Resident Evil Veronica
Leak nennt den Cast - Claire bleibt Claire
Ein Bericht listet die Darsteller für das Rockfort-Island-Remake und verrät nebenbei, wer im noch unangekündigten Zero-Remake spielen soll
Gerücht / Leak: unbestätigte Informationen - wir kennzeichnen, was gesichert ist.

- Ein Bericht von MP1st nennt die angebliche Besetzung von Resident Evil Veronica - Capcom hat sich dazu nicht geäussert
- Stephanie Panisello (Claire), Jeff Schine (Chris) und Craig Burnatowski (Wesker) sollen ihre bekannten Rollen fortführen
- Auch für das nie angekündigte Zero-Remake fallen Namen: Hallea Jones als Rebecca Chambers, Jon McLaren als Billy Coen
- Kolportierte Zeitpläne: Veronica im Frühjahr 2027, Zero im Jahr 2028 - beides unbestätigt
Seit Capcom im Rahmen des diesjährigen Summer Game Fest die Neuauflage des Dreamcast-Klassikers als «Resident Evil Veronica» angekündigt hat, blieb es auffallend still um das Projekt. Ein umfangreicher Bericht des Portals MP1st fuellt diese Lücke nun mit Namen: Er listet auf, welche Darstellerinnen und Darsteller den Figuren Gesicht, Stimme und Performance-Capture leihen sollen - und nennt gleich noch zwei Besetzungen für ein Remake, das Capcom bis heute nicht angekündigt hat. Bestaetigt ist davon nichts.
Frühjahr 2027
kolportierter Release von Resident Evil Veronica
2028
angeblicher Zeitraum für das Remake von Resident Evil Zero
2000
Erscheinungsjahr des Dreamcast-Originals
Die Redfields und Wesker bleiben in bekannten Händen
Der auffaelligste Zug des angeblichen Aufgebots ist die Kontinuität. Stephanie Panisello soll erneut Claire Redfield verkörpern - eine Besetzung, die seit dem Remake von «Resident Evil 2» sowie den Animationsfilmen «Infinite Darkness» und «Death Island» für viele Fans als gesetzt gilt. An ihrer Seite steht Bruder Chris, gespielt von Jeff Schine, der das ehemalige S.T.A.R.S.-Mitglied bereits in «Resident Evil Village» mimte. Und auch der Gegenspieler bleibt vertraut: Craig Burnatowski, der Albert Wesker im Remake von «Resident Evil 4» gab, soll die Rolle fortführen.
Fuer Capcom ergibt das Sinn: Die Remake-Reihe hat sich ueber Jahre ein festes Ensemble aufgebaut, das ueber Spiele und Filme hinweg konsistent bleibt. Wer die bisherigen Neuauflagen gespielt hat, soll Claire und Chris auch akustisch sofort wiedererkennen.
Neue Gesichter für Rockfort Island
Spannender wird es bei den Figuren, die bislang keine moderne Neubesetzung hatten. Hier greift Capcom dem Bericht zufolge auf eine Mischung aus Theater-, Film- und Gaming-Erfahrung zurueck:
- Steve Burnside: Claires Begleiter wird vom britischen Schauspieler Matthew Castle gespielt - sein Debüt in der Videospielbranche nach Theaterarbeit und kleineren Rollen in «Dumbo» und «Transformers: The Last Knight»
- Rodrigo Juan Raval: Vincent Kerschbaum («Assassin's Creed 4: Black Flag», «Company of Heroes 3») übernimmt den gefallenen Umbrella-Sicherheitskommandanten, dessen Rolle laut Insider-Infos erzählerisch spürbar ausgebaut wird
- Alfred Ashford: Andrew Wheildon-Dennis, bekannt aus «Dragon's Dogma 2»
- Alexia Ashford: Lizabeth Helian, zuletzt in «Dead Island 2» zu hören
- Phoebe O'Donovan und Lucy Aarden («Slow Horses», «Game of Thrones») werden ohne Rollenangabe gelistet
Gerade der letzte Punkt dürfte Spekulationen befeuern. Capcom hat seine Remakes bislang konsequent erweitert - neue Szenen, ausgebaute Nebenfiguren, veränderte Abschnitte. Zwei nicht zugeordnete Darstellerinnen könnten also auf Figuren hindeuten, die es im Original von 2000 schlicht nicht gab. Belegt ist das nicht, es bleibt eine naheliegende Lesart.
Project Chamber: Wer den Ecliptic Express besteigt
Der zweite Teil des Leaks betrifft ein Spiel, das offiziell gar nicht existiert. Ein Remake von «Resident Evil Zero» gilt seit Längerem als offenes Geheimnis, die Entwicklung soll unter dem Codenamen «Project Chamber» laufen. Der Bericht nennt nun das zentrale Duo: Die kanadische Schauspielerin Hallea Jones, bekannt als Eden Hawkins aus der Netflix-Serie «Locke & Key», soll die junge S.T.A.R.S.-Sanitäterin Rebecca Chambers spielen - ihre erste Hauptrolle in einem Videospiel. Dem zum Tode verurteilten Ex-Marine Billy Coen leiht demnach Jon McLaren Gesicht und Stimme, der als Peter Quill alias Star-Lord in «Marvel's Guardians of the Galaxy» auftrat.
Weitere Namen führt der Bericht für Zero nicht auf. Dass Burnatowski auch dort als Wesker antritt, waere angesichts der Kontinuitätslinie zwar konsequent - genannt wird er in diesem Zusammenhang aber nicht.
Einordnung: viel Plausibilität, keine Bestätigung
Alle genannten Angaben stammen aus einem Leak und sind nicht offiziell. Capcom hat sich weder zur Besetzung noch zu einem Zero-Remake geäussert. Auffaellig ist allerdings, wie gut sich die Liste in die bisherige Praxis des Publishers fuegt: bewaehrte Stimmen für die Serien-Saeulen, neue Namen für Figuren ohne moderne Referenz. Die kolportierten Zeitfenster - Frühjahr 2027 für Veronica, 2028 für Zero - passen zudem zum Rhythmus, in dem Capcom seine Neuauflagen bislang veroeffentlicht hat. Wer sich schon auf einen bestimmten Steve Burnside einstellt, sollte trotzdem abwarten, bis Capcom selbst spricht.
Capcom hält sich seit der Ankuendigung von Resident Evil Veronica bedeckt, entsprechend gross ist der Informationshunger. Der Leak liefert erstmals konkrete Hinweise darauf, wie stark das Studio auf personelle Kontinuität setzt - und stützt nebenbei die Annahme, dass nach Rockfort Island bereits das nächste Remake in der Pipeline steckt.
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