren hätten also neben der Action einen zentralen Platz in der Geschichte eingenommen. Zusammengesetzt ergibt das Bild eines Third-Person-Multiplayer-Action-RPGs, das Loot-Systeme, unterschiedliche Heldenklassen, Missionsstrukturen und narrative Beziehungen verbinden wollte.

Auch das Multiplayer-Element ist im Material erkennbar, ebenso die hohe Bedeutung des Sammelns von Beute. Wie weit Fortschritt, Progression oder Live-Service-Elemente ausgearbeitet waren, lässt sich anhand der veröffentlichten Szenen allerdings nicht beurteilen.

Einordnung

Die Szenen sind sichtbar unfertig, wirken aber nicht nach einem frühen Prototyp: Kampfabläufe, Gegnervielfalt, Beutesysteme und Missionsziele greifen bereits ineinander. Das legt nahe, dass sich das Projekt in einem fortgeschritteneren Stadium befand, als Zynga den Stecker zog. Belegen lässt sich das nicht — alle Angaben stammen aus dem Portfolio einer einzelnen beteiligten Person und sind als unbestätigt zu behandeln.

Für die Star-Wars-Fangemeinde bleibt damit ein bittersüsser Blick auf ein Spiel, das es nie gab. Und für die Branche ein weiterer Fall, in dem jahrelange Arbeit erst dann sichtbar wird, wenn das Studio, das sie geleistet hat, bereits geschlossen ist. Eine Wiederbelebung des Projekts steht aktuell nicht zur Debatte.

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WARUM DAS WICHTIG IST

Star-Wars-Fans erfahren erstmals, was hinter dem jahrelang geheimen Projekt eines erfahrenen Loot-Spezialisten steckte — und wie weit es gediehen war, bevor es gestrichen wurde. Der Fall zeigt zudem, wie viel fertige Arbeit bei Studioschliessungen verschwindet, ohne dass die Spielerschaft je davon erfährt.

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