Diablo 5
Diablo 5 kommt 2029 - und diesmal hat Diablo schon gewonnen
Blizzard enthüllt auf der BlizzCon 2026 ein Sanktuario ohne Städte, ohne sichere Orte und ohne Rettung in letzter Sekunde

- Blizzard hat Diablo 5 auf der Eröffnungszeremonie der BlizzCon 2026 angekündigt, Release ist das Frühjahr 2029.
- Die Handlung spielt 100 Jahre nach Diablo 4 - Diablo hat gesiegt, Sanktuario ist gefallen, es gibt keine sicheren Orte mehr.
- Plattformen und ein konkretes Datum wurden nicht genannt; ein Panel namens «Diablo V: Forging the Next Era» sollte die Vision erläutern.
- Diablo 4 läuft weiter: Amazonen-Klasse 2027, Jubiläumsseason ab 15. September und eine Switch-2-Fassung.
Blizzard hat Diablo 5 offiziell angekündigt. Die Enthüllung kam am 12. September 2026 während der Eröffnungszeremonie der BlizzCon 2026 - in Form eines kurzen Teasers, der den Lord of Terror zurückbringt. Der Release ist für das Frühjahr 2029 geplant. Die eigentliche Überraschung steckt aber nicht im Termin, sondern in der Prämisse: Diablo muss diesmal nicht aufgehalten werden. Er hat bereits gewonnen.
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Frühjahr 2029
geplanter Release von Diablo 5
100 Jahre
liegen zwischen Diablo 4 und dem Nachfolger
130 Mio.
Spielende haben die Reihe bisher betreten
Sanktuario ist gefallen - und bleibt es
Die Handlung von Diablo 5 setzt ein volles Jahrhundert nach den Ereignissen von Diablo 4 ein, genauer: 100 Jahre nach der Niederlage von Mephisto in der Erweiterung «Lord of Hatred». Damit ist Diablo 5 nach Angaben des Entwicklerteams der erste Serienteil, der vollständig in einer postapokalyptischen Welt spielt. Wer bislang durch Sanktuario gezogen ist, um den Untergang zu verhindern, bewegt sich hier durch dessen Folgen.
Was das konkret für das Spielgefühl bedeutet, deutete Blizzard in der Präsentation bereits an - und es zielt direkt auf eine Struktur, die seit Diablo 1 zur Serie gehört: den sicheren Hub, in den man nach jedem Höllentrip zurückkehrt.
Es gibt keine Städte und keine sicheren Orte, die euch schützen.
Begleitet wurde die Ankündigung von einer schlichten Aufforderung auf der neuen Teaser-Seite: «Bereitet euch auf die nächste Ära vor.» Mehr Substanz sollte ein Panel mit dem Titel «Diablo V: Forging the Next Era» noch am selben Messetag liefern, in dem die Entwickler ihre übergeordnete Vision erläutern wollten. Bis dahin ist der Informationsstand überschaubar.
- Release: Frühjahr 2029, ein konkretes Datum fehlt
- Setting: 100 Jahre nach Diablo 4, erstmals komplett nach der Apokalypse
- Antagonist: Diablo selbst - als Sieger, nicht als Bedrohung
- Plattformen: bislang nicht genannt
- Klassen, Umfang und Onlinestruktur: keine Angaben
Warum der lange Vorlauf kein Ausreisser ist
Zweieinhalb Jahre zwischen Ankündigung und Release klingen nach einer Ewigkeit - für Blizzard sind sie fast schon zügig. Diablo 4 wurde auf der BlizzCon 2019 enthüllt und erschien erst im Juni 2023, also rund dreieinhalb Jahre später. Sollte Diablo 5 den Frühjahrstermin 2029 halten, wäre die Wartezeit sogar kürzer als beim Vorgänger. Zwischen den beiden Spielen selbst lägen dann sechs Jahre.
Einzuordnen ist das auch im grösseren Zeitrahmen: Die Reihe existiert seit über drei Jahrzehnten, und Blizzard feiert derzeit ihr 30-jähriges Jubiläum. Über 130 Millionen Menschen haben Sanktuario laut den Angaben des Studios bisher betreten. Ein Serienteil, der die etablierte Erlösungsfantasie ausdrücklich verweigert, ist damit auch ein Risiko - und die vermutlich deutlichste kreative Kurskorrektur seit dem Wechsel auf die offene Welt in Diablo 4.
