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Final Fantasy Resonance

Erstes Final Fantasy in HD-2D - und es kommt vom Handy

Square Enix zeigt Welt, Figuren und Kampfsystem von Final Fantasy Resonance - inklusive Gaststars von Firion bis Clive

Republic of Pixels Redaktion24. August 2026 · 16:56 Uhr4 Min. Lesezeit
Erstes Final Fantasy in HD-2D - und es kommt vom Handy
Bild: Polygon
Kurzfassung
  • Final Fantasy Resonance erscheint am 22. Oktober für PS5, Xbox Series, Switch, Switch 2 und PC (Steam, Microsoft Store).
  • Es ist das erste Final Fantasy im HD-2D-Stil und basiert auf der ersten Season des eingestellten Mobile-Games Brave Exvius.
  • Kern des Kampfsystems sind Visions: ausrüstbare Kristalle mit Held:innen wie Firion, Vaan, Lightning, Noctis und Clive.
  • Für Completionists gibt es Geheimdungeons, mächtige Monster, Gilgamesh und Ultima Weapon als finalen Superboss.

Wenige Wochen vor dem Start hat Square Enix einen grossen Schwung Informationen zu Final Fantasy Resonance veröffentlicht: zur Spielwelt, zu neuen Hauptfiguren, zum rundenbasierten Kampfsystem und zu den optionalen Herausforderungen für Vielspieler:innen. Das Projekt, das gemeinsam mit dem Studio Lancarse entsteht, ist gleich in doppelter Hinsicht ein Sonderfall: Es ist das erste Final Fantasy im HD-2D-Stil - und es basiert auf der ersten Season von Final Fantasy Brave Exvius, jenem Mobile-Spiel von 2016, das inzwischen eingestellt wurde. Statt eines schlichten Ports verspricht Square Enix eine erweiterte und überarbeitete Fassung der Geschichte.

22. Okt.

Release für PS5, Xbox Series, Switch, Switch 2 und PC

120

Songs umfasst der angekündigte Original-Soundtrack

2016

erschien die Mobile-Vorlage Brave Exvius

HD-2D trifft auf die Kristall-Ära

Der HD-2D-Look kombiniert Pixel-Sprites mit dreidimensionalen Umgebungen und dynamischen Lichteffekten. Eingeführt hat Square Enix den Stil 2018 mit Octopath Traveler, zuletzt wurde er im Action-Rollenspiel The Adventures of Elliot: The Millennium Tales weiterentwickelt. Resonance überträgt ihn nun erstmals auf die Marke Final Fantasy - und zwar mit einer Erzählung, die konsequent an die 16-Bit-Ära anknüpft: Kristalle, Chocobos, Espers und Luftschiffe gehören zum festen Inventar. Das Spiel wirkt damit wie die Antwort auf die Frage, wie die Reihe ausgesehen hätte, wenn sie die Grenzen der Pixelkunst nach den späten 90ern weiter ausgereizt hätte.

Ein Imperium mit Magitek - und eine Stadt aus Märchen

Zwei der vorgestellten Regionen sind das Zoldaad-Imperium und Mysidia. Zoldaad ist eine Militärnation und Heimat des Feuerkristalls, in der die Bevölkerung unter der Tyrannei leidet und sich eine Rebellenarmee formiert hat. Square Enix beschreibt die Lage in der Pressemitteilung so:

Gerüchten zufolge plant Zoldaad, die Luftschiffe und Magitek-Waffen, die in den vergangenen Jahren in Massen produziert wurden, für eine Invasion der Nachbarländer einzusetzen.
Square Enix, Pressemitteilung

Mysidia, die Magiapolis, ist das Gegenstück: eine legendäre Stadt der Magier, die nur aus Märchen bekannt ist. Manche halten sie für längst zerfallen, andere für weiterhin existent - gesichert weiss es niemand. Dort soll der Eiskristall liegen. Der Name dürfte Serienveteran:innen bekannt vorkommen: Auch in Final Fantasy 4 gab es eine gleichnamige Magierstadt.

Jake, Sakura und die Sworn Six

Aus diesen beiden Regionen stammen zwei neue Hauptfiguren. Jake (englische Stimme: Jonah Scott, japanisch: Yoshimasa Hosoya) führt die Rebellenarmee gegen Zoldaad an. Er wirkt leichtlebig und leicht ablenkbar, kämpft aber verbissen für seine Landsleute - im Gefecht setzt er auf das Glück und nutzt riskante Fähigkeiten wie Coin Toss und Gamble Shot. Sakura (englisch: AmaLee, japanisch: Aoi Yuki) ist eine Weise aus Mysidia. Sie sieht aus wie ein junges Mädchen, ihr wahres Alter ist unbekannt, ihre Ausdrucksweise lässt auf eine deutlich ältere Seele schliessen. Ihre magische Kraft übersteigt die anderer Magier:innen deutlich, Herkunft und Identität bleiben ein Rätsel.

