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MSI erhöht Grafikkartenpreise um über 20 Prozent

Nach ASUS und Gigabyte zieht auch MSI wegen anhaltender DRAM-Knappheit die Preise für seine Grafikkarten an

Republic of Pixels Redaktion06. August 2026 · 08:02 Uhr2 Min. Lesezeit
MSI erhöht Grafikkartenpreise um über 20 Prozent
Bild: Wccftech

KURZFASSUNG

  • MSI erhöht die Preise seiner Grafikkarten um über 20 Prozent, nach ähnlichen Schritten von ASUS und Gigabyte.
  • Betroffen sind Modelle von der RTX-50- bis zur RTX-30-Serie sowie AMD-Karten bei anderen Herstellern.
  • Die RTX 5080 verteuert sich um bis zu 2100 RMB (rund 300 US-Dollar), die RTX 5070 Ti um bis zu 1350 RMB.
  • Analysten rechnen mit weiteren DRAM-Preissprüngen von 50 Prozent im dritten und 40 Prozent im vierten Quartal 2026.

MSI hat als jüngster NVIDIA-Partner offiziell bestätigt, die Preise seiner Grafikkarten um mehr als 20 Prozent anzuheben. Damit reiht sich der Hersteller in eine Entwicklung ein, die bereits ASUS und Gigabyte im chinesischen Markt vorexerziert haben. Grund für die Preissprünge sind anhaltende DRAM-Engpässe, die laut Berichten von Board Channels sämtliche Grafikkartenserien betreffen – von der aktuellen RTX-50-Generation bis zurück zur älteren RTX-30-Serie.

Alle Serien betroffen, auch ältere Modelle

MSI listet die RTX 5090 D V2 zwar nicht offiziell, dafür sind andere Modelle klar beziffert: Die RTX 5080 verteuert sich um bis zu 2100 RMB, umgerechnet mehr als 300 US-Dollar. Die RTX 5070 Ti steigt um bis zu 1350 RMB beziehungsweise rund 200 US-Dollar. Auch günstigere Karten bleiben nicht verschont: Die RTX 5060 Ti mit 8 GB sowie die RTX 5060 verteuern sich um 90 bis 100 US-Dollar, die Einstiegskarte RTX 5050 um bis zu 80 US-Dollar. Selbst ältere Modelle wie die RTX 3050 oder die Radeon RX 7000er-Serie sind laut den vorliegenden Preistabellen von Anpassungen betroffen.

ASUS und Gigabyte als Vorreiter

MSI-Grafikkarten-Werk implementiert das neueste Händlerpreissystem, das umfassende Preiserhöhungen für alle Modelle umfasst, wobei der Anstieg ebenfalls recht hoch ausfällt, jedoch auch in Übereinstimmung mit der Preiserhöhung von NV von etwa 20% oder mehr steht.
MSI-Preiserhöhungsmitteilung, zitiert nach Board Channels

ASUS und Gigabyte hatten ihre neuen Preisstufen für August bereits zuvor an ihre Vertriebspartner kommuniziert und sprachen dabei ebenfalls von Erhöhungen um rund 20 Prozent gegenüber den Julipreisen. Bei ASUS steigt etwa die RTX 5090 D V2 um 4500 RMB, bei Gigabyte um 4000 RMB. Auch AMD-Karten wie die Radeon 9070 XT oder die 9060 XT sind bei ASUS von Preiserhöhungen betroffen.

  • RTX 5080/5070 Ti (MSI): +1350–2100 RMB (rund 200–311 US-Dollar)
  • RTX 5060 Ti 8G/5060 (MSI): +600–650 RMB (rund 89–96 US-Dollar)
  • RTX 5050 (MSI): +550 RMB (rund 82 US-Dollar)
  • RTX 5090 D V2 (ASUS/Gigabyte): +4500 bzw. +4000 RMB

Keine Entspannung in Sicht

Marktanalysten rechnen laut den vorliegenden Berichten mit weiteren DRAM-Preissteigerungen von 50 Prozent im dritten Quartal 2026, gefolgt von einem zusätzlichen Sprung um 40 Prozent im vierten Quartal. Diese Entwicklung betrifft nicht nur aktuelle Speicherstandards, sondern auch ältere DRAM-Varianten. Als Folge wird bereits ein deutlicher Rückgang bei den PC-Verkaufszahlen verzeichnet, wovon auch der Grafikkartenmarkt zunehmend betroffen sein dürfte.

Die aktuellen Preiserhöhungen konzentrieren sich zwar auf den chinesischen Markt, dienen aber häufig als Vorbote für globale Preisanpassungen. Angesichts der Prognosen zur weiteren DRAM-Verknappung ist nicht davon auszugehen, dass sich die Situation für Käuferinnen und Käufer in den kommenden Monaten entspannt.

WARUM DAS WICHTIG IST

Die Preiserhöhungen betreffen zunächst den chinesischen Markt, dürften aber laut Berichterstattung auch auf USA und Europa überschwappen. Wer den Kauf einer neuen Grafikkarte plant, muss sich auf spürbar höhere Preise einstellen, ohne dass kurzfristig Entspannung in Sicht ist.

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