Vor dem Nachfolger: Die Amazone kehrt zurück
Bis 2029 bleibt Diablo 4 die Hauptbühne - und Blizzard hat auf der BlizzCon durchaus Nachschub mitgebracht. In der ersten Jahreshälfte 2027 kommt die Amazone als neue Klasse ins Spiel, eine Rückkehrerin, die viele seit Diablo 2 vermissen. Sie stammt von der Insel Skovos, die in der Erweiterung «Lord of Hatred» erstmals gezeigt wurde, und bleibt dem Bild der disziplinierten, athletischen Kriegerin treu.
Aufgeteilt wird sie in vier Spielarchetypen: Champion, Skirmisher, Ranger und Commander. Zur Bewaffnung gehören der vertraute Bogen und der Speer - letzterer führt einen komplett neuen Waffentyp in Diablo 4 ein. Genauere Details waren für das Panel «Diablo IV: What's Next» am Sonntag, dem 13. September, um 11 Uhr pazifischer Zeit angekündigt, weitere Klasseninfos sollen später folgen.
Jubiläumsseason, Switch 2 und eine Netflix-Serie
Näher rückt die neue Season: «Season of Hell's Legacy» startet am 15. September um 9:30 Uhr pazifischer Zeit und ist als Rückblick auf 30 Jahre Diablo angelegt. Im Zentrum steht die verlorene Seele von Deckard Cain, die als Begleiter durch eine Reise führt, in der die «dunklen Wanderer» von der Qual der Grossen Übel erlöst werden sollen. Baal, Mephisto und Diablo selbst treten auf, von ihnen lassen sich Seelensplitter zurückgewinnen - wobei, wie üblich in Sanktuario, kein dämonisches Geschenk ohne Preis kommt.
Ebenfalls am 15. September erscheint die «Diablo IV: Age of Hatred Collection» für Nintendo Switch 2. Das Paket bündelt das Hauptspiel mit den Erweiterungen «Vessel of Hatred» und «Lord of Hatred» und bringt die Reihe damit auf eine neue Plattform. Dazu kommt ein Ausflug ausserhalb des Spiels: Blizzard-Präsidentin Johanna Fares kündigte auf der Bühne eine Diablo-Animationsserie in Zusammenarbeit mit Netflix an. Sie gilt als Auftakt erneuerter Transmedia-Pläne, die später auch andere Marken des Studios erfassen sollen.
Einordnung: viel Haltung, wenig Handfestes
Diablo 5 ist zum jetzigen Zeitpunkt vor allem eine Ansage - eine starke zwar, aber ohne Plattformliste, ohne Klassen, ohne Gameplay. Ankündigungen mit so langem Vorlauf haben bei Blizzard Tradition, und sie haben in der Vergangenheit auch Verschiebungen überlebt; der Frühjahrstermin 2029 sollte entsprechend als Absichtserklärung gelesen werden, nicht als Versprechen. Spannend bleibt vor allem die Designfrage dahinter: Eine Serie, deren Loop seit jeher aus Ausfall, Beute und Rückkehr in die sichere Stadt besteht, will künftig ohne diese Stadt auskommen. Ob das Befreiung oder Verlust ist, entscheidet sich erst am Controller. Bis dahin liefert Diablo 4 mit Amazone, Jubiläumsseason und Switch-2-Fassung genug Gründe, in Sanktuario zu bleiben - solange es das noch gibt.
Diablo ist eine der einflussreichsten Action-RPG-Reihen überhaupt, und Blizzard bricht mit Teil 5 erstmals die Grundformel: Statt die Apokalypse abzuwenden, spielt man in ihren Trümmern. Gleichzeitig macht der lange Vorlauf bis 2029 klar, dass Diablo 4 noch Jahre mit neuen Klassen und Seasons versorgt wird - wer jetzt einsteigt, spielt nicht in ein Auslaufmodell.
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