Als Gegenspieler treten die Sworn Six an, die die Kristalle vernichten wollen. Drei von ihnen wurden nun vorgestellt: Veritas of the Flame, ein nahezu unverwundbarer Hüne mit Axt; Veritas of the Earth, der sich mit einem gewaltigen Schild und Erdmagie kämpferische Duelle mit Stärkeren geradezu herbeisehnt; und Veritas of the Light, jähzornig, mit verheerenden Lichtangriffen und Kanonen, die mit ihren Gauntlets verschmolzen sind. Im Japanischen spricht Kenta Miyake alle drei Rollen.

Visions: Legenden zum Ausrüsten

Das eigentliche Herzstück des Kampfsystems sind die Visions - kristallisierte Essenzen legendärer Held:innen, die an der Seite von Protagonist Rain und seinen Gefährt:innen kämpfen, sobald ihr Vision-Kristall ausgerüstet ist. Deren Magie und Fähigkeiten stehen der Party zur Verfügung, und je stärker die Bindung wächst, desto mehr Fähigkeiten schaltet man frei. Die Kristalle selbst findet man in den Sanctums of Light, die überall in der Welt errichtet wurden. Verstärkt werden Visions über Magicite, das in drei Stufen ein Erwachen auslöst - allerdings ist das Material begrenzt, die Auswahl ist also eine echte Entscheidung.

Ein Teil der Visions ist neu für diese Welt, darunter die Zofe Amelia mit feuerbasierten Schusswaffen, die Söldnerin Camille, der Imperiumsgeneral Wilhelm als Tank, die Schwarzmagierin Victoria und die Weissmagierin Ayaka. Dazu kommen bekannte Gesichter aus der Serie:

  • Firion (FF2) - staggert Gegner mit Wind-, Blitz- und Lichtangriffen
  • Onion Knight (FF3) - Feuer-, Wind- und Erdmagie, die mit gefüllter Limit-Leiste stärker wird
  • Vaan (FF12) - kann Gegnern beim Staggern gelegentlich den Zug klauen
  • Lightning (FF13) - Spezialistin fürs Staggern
  • Noctis (FF15) - Eis- und Blitzzauber plus physische Lichtangriffe
  • Clive (FF16) - massiver Schaden mit Feuer- und Windattacken

Dazu kommen Limit Bursts, deren Leiste sich füllt, wenn eine Figur Gegner staggert oder Schaden nimmt. Wer alle Gegner in einem einzigen Zug staggert, löst eine Resonance mit einer Vision aus - einen besonders verheerenden Angriff, der über einen normalen Limit Burst hinausgeht. Klassisch bleibt es bei den Espers: Carbuncle, Leviathan, Odin und Bahamut greifen für drei Züge ins Geschehen ein, bevor sie ihre grosse Attacke entfesseln.

Für Completionists: Gilgamesh wartet auf einer Brücke

Neben der Hauptgeschichte setzt Square Enix auf optionale Härte. In Höhlen lauern mächtige Monster, die Magicite fallen lassen, dazu kommen Geheimdungeons mit hohem Schwierigkeitsgrad. «Obwohl sie nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben, bieten diese Dungeons die perfekte Gelegenheit für alle, die sich beweisen wollen», heisst es von Square Enix. Auch Gilgamesh kehrt zurück - das finale Duell mit ihm findet erwartungsgemäss auf einer «ausgesprochen grossen Brücke» statt. Am Ende der Reise wartet Ultima Weapon als stärkster Gegner des Spiels.

Einordnung

Resonance ist ein ungewöhnlicher Rettungsversuch: Eine Geschichte, die einst in einem Gacha-Spiel mit Werbe-Gaststars wie Ariana Grande und Katy Perry steckte, wird zum vollwertigen rundenbasierten Rollenspiel umgebaut. Ob die prominenten Gastauftritte diesmal wieder dabei sind, ist offen. Entscheidend dürfte sein, ob das Vision-System ohne Zufallsziehungen funktioniert - und ob der HD-2D-Look für ein komplettes Final Fantasy trägt. Am 22. Oktober lässt sich das auf PS5, Xbox Series, Switch, Switch 2 und PC überprüfen.

Warum das wichtig ist

Square Enix probiert mit Resonance zwei riskante Dinge gleichzeitig: den HD-2D-Stil erstmals in der Hauptmarke Final Fantasy und die Rettung einer Geschichte, die ursprünglich in einem inzwischen abgeschalteten Mobile-Game steckte. Für Fans klassischer, rundenbasierter Ableger ist das der erste grosse Test, ob dieses Konzept ohne Gacha-Struktur trägt.

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