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Halo Campaign Evolved

Alte Black-Ops-Ports übertreffen Halo-Remake auf PS5 deutlich

Unbestätigte Zahlen von Alinea Analytics zeigen ein klares Bild zwischen den Shooter-Klassikern

Republic of Pixels Redaktion05. August 2026 · 15:02 Uhr2 Min. Lesezeit
Alte Black-Ops-Ports übertreffen Halo-Remake auf PS5 deutlich
Bild: play3.de

KURZFASSUNG

  • Unbestätigte Zahlen von Alinea Analytics: PS5/PS4-Ports von Black Ops und Black Ops 2 verkauften sich im Juli zusammen rund 11,2 Millionen Mal
  • Halo: Campaign Evolved kam im gleichen Zeitraum auf PS5 laut Schätzung auf knapp 351.000 Verkäufe
  • Circana-Analyst Mat Piscatella zufolge spielte in den USA nur etwa 1 Prozent der PS5-Nutzer das Halo-Remake
  • Alinea-Analyst Rhys Elliott sieht den hohen Preis von rund 60 US-Dollar für eine Neuauflage eines 25 Jahre alten Spiels als Hauptgrund

Im Juli erschienen mit Halo: Campaign Evolved sowie den PS5- und PS4-Portierungen von Call of Duty: Black Ops und Black Ops 2 drei bekannte Namen des Shooter-Genres auf der PlayStation. Während Halo als vollständiges, auf der Unreal Engine 5 basierendes Remake zurückkehrte, handelt es sich bei den beiden Black-Ops-Titeln um simple Ports mit 4K- und 60-FPS-Unterstützung, ohne nennenswerte inhaltliche Überarbeitung. Laut unbestätigten Schätzungen der Marktforscher von Alinea Analytics fiel das Ergebnis für Microsofts Remake dennoch deutlich schwächer aus als für die beiden technisch anspruchslosen Activision-Ports.

Verkaufszahlen im Juli

  • Call of Duty: Black Ops 2 (PS5/PS4): rund 8,2 Millionen Verkäufe
  • Call of Duty: Black Ops (PS5/PS4): rund 3 Millionen Verkäufe
  • Beide Titel zusammen: etwa 11,2 Millionen Verkäufe auf dem PlayStation Store
  • Halo: Campaign Evolved (PS5): knapp 351.000 Verkäufe, laut aktuelleren Daten inzwischen auf rund 452.000 gestiegen

Ergänzend dazu berichtete der renommierte Circana-Analyst Mat Piscatella, dass in den USA lediglich rund ein Prozent der PS5-Spielerschaft Halo: Campaign Evolved überhaupt gespielt habe. Auch auf Steam soll sich das Remake laut Alinea mit geschätzten 212.000 Verkäufen schwertun. Für die Xbox-Plattform nennt Alinea eine Prognose von 900.000 Einheiten, wobei diese Zahl laut Analyst Rhys Elliott sowohl reguläre Verkäufe als auch den sogenannten Game-Pass-Early-Access-Upsell umfasst, also nicht alle Spielerinnen und Spieler erfasst, die den Titel im Rahmen ihres Abonnements nutzen.

Preis und Markenstärke als Erklärung

Für Elliott ist der schwache PS5-Start von Halo nicht allein auf eine nachlassende Strahlkraft der Marke zurückzuführen, sondern vor allem auf die Preisgestaltung. Ein bewährter Klassiker könne unter den richtigen Bedingungen selbst neue Titel übertreffen, so der Analyst.

Ein bewährtes, beliebtes altes Spiel, das zum richtigen Zeitpunkt und, ebenso wichtig, zum richtigen Preis veröffentlicht wird, kann fast alles Neue übertreffen und etwas Luft im Veröffentlichungsplan verschaffen.
Rhys Elliott, Alinea Analytics

Während die Black-Ops-Ports mit je 39,99 Euro zwar ebenfalls kein Schnäppchen sind, profitierten sie von einem zeitlich begrenzten Rabatt für PS-Plus-Abonnenten. Halo: Campaign Evolved kostet dagegen rund 60 Euro beziehungsweise US-Dollar für eine grafische Überarbeitung eines mittlerweile 25 Jahre alten Spiels. Elliott bringt es so auf den Punkt: "Call of Duty hat es verstanden. Halo nicht."

Es handelt sich bei den Angaben von Alinea Analytics ausdrücklich um unbestätigte Schätzungen, deren Methodik in der Branche diskutiert wird. Dennoch decken sie sich in der Tendenz mit den offiziellen Aussagen von Circana-Analyst Piscatella zur geringen Reichweite von Halo auf PS5 und liefern damit ein weiteres Indiz für den verhaltenen Start des Remakes gegenüber den deutlich einfacheren Call-of-Duty-Portierungen.

WARUM DAS WICHTIG IST

Die Zahlen zeigen, dass ein günstiger, unaufwendiger Port eines bewährten Klassikers kommerziell erfolgreicher sein kann als eine aufwendige, aber teure Neuauflage. Für Käuferentscheidungen und die künftige Preisgestaltung von Remakes und Remastern ist das ein relevantes Signal.